16. Fall.

~Verletzung der Lunge und des Herzbeutels.~

Ein junger Bösewicht, dessen unheimliche Physiognomie ich nicht

vergessen habe, ermordete seinen 32 Jahre alten Lehrherrn, während

dieser schlief, mit ~zweiunddreissig~ in wüthiger Hast folgenden

Messerstichen! ~Lungenwunden~ waren die eigentliche Todesursache

geworden. Im obern Lappen der rechten Lunge fand sich eine 3/8 Zoll

lange Wunde, eine zweite 3/4 Zoll lange nicht weit davon entfernt, und

zwei Quart Blut waren in diesem _Cavum pleurae_ ergossen. Unter dem

linken Schlüsselbein ergab sich eine 3/4 Zoll lange, weitklaffende

Wunde der _Pleura_ mit sugillirten Rändern, und ein wenig tief in

die Spitze der linken Lunge eindringende, 1/2 Zoll lange Verletzung,

aus welcher ein halbes Quart rothflüssiges Blut ergossen war. Der

Herzbeutel war 1/4 Zoll lang angestochen. (Im Wege der Gnade wurde

die erkannte Todesstrafe gegen den jugendlichen Verbrecher in

Zuchthausstrafe gemildert.)

Gerichtliche Leichen-Oeffnungen. Erstes Hundert. · 第 21 / 118 题