Während dieser seltsamen Krankheit, die blutarme Menschen hinwegrafft,
traten plötzlich kurze Pausen der Krisen ein. Ohne dass er sich ihren
Grund zu erklären vermochte, wachte der Herzog eines Tages ganz kräftig
auf. Da war nichts mehr von aufreibendem Husten zu spüren, keine
stechenden Schmerzen mehr im Nacken, nur ein unbeschreibliches Gefühl
von Wohlbehagen, eine Leichtigkeit des Hirns, dessen Gedanken sich
erhellten.
Dieser Zustand währte mehrere Tage; dann plötzlich zeigten sich eines
Nachmittags wiederum Hallucinationen des Geruchssinnes.
Sein Zimmer duftete wie von Backwerk und Parfüm; er sah nach, ob nicht
ein geöffnetes Flacon umherstand; doch nirgends war ein solches zu
finden. Er lief durch alle seine Gemächer: der Geruch dauerte fort.
Er klingelte seinem Diener:
»Riechen Sie nichts?« fragte er.
Der alte Mann erklärte, dass er keinen Blumengeruch bemerke: es konnte
kein Zweifel mehr bestehen, das Nervenleiden zeigte sich wieder unter
einer neuen Sinnestäuschung.
Gelangweilt von der Hartnäckigkeit dieses eingebildeten Aromas,
beschloss er, sich in wirkliche Parfüms zu tauchen, hoffend, dass diese
Nasenhomöopathie ihn heilen, oder wenigstens die Verfolgung des lästigen
Geruches aufhören würde.
Er begab sich in sein Ankleidezimmer. Dort standen nahe bei einem
antiken Taufbecken, das ihm als Waschgefäss diente, unter einem breiten
Spiegel von getriebenem Eisen Flaschen in allen Grössen und allen Formen
auf Etageren aus Elfenbein übereinander.
Er stellte sie auf einen Tisch und teilte sie in zwei Serien: die eine
mit einfachen Parfüms, Extrakten und Spiritussen, die andere mit
zusammengesetzten Parfüms, die man mit dem allgemeinen Ausdruck
»Bouquets« bezeichnet.
Er drückte sich in seinen Sessel und sammelte sich.
Er war schon seit Jahren in der Wissenschaft des Riechens geübt und war
überzeugt, dass man durch den Geruch die gleichen Genüsse empfinden
könne wie durch das Gehör und das Gesicht, indem jeder Sinn infolge
einer natürlichen Neigung und Angewöhnung genugsam empfindlich sei, neue
Eindrücke aufzunehmen, sie zu verzehnfachen und zu verarbeiten.
In der Kunst der Parfümbereitung hatte ihn eine Seite vor allem
angezogen, nämlich die der künstlichen Genauigkeit.
Das Parfüm stammt fast niemals von den Blumen, deren Namen es trägt; der
Fabrikant, der es wagen würde, nur einzig der Natur ihre Elemente zu
entlehnen, würde doch nur ein unechtes Werk schaffen, ohne
Natürlichkeit.
Mit Ausnahme des unnachahmlichen Jasmin, welcher keine Fälschung
zulässt, sind alle Blumengerüche genau durch Verbindungen mit
aromatischem Weingeist und Spiritus darstellbar.
Nach und nach hatten sich die geheimen Operationen dieser so arg
vernachlässigten Kunst vor dem Herzog erschlossen, der ihren geheimen
Wegen nachging.
Um dies zu erreichen, hatte er zuerst die Grammatik durchgearbeitet, die
Syntax der Gerüche erlernt, wie auch die Regeln, die sie regieren,
ergründet. Mit dieser Sprache einmal vertraut, musste er die Werke der
Meister wie Atkinson und Lubin, Chardin und Violet, Legrand und Piesse
vergleichen, die Konstruktion ihrer Sätze zerlegen, das Verhältnis ihrer
Worte und die Aufstellung ihrer Satzgefüge abwägen.
Die klassische Parfümerie war ziemlich einförmig, fast farblos, vor
langer Zeit von Chemikern in eine gleichmässige Form gegossen.
Ihre Geschichte folgte Schritt für Schritt der Sprache unserer Zeit.
Der parfümierte Stil Ludwigs XIII., aus teuren Bestandteilen
zusammengesetzt, aus Iris, Moschus, Zibeth-Puder, Myrtenwasser, schon
damals unter dem Namen »Eau des Anges« bekannt, war kaum genügend, um
die ungezwungenen Reize, die etwas rohen Färbungen jener Zeit
auszudrücken, welche uns gewisse Sonette von Saint-Armand aufbewahrt
haben.
Später, mit der Myrrhe, dem Oliban, einer Art Weihrauch, wurden die
mystischen Wohlgerüche kräftig und streng; die pomphafte Art des grossen
Jahrhunderts, die weitschweifigen Feinheiten der Redekunst, der breite,
getragene Stil Bossuets und der Kanzelredner fanden ihren Niederschlag.
Noch später fanden die erschlafften, kunstvollen Reize der französischen
Gesellschaft unter Ludwig XV. leichter ihren Dolmetscher in dem
Frangipan und dem Maréchale, die gleichsam die Synthese dieser Epoche
selbst gaben. Dann, nach der Langeweile und Gleichgültigkeit des ersten
Kaiserreichs, in dem man die Eaux de Cologne sowie die Präparationen von
Rosmarin missbrauchte, stürzte sich die Parfümerie hinter Victor Hugo
und Gautier her in das Land der Sonne; sie schuf orientalische
Wohlgerüche, scharfwürzige Bouquets, entdeckte neue Zusammenstellungen,
bis jetzt nicht gewagte Gegensätze, wählte aus und nahm wieder alte
Nüancen auf, welche sie komplizierte, verfeinerte und passend
zusammensetzte. Sie verwarf schliesslich energisch diese freiwillige
Abgelebtheit, zu welcher sie Malesherbes, Boileau, Andrieux,
Baour-Lormian herabgesetzt hatten, diese niedrigen Destillateure ihrer
Gedichte.
Aber auch seit der Periode von 1830 war diese Sprache nicht stehen
geblieben. Sie hatte sich noch weiter fortentwickelt und, sich nach dem
Gang des Jahrhunderts formend, war sie gleichlaufend mit den andern
Künsten vorgeschritten, hatte sich auch den Wünschen der Kunstfreunde
und Künstler gefügt, sich auf die Chinesen und Japaner gestürzt,
duftende Stammbücher erfunden, Blumensträusse von Takéoka nachgeahmt,
durch Mischungen von Lavendel und Goldlack den Geruch des Rondeletia,
durch eine Verbindung von Patschuli und Kampfer den sonderbaren Duft der
chinesischen Tinte, durch die Zusammensetzung von Citrone, Levkoje und
Pommeranzblütessenz die Ausströmung des japanesischen Hovénia erhalten.
Der Herzog studierte und analysierte die Seele dieser Fluida, machte die
Exegese dieser Texte; er gefiel sich zu seiner eigenen Befriedigung
darin, die Rolle eines Psychologen zu spielen, das Räderwerk auseinander
zu nehmen und wieder zusammenzustellen, die Stücke abzuschrauben, die
die Struktur einer zusammengesetzten Ausströmung bildeten, und bei
dieser Ausübung hatte sein Geruchssinn die Sicherheit eines fast
unfehlbaren Prüfsteins erlangt.
Wie ein Weinhändler das Gewächs an einem Tropfen, den er schlürft,
erkennt, wie ein Hopfenhändler an dem Geruch des Sackes den genauen Wert
der Ware bestimmen kann, wie ein chinesischer Kaufmann sofort die
Herkunft des Thees, der ihm vorgehalten wird, anzugeben vermag und sagen
kann, auf welchen Pachtungen des Berges Bohées, in welchen
buddhistischen Klöstern er gezogen ist, und selbst den Zeitpunkt, an dem
seine Blätter gepflückt, und den Grad des Dörrens zu bezeichnen weiss,
sowie den Einfluss, dem er in der Nähe der Pflaumenblüte, der Aglaia,
der duftenden Olea, aller dieser Wohlgerüche ausgesetzt gewesen ist, die
dazu dienen, seine Natur zu verändern, eine unvermutete Steigerung
hervorzurufen und in seinem trockenen Geruch einen Duft ferner frischer
Blumen zu erzeugen -- ebenso konnte der Herzog auch, wenn er nur ein
Tröpfchen Parfüm einatmete, gleich die Dosis seiner Mischung hernennen,
die Psychologie seiner Mixtur erklären und den Künstler erkennen, der
das Aroma hergestellt und ihm die persönliche Marke seines Stils
aufgedrückt hatte.
Es versteht sich von selbst, dass er die Sammlung aller von den
Parfümeuren angewendeten Produkte besass; er hatte selbst das echte
Mekkabalsamkraut, dieses seltene Kraut, das nur in gewissen Teilen des
steinigen Arabiens wächst und dessen Monopol dem Sultan gehört. --
Und nun sass Herzog Jean in seinem Ankleidezimmer und sann darauf, ein
neues Bouquet zu erfinden, er war von dem Augenblick des Zögerns
erfasst, den die Schriftsteller nur zu gut kennen, wenn sie nach Monaten
der Ruhe ein neues Werk beginnen.
Ebenso wie Balzac, der von dem unabweislichen Bedürfnis verfolgt war,
erst viel Papier zu bekritzeln, ehe er imstande war zu schreiben, so
erkannte Herzog Jean die Notwendigkeit, sich erst durch einige leichtere
Arbeiten in Gang zu bringen.
Er fing an, die Flaschen mit Mandeln und Vanille zu wägen, um Heliotrop
herzustellen, dann besann er sich anders und entschloss sich, mit der
Riecherbse zu beginnen.
Die Formel, das Verfahren waren ihm entfallen; er tastete. Im
allgemeinen herrscht bei dem Duft dieser Blume die Orange vor; er
versuchte mehrere Zusammensetzungen und erreichte schliesslich den
richtigen Ton, indem er der Orange die Tuberose und die Rose hinzufügte,
welche er mit einem Tropfen Vanille verband.
Die Ungewissheiten verschwanden; ein leichtes Fieber erfasste ihn, er
fühlte sich zur Arbeit angeregt und beschloss, weiter zu gehen und einen
fulminanten Satz loszulassen, dessen stolzes Geprassel das Geflüster
dieses arglistigen Parfüms niederwerfen würde, der noch immer im Zimmer
lastete.
Er experimentierte mit dem Amber, dem Tonkin-Moschus, dem Patschuli, dem
schärfsten aller vegetabilischen Parfüms, dessen Blume einen Geruch von
Schimmel und Rost ausströmt.
Aber was er auch versuchte, die Liebeleien des XVIII. Jahrhunderts
verfolgten ihn; die Reifröcke und seidenen Garnierungen schwebten vor
seinen Augen, die Erinnerungen der Venusse von Boucher, aus vollem
Fleisch, ohne Knochen, in üppigster Gestalt, liessen sich an seinen
Wänden nieder; der Rückblick auf den Roman Thermidor, auf die
entzückende Rosette mit hochgeschürztem Rock peinigte ihn.
Wütend stand er auf, und um sich frei zu machen, sog er mit aller Kraft
die reine Essenz des Spika-Nard ein, der den Orientalen so teuer und den
Europäern so unangenehm ist wegen seines zu starken Geruchs von
Baldrian. Er war fast betäubt von der Heftigkeit der Erschütterung.
Wie durch einen Hammerschlag zermalmt verschwand das Filigran des zarten
Duftes.
Früher hatte er sich gern in Akkorden von Düften gewiegt; er gebrauchte
ähnliche Effekte wie die der Poeten, wendete gewissermassen die
vortreffliche Anordnung der Stücke von Baudelaire an, wie zum Beispiel
in »L'Irréparable« und »Le Balcon«, wo der letzte der fünf Verse, welche
die Strophe bilden, das Echo des ersten ist und wie ein Refrain
zurückkommt und die Seele in die Unendlichkeit von Schwermut und
Sehnsucht taucht.
Er verlor sich in den Träumen, welche diese duftenden Stanzen in ihm
hervorriefen; ihn verlangte, in einer wunderbaren und wechselnden
Landschaft herumzustreichen, und deshalb fing er mit einem vollen und
stattlichen Satz an, der plötzlich einen Durchblick auf eine grossartige
Landschaft eröffnete.
Mit seinen Vaporisateuren spritzte er im Zimmer eine Essenz, aus
Ambrosia, Mitcham-Lavendel, Riecherbse und Bouquet gebildet, umher, eine
Essenz, die, wenn sie von einem Künstler destilliert, den Namen
verdient, den man ihr zuerkannt hat: »Extrait de Pré fleuri«; in diese
blühende Wiese führte er dann eine genaue Fusion von Tuberose,
Orangeblüte und Mandel ein; und alsbald entstand künstlicher Flieder und
der Wind schien leise durch blühende Linden zu streichen, ihre zarten
Ausströmungen auf den Boden niederdrückend, welche dem Extrakt der
englischen Tilia ähneln.
Dann liess er durch einen Ventilator die duftenden Wellen entfliehen,
nur die Landschaft beibehaltend, die er erneute und deren Dosis er
verstärkte, um ihre Rückkehr zu erzwingen.
Bald stiegen Hüttenwerke gen Himmel auf.
Ein starker Geruch von Fabriken, von chemischen Produkten verbreitete
sich, und doch hauchte die Natur noch in dieser verpesteten Luft ihre
süssen Düfte aus.
Der Herzog bearbeitete und wärmte zwischen seinen Fingern eine
Storax-Kugel, und ein höchst eigentümlicher Geruch verbreitete sich im
Zimmer, ein Geruch, widerlich und köstlich zugleich, dem entzückenden
Geruch der Jonquille und dem hässlichen Gestank der Guttapercha und dem
Steinkohlenöl ähnlich.
Er desinfizierte sich die Hände, legte sein Harz in einen hermetisch
verschlossenen Kasten, und die Fabriken verschwanden. Dann schleuderte
er zwischen die wieder belebten Linden und Wiesen einige Tropfen New
Mown Hay, und mitten in der zauberhaften Landschaft, ihres Flieders
beraubt, stiegen Heugarben empor, eine neue Jahreszeit suggerierend und
ihre feinen Ausströmungen aushauchend.
Endlich, als er diesen Anblick genügend genossen, versprengte er eiligst
noch einige exotische Parfüms, leerte seine Vaporisateure, verflüchtete
seine konzentrierten Spritsorten, liess all den Balsamen die Zügel
schiessen, und in dem heissen aufregenden Dunst des Raumes entwickelte
sich eine wahnsinnig sublimierte Temperatur, die seinen Atem
beschleunigte.
Plötzlich empfand er einen heftigen Schmerz. Es war ihm, als wenn man
ihm mit einem Instrument die Schläfen durchbohre. Er öffnete die Augen
und befand sich in der Mitte seines Ankleidezimmers, vor seinem Tisch
sitzend; mühevoll erhob er sich und schleppte sich zum Fenster, das er
halb öffnete. Ein Luftstoss klärte die erstickende Atmosphäre, die ihn
einhüllte; er ging im Zimmer auf und ab, die Augen gegen den Plafond
gerichtet, wo Krabben und salzgepuderte Algen auf einem gekörnten Grund
hell wie der Sand des Meeresufers im Relief aufstiegen. Eine gleiche
Dekoration schmückte auch die Fussgesimse, die, mit japanesisch
wassergrüner, etwas zerdrückter Kreppseide die Wände einfassend, das
Gekräusel eines Flusses, von Wind bewegt, nachahmten, und in diesem
leicht fliessenden Wasser schwamm das Blatt einer Rose, um welches ein
Schwarm kleiner Fische wirbelte, mit leichten Federstrichen gezeichnet.
Aber seine Augenlider blieben schwer; das Hin- und Hergehen ermüdete
ihn, er lehnte sich auf die Fensterbrüstung; allmählich verschwand seine
Betäubung. Sorgsam korkte er die Fläschchen wieder zu und benutzte diese
Gelegenheit, um die Unordnung in seiner reichen Schminksammlung zu
beseitigen. Er hatte seit seiner Ankunft in Fontenay nicht daran
gerührt, und er verwunderte sich fast, diese Kollektion jetzt
wiederzusehen, die früher von so vielen Frauen besichtigt und bewundert
worden war.
Die Kruken und Fläschchen häuften sich auf- und übereinander. Hier war
es ein Porzellantopf, Schnouda enthaltend, diesen wunderbaren weissen
Creme, der, wenn er auf der Wange aufgerieben, unter dem Einfluss der
Luft in zartes Rosa, dann in ein so echtes Inkarnat übergeht, dass er
die wirklich genaue Täuschung einer durch Blutwallung geröteten Haut
hervorbringt. Dort sind es mit Perlmutter eingelegte Lackkasten, die
japanesisches Gold und athenisches Grün einschliessen, die Farbe des
Flügels einer spanischen Fliege, Gold und Grün, das sich in ein tiefes
Purpur verwandelt, sobald man es anfeuchtet. Nahe den vollen Kruken mit
Pasten von Lambertsnuss, Serkis des Harems, Emulsinen der Kaschmirlilie,
Waschwasser von Erdbeeren und Holunder für den Teint und bei den kleinen
Flaschen, die mit einer Auflösung von chinesischer Tinte und Rosenwasser
zum Gebrauch der Augen bestimmt waren, lagen Utensilien aus Elfenbein,
Perlmutter und Silber durcheinander mit Bürsten aus Luzern für das
Zahnfleisch: Pinsel, Scheren, Wischer, Schminkläppchen und Puderquasten,
Rückenkratzer und Schönheitspflästerchen.
Er betrachtete all diese Toilettengeräte, die er auf die Bitte einer
seiner Geliebten gekauft hatte, die unter dem Einfluss gewisser Gerüche,
gewisser Balsame vor Entzücken verging.
Er grübelte über die Erinnerungen nach und es fiel ihm ein Nachmittag
ein, den er mit dieser Frau, aus Langeweile und Neugier, in Pantin bei
ihrer Schwester zugebracht hatte und der in ihm eine ganze Welt
vergessener Ideen und alter Parfüms wachrief.
Er flüchtete in sein Arbeitszimmer zurück und öffnete das Fenster weit,
glücklich, sich in der frischen Luft zu baden. Aber plötzlich war es
ihm, als wenn der Wind ihm einen unbestimmten Geruch von
Bergamottenessenz entgegentrieb, mit welchem sich der Jasminsprit, die
Cassie und das Rosenwasser verband.
Er atmete schwer auf.
Der Geruch wechselte und veränderte sich, ohne zu verschwinden. Ein
unbestimmter Duft von Tolutinktur, von Perubalsam, von Safran,
verschmolzen mit einigen Tropfen Amber und Moschus, stieg jetzt aus der
schlafenden Stadt empor, von dem Fusse der Anhöhe her, und plötzlich
vollzog sich eine Metamorphose, die getrennten Gerüche verbanden sich
und von neuem verbreitete sich der Frangipan, dessen Geruch die Elemente
und die Analyse herbeigeführt hatten, über das Thal Fontenay bis zum
Festungswerk hinauf. Sie erschütterten seine erschöpften und
angegriffenen Nerven noch mehr, so dass er ohnmächtig an der
Fensterbrüstung niedersank.