16 Joh. Georg Büsch, geb. 3. Januar 1728, gest. 5. Aug. 1800, gründete
1767 in Hamburg eine Handelsakademie.
17 Joseph v. Görres, geb. 25. Januar 1776, gest. 29. Januar 1848, ein
Publizist, der anfangs für die Revolution, nachmals für das
»Deutschtum« begeistert, schließlich im Ultramontanismus einen Halt
suchte und mit Fanatismus gegen den Protestantismus kämpfte.
18 Robert Blum, geb. 10. November 1807, erschossen am 9. November 1848
in Wien, wohin er sich im Vertrauen auf seine Unverletzlichkeit als
Mitglied des Frankfurter Parlaments begeben hatte, um den
aufständischen Wienern eine Beifallsadresse der Frankfurter
Parteigenossen zu überbringen. Als Führer einer Elitekompagnie am
Kampfe beteiligt, wurde er verhaftet und durch ein Kriegsgericht zum
Tode verurteilt.
19 Ferd. Lassalle, geb. 11. April 1825, gest. 31. August 1864,
sozialistischer Agitator, Gründer des Allg. Deutschen
Arbeitervereins.
20 Georg Friedrich v. Martens, geb. 22. Februar 1756, gest. 21. Februar
1821, seit 1816 hannöv. Bundestagsgesandter.
21 Graf Aug. Fried. Ferd. v. d. Goltz, geb. 20. Juli 1765, gest. 17.
Januar 1832, von 1816–1824 preußischer Bundestagsgesandter, nachher
Oberhofmarschall.
22 Wilh. Ludw. Leop. Reinhard Freiherr v. Berstett, geb. 1769, gest. 6.
Februar 1837, 1816 badischer Bundestagsgesandter, von 1817 bis 1831
badischer Minister des Auswärtigen.
23 Klemens Fürst v. Metternich, geb. 15. Mai 1773, gest. 11. Juni 1859,
österreichischer Minister seit 1809, seit Mai 1821 bis 13. März 1848
Staatkanzler, Hauptträger der Reaktion in Österreich und
Deutschland.
24 Karl Friedrich Nebenius, geb. 29. September 1785, gest. 8. Juni
1857, Verfasser der badischen Verfassungsurkunde vom 22. August 1818
und zweimal Minister des Innern.
25 David Ricardo, geb. 19. April 1778, gest. 11. September 1823, engl.
Nationalökonom, der als Schüler von Adam Smith die Lehre vom
Freihandel publizistisch vertrat. Seine Gedanken über das Verhältnis
zwischen Erzeugungskosten der Waren und Verkaufspreis und über das
Verhältnis zwischen Arbeitsleistung und Arbeitslohn sind von Marx
und Lassalle weiter entwickelt worden.
26 Wilh. Anton v. Klewiz, geb. 1. August 1760, gest. 26. Juli 1838, von
1817–1824 preußischer Finanzminister, von 1824–1837 Oberpräsident
der Provinz Sachsen.
27 Karl Freiherr von Stein zum Altenstein, geb. 7. Oktober 1770, gest.
14. Mai 1840, seit 1817 Minister für geistlichen Unterricht und
Medizinalangelegenheiten, Reorganisator des preußischen Volks- und
höheren Schulwesens.
28 Friedrich Leopold v. Kircheisen, geb. 24. Juni 1746, gest. 18. März
1825, von 1810 ab preußischer Justizminister.
29 Ludwig Freiherr v. Spittler, geb. 10. November 1752, gest. 14. März
1810, wurde 1779 als Professor der Philosophie nach Göttingen
berufen, 1806 zum Minister in Württemberg ernannt und zum Kurator
der Universität Tübingen.
30 Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher, geb. 21. November 1768, gest.
12. Februar 1834, Prediger an der Berliner Dreifaltigkeitskirche und
Professor an der Universität.
31 Fried. Christ. Adolf v. Motz, geb. 18. November 1775, gest. 30. Juni
1830, ursprünglich im Dienste des Königs von Westfalen tätig, trat
nach Napoleons Sturz in preußische Dienste über. 1817 zum
Präsidenten der Erfurter Regierung ernannt, ward er 1821
provisorisch, 1824 definitiv Oberpräsident von Sachsen, 1825 Geh.
Staats- und Finanzminister.