Tiffin bei Stockinger auf Malabar Ridge, -- die Fahrt dorthin zur
Mittagszeit, unter der Mittagssonne, wobei wir statt in den geschlossenen
Gharies in meinem grossen offenen Miethslandauer sitzen, dürfte wohl an
Hitze absolut nichts zu wünschen übrig lassen. -- Nach dem Frühstück,
an welchem auch Széchényi und Hoyos theilnehmen, erscheinen auf der
Veranda viele Händler mit Waffen, Stickereien, Elfenbeinminiaturen aus
Delhi, Silberschmuck u. s. w., wofür horrende Preise verlangt werden.
Im Auftrage des Gesandten stelle ich der gleichfalls hier anwesenden Frau
Marie von Amerling ein Vorschreiben für die Consulate in China und Japan
aus. -- Abends bei Watsons macht der Gesandte mir Vorwürfe, dass wir bei
dem doch so langen Aufenthalte von der Umgebung Bombays ausser Elefanta
nichts gesehen; ich proponire sofort einen Ausflug nach den Carli Caves,
wir werfen schnell den Frack ab, ziehen leinene Anzüge, Reitstiefeln etc.
an, und um 11 Uhr nachts rollen Biegeleben, Sapieha und ich den »Ghats«,
dem hohen Küstengebirge zu. -- Vorher Abschied von Coudenhove, der morgen
nach Mysore, und von Exner und Walther, die nach Jeypore reisen.
[Illustration: CARLI CAVE]