Nach dem Verkauf seiner Güter nahm Herzog Jean die alten verheirateten
Dienstleute zu sich, welche seine Mutter gepflegt und die zu gleicher
Zeit dem Amte als Verwalter und Kastellane in Schloss Lourps
vorgestanden hatten, das bis zur Feststellung des gerichtlichen Verkaufs
unbewohnt und leer geblieben war.
Er liess das Ehepaar nach Fontenay kommen. Sie waren an die Thätigkeit
der Krankenwärter, an die Regelmässigkeit, mit der von Stunde zu Stunde
die Arzeneien verabreicht wurden, wie an das starre Schweigen des
Klosterslebens gewöhnt. Ohne mit der Aussenwelt im geringsten zu
verkehren, verblieben sie stets in geschlossenen Zimmern hinter
verschlossenen Fenstern.
Dem Mann wurde die Reinigung der Zimmer und das Einholen übertragen, die
Frau mit dem Kochen beauftragt. Er überliess ihnen den ersten Stock des
Hauses, doch mussten sie dicke Filzschuhe tragen. Er liess Windfänge vor
den gut geölten Thüren anbringen und ihre Fussböden mit dicken Teppichen
belegen, so dass er ihre Schritte über seinem Kopfe nicht hörte.
Er verabredete ebenfalls mit ihnen eine gewisse Art zu klingeln und
bestimmte die Bedeutung der einzelnen Klingelzeichen nach ihrer Kürze
und Länge; bezeichnete auf seinem Schreibtisch den Platz, wo sie jeden
Monat das Rechnungsbuch hinlegen mussten -- kurz er richtete sich so
ein, dass er nicht oft genötigt war, sie zu sehen.
Ebensowenig wollte er, da die alte Dienerin manches Mal am Hause vorüber
gehen musste, um aus einem kleinen Schuppen Holz zu holen, dass ihn ihr
Schatten störe, welcher dann durch die Scheiben seiner Fenster fiel. Er
liess ihr daher ein besonderes Kostüm aus flandrischer Seide mit weisser
Mütze und niedergeschlagener breiter schwarzer Kapuze anfertigen, in der
Art, wie sie die Frauen des Beguinenklosters in Gent tragen.
Wenn der Schatten dieser Kopfbedeckung in der Dämmerung an seinen
Fenstern vorüberglitt, so gab er ihm das Gefühl, dass er sich in einem
Kloster befinde. Es erinnerte ihn an die stillen frommen Dörfer, die
toten und versteckten Stadtviertel einer thätigen und lebhaften Stadt.
Er regelte und stellte auch die Stunden der Mahlzeiten fest, die
übrigens wenig gewählt, vielmehr überaus einfach waren, denn die
Schwäche seines Magens erlaubte ihm nicht, verschiedene oder schwere
Gerichte zu geniessen.
Um fünf Uhr im Winter, beim Herannahen der Dunkelheit, nahm er ein
leichtes Frühstück ein, welches aus zwei Eiern, kaltem Fleisch und Thee
bestand. Um elf Uhr hielt er seine Hauptmahlzeit; manchmal trank er
etwas Kaffee, Thee oder Wein während der Nacht, und gegen fünf Uhr
morgens naschte er wohl noch ein paar leichte Sachen, worauf er sich
schlafen legte.
Er nahm diese Mahlzeiten, deren Anordnung und Reihenfolge ein für alle
Mal zu Anfang jeder Jahreszeit festgesetzt wurde, an einem Tisch in der
Mitte eines kleinen Zimmers ein, welches von seinem Arbeitszimmer durch
einen ganz mit dickem Stoff ausgeschlagenen Korridor getrennt und ganz
hermetisch verschlossen war, so dass weder Geruch noch Lärm in die
beiden andern Gemächer dringen konnte.
Dieses Esszimmer glich einer Schiffskajüte mit gewölbtem Plafond, im
Halbkreis mit Balken, Wänden und Fussböden aus hellem Fichtenholz
versehen, mit dem kleinen, runden, ins Holz eingelassenen Fenster, das
der Luftöffnung an den Seiten eines Schiffes nicht unähnlich war.
Gleich japanischen Schachteln, von denen die eine immer in die andere
hineinpasst, war dieser Raum vom Architekten in einen grösseren
eingeschaltet, der als eigentlicher Esssaal erbaut war.
Dieser hatte zwei Fenster, eines unsichtbar durch eine leichte
Bretterwand den Blicken entzogen, das aber durch eine Feder nach Wunsch
niedergelassen werden konnte, damit frische Luft durch die Öffnung
eindringe, um die Fichtenholzkajüte cirkuliere und sich hier verbreite.
Das andere sichtbare Fenster befand sich grade gegenüber dem runden
Kajütenfensterchen in der Holzbekleidung, jedoch zugesetzt durch ein
grosses Aquarium, welches den ganzen Raum zwischen dem kleinen runden
und dem wirklichen Fenster in der Mauer ausfüllte. Das Tageslicht drang
also durch das grosse Fenster, durch das Wasser und schliesslich durch
das runde Fenster in die Kajüte.
Wenn dann der Samowar auf dem Tische dampfte und die Sonne im Herbste
unterging, so rötete sich das Wasser im Aquarium trübe und gläsern und
warf einen leichtfeurigen Schimmer auf das helle Getäfel.
Nachmittags manchmal, wenn der Herzog Jean zufällig wach war und
aufstand, setzte er den Betrieb der Wasserröhren welche das Aquarium
leerten, in Bewegung, und liess es sich wieder von neuem mit frischem
Wasser füllen. Indem er dann einige Tropfen farbiger Essenz hineinthat,
erzeugte er grünliche und gelbliche, milchweisse oder silberne
Färbungen, wie die natürlichen Gewässer je nach der Farbe des Himmels,
der mehr oder minder starken Glut der Sonne, oder des nahenden Regens
erscheinen, mit einem Wort: wie es die Jahreszeit der Atmosphäre
verursacht.
Er bildete sich dann ein, in dem Zwischendeck einer Brigg zu sein; und
neugierig betrachtete er wunderbar gearbeitete Fische, die, aufgezogen
durch ein Uhrwerk, vor der Scheibe des runden Kajütenfensters
vorbeischwammen und in dem künstlichen Gras hängen blieben. Oder er
betrachtete, während er den Theergeruch einsog, mit dem man den Raum
besprengt hatte, bevor er ihn betrat, die an den Wänden
aufgehängten farbigen Stiche, welche -- wie in den Agenturen der
Schiffahrtsgesellschaften -- Dampfschiffe auf dem Weg nach Valparaiso
oder La Plata vorstellten. Oder er besah die eingerahmten Tabellen, auf
welchen die Reiseroute der Linie der Postdampfer der Compagnieen Lopez
und Valéry, die Frachtgelder, die Häfen des Postdienstes im Atlantischen
Meer verzeichnet waren.
Dann, wenn er müde war diese Fahrpläne zu Rate zu ziehen, liess er seine
Blicke über die Chronometer und Kompasse schweifen, über die
Winkelmesser und Zirkel, die Fernrohre und Karten, die zerstreut auf dem
Tisch lagen, auf dem sonst nur ein einziges Buch aufgestellt war,
gebunden in Seehundsleder: Arthur Gordon Pyms Abenteuer, welches
besonders für ihn auf streifiges Papier reinster Faser gedruckt war,
jedes Blatt sorgfältig ausgesucht und mit einer Schwalbe im
Wasserzeichen.
Da waren ausserdem Fischereigeräte, durch Lehm gezogene Netze,
aufgerollte braune Segel, ein kleiner schwarz gestrichener Anker aus
Kork, zu einem Haufen nahe der Thür vereinigt, welche durch einen
kleinen ausgepolsterten Flur in die Küche führte, und der ebenso wie der
Korridor den Esssaal mit dem Arbeitszimmer verband, um die Gerüche und
den Lärm aufzusaugen.
Auf diese Art verschaffte er sich ohne grosse Mühe sofort die
augenscheinlichsten Eindrücke einer Seereise. Besteht doch das Vergnügen
der Abwechslung im Grunde genommen einzig in der Erinnerung und fast
niemals in der Gegenwart, in dem Augenblicke selbst. Er kostete sonach
diese Abwechslung in vollen Zügen, mit aller Bequemlichkeit, ohne jede
Anstrengung und ohne die sonst unvermeidlichen Verdriesslichkeiten in
dieser erdachten Kajüte.
Bewegung schien ihm zudem überflüssig, da ihm die Einbildung leicht die
gewohnte Wirklichkeit des Lebens zu ersetzen vermochte.
Nach seiner Ansicht war es nämlich möglich, sich die Wünsche, die für
die schwierigsten gelten, im normalen Leben künstlich selbst zu
befriedigen und dies mittels Täuschung durch eine genaue Fälschung der
erwünschten Gegenstände zu thun. Ist es doch klar, dass jeder
Feinschmecker heutigen Tages entzückt ist, wenn er in einem wegen der
Vortrefflichkeit seines Kellers berühmten Restaurant die teuren Weine
schlürft, welche nach Pasteurs Methode aus leichten billigen Weinen
hergestellt sind. Falsch oder echt, diese Weine haben ganz dasselbe
Aroma, dieselbe Farbe, dieselbe Blume, und verursachen also auch
dasselbe Vergnügen, das man beim Kosten und Geniessen echter und reiner
Weine empfindet, die infolge starker Nachfrage schliesslich für Gold
kaum aufzutreiben sein möchten.
Es unterliegt nach alledem keinem Zweifel, dass sich diese berauschende
Abweichung, diese geschickte Lüge und Täuschung des Geistes in die Welt
des realen Verstandes übertragen lassen, und dass man mithin ebenso
leicht wie in der materiellen Welt eingebildete Wonnen geniessen kann,
die fast in allen Punkten den wirklichen gleichen. Kein Zweifel zum
Beispiel, dass man im Notfall dem störrisch langsamen Geiste nachhelfen,
beim Lesen einer fesselnd geschriebenen Reisebeschreibung ruhig am Kamin
verweilen und sich erfolgreich angenehmen Forschungen hingeben kann. Wie
man sich auch -- ohne Paris zu verlassen -- das wohlthuende Gefühl eines
Seebades suggerieren kann, da es ja genügt, sich nach Vigier zu begeben,
dessen Bäder mitten in der Seine liegen.
Wenn man dort das Wasser der Wanne salzen lässt und nach der Vorschrift
des Arzeneibuches schwefelsaures Sodasalz und Magnesia hinzufügt und ein
kleines Ende Kabeltau aus einer Seilerei mitnimmt und dann den Duft,
welchen dieses Tau noch bewahrt hat, einsaugt und dabei eifrig Joanne's
Handbuch liest, welches die Schönheiten des Strandes, an dem man sein
möchte, beschreibt; und wenn man sich dann schliesslich noch leise von
den Wellen schaukeln lässt, welche die Dampfschiffe, die an der
schwimmenden Badeanstalt vorbeifahren, in der Badezelle aufwerfen, wenn
man das Ächzen des Windes hört, der sich unter den Brücken fängt, und
dem dumpfen Lärm der Omnibusse lauscht, die wenige Schritte weiter über
Pont-Royal hinwegrollen -- ist da nicht die Illusion des Meeres
unleugbar da?
Es handelt sich eben nur darum, seinen Geist auf einen bestimmten Punkt
zu richten.
Da ist nicht eine ihrer Erfindungen, möge sie für noch so feinsinnig
oder noch so grossartig gelten, die das Genie des Menschen nicht zu
schaffen imstande wäre! Da ist kein Wald von Fontainebleau, kein
Mondschein, welchen nicht eine von elektrischem Licht überflutete
Dekoration hervorzuzaubern vermöchte; kein Wasserfall, welchen die
Wasserleitungskunst nicht täuschend nachahmen könnte, kein Felsen, der
nicht durch Papiermaché herzustellen wäre, keine Blume, die nicht durch
besonderen Taffet und zart bemaltes Papier genau so wiedergegeben werden
könnte!
Unzweifelhaft hat diese uralte Schwätzerin Natur die gutmütige
Bewunderung der wirklichen Künstler erschöpft, und der Augenblick ist
gekommen, sie verbessert zu ersetzen, so weit es sich eben durch die
Kunst ermöglichen lässt.
Und dann, um ehrlich zu sein: dasjenige ihrer Werke, welches fraglos als
das künstlichste gilt, diejenige ihrer Schöpfungen, deren Schönheit nach
Aller Ansicht die ursprünglichste und vollkommenste ist, das _Weib_! Hat
der Mensch nicht seinerseits ein ebenso künstliches Wesen voll von Leben
geschaffen, welches vom Gesichtspunkt der plastischen Schönheit aus ihr
vollkommen gleichwertig ist? Giebt es wohl hienieden ein Wesen, das, in
Freuden der Brunst empfangen und mit Schmerzen aus der Mutterschaft
hervorgegangen, an Form und Race strahlender und prächtiger sei, als
dasjenige der beiden Lokomotiven, die auf der Nordbahn ihren Dienst
verrichten?
Die eine, die Crampton, eine entzückende Blondine, mit scharfer Stimme,
von hohem, schlankem Wuchs, eingeschnürt in ein glänzendes
Kupferkorsett, geschmeidig -- nervös wie eine Katze -- eine schmucke
goldige Blondine, deren aussergewöhnliche Anmut nahezu erschreckt, wenn
sie ihre Stahlmuskeln steift und den Schweiss ihrer warmen Schenkel
dadurch erhöht, dass sie die ungeheure Rosette ihres zarten Rades in
Bewegung setzt und wie rasend an der Spitze des Schnellzuges vorwärts
stürmt!
Die andere, die Engerth, eine monumentale, dunkle Brünette mit dumpfen
rauhen Tönen, mit stämmigen Lenden, eingepresst in ihren gusseisernen
Panzer, ein unförmiges Wesen mit wilder Mähne schwarzen Rauches und mit
sechs niedrigen gepaarten Rädern; welche erdrückende Macht, wenn sie die
Erde erzittern macht und plump und langsam den schweren Güterzug hinter
sich drein schleppt!
Sicherlich giebt es unter den zarten blonden und den majestätischen
brünetten Schönheiten keine derartigen Typen zarter Schlankheit und
erschreckender Kraft; auch kann man mit Recht sagen: der Mensch hat, in
seiner Art, ebenso Gutes geschaffen wie Gott. --
Diese Betrachtungen kamen des Esseintes, wenn ihm der Wind das sanfte
Pfeifen der kleinen Eisenbahn zutrug, welche sich wie ein Kreisel
zwischen Paris und Sceaux hin und her bewegt.
Sein Haus war ungefähr zwanzig Minuten von der Station Fontenay
entfernt; aber die Höhe, auf welcher es stand, und seine einsame Lage
liessen nicht den Lärm des gemeinen Lebens bis zu ihm dringen.
Das Dorf selbst kannte er kaum. Durch seine Fenster hatte er eines
Nachts die stille Landschaft betrachtet, die sich vor ihm ausbreitete
und hinunterzog bis zum Fuss des Hügels, auf dessen Spitze die
Batterieen des Gehölzes von Verrières aufgepflanzt sind.
In der Dunkelheit rechts und links stiegen verworrene Massen stufenweise
auf, in der Ferne von anderen Batterieen und anderen Forts überragt,
deren hohe Böschungen im Mondlicht wie in Wasserfarben mit schimmerndem
Silber auf dunklem Himmelsgrund gemalt erschienen.
Zusammengeschrumpft im Schatten der Hügel erschien die Ebene in der
Mitte wie mit Mehl bestreut und mit weissem Cold-cream bestrichen. In
der warmen Luft, die leise die farblosen Gräser fächelte und würzigen
Duft verbreitete, schüttelten die wie mit Kreide übertünchten Bäume im
Mondlicht ihr fahles Laubwerk und vergrösserten ihre Stämme, deren
Schatten den Gipsboden mit schwarzen Streifen furchten, auf dem die
Kieselsteine wie Tellerscherben glänzten. Ihres verkünstelt geschminkten
Aussehens wegen missfiel dem Herzog Jean diese Landschaft nicht. Seit
dem Nachmittag, den er auf der Suche nach dem Hause im Dörfchen von
Fontenay zugebracht hatte, war er niemals mehr am Tage den Weg gegangen.
Das grüne Laub dieser Gegend flösste ihm ausserdem kein Interesse ein,
bot es doch nicht einmal den zarten melancholischen Reiz dar, welcher
der oft rührend kränklichen Vegetation entströmt, die notdürftig
zwischen dem Schutt des Weichbildes nahe den Wällen hervorschiesst.
Überdies waren ihm an jenem Nachmittage im Dörfchen einige dickbäuchige
Einwohner mit Backenbärten und Leute in Gehröcken mit Schnurrbärten
begegnet -- Köpfe, die ohne Zweifel der Obrigkeit oder dem Militär
angehörten; und seit dieser Begegnung hatte sein Widerwille gegen jedes
menschliche Gesicht noch mehr zugenommen.
Während der letzten Monate seines Aufenthaltes in Paris, als er alles
überwunden hatte, empört durch die allgemeine Heuchelei und vom
Weltschmerz niedergedrückt, war die Überreiztheit seiner Nerven derartig
gestiegen, dass sich der Anblick mancher Gegenstände oder Wesen seinem
Gehirne so tief einprägte, dass es mehrerer Tage bedurfte, um nur die
Spuren davon zu verwischen. Unangenehme Gesichter, die sein Blick auf
der Strasse streifte, waren ihm zur wahren Qual geworden.
So litt er entschieden beim Anblick gewisser Physiognomieen, deren
hausbackener unfreundlicher Typus ihm wie eine Beleidigung erschienen;
es wandelte ihn eine wahre Lust an, diejenigen zu ohrfeigen, welche da
langsamen Schrittes mit gelehrter Miene und gesenkten Augen über die
Strasse gingen, wie auch jene, die sich in den Hüften wiegen und sich
gar wohlgefällig in Spiegelscheiben zulächeln, oder jene anderen wieder,
die eine ganze Welt von Gedanken zu bewältigen scheinen, indem sie mit
der wichtigsten Miene den albernsten Klatsch und den haarsträubendsten
Blödsinn der Tagesblätter verschlingen und einfach wiederkäuen.
Er witterte bei allen eine so eingewurzelte Dummheit, einen solchen
Abscheu gegen seine eigenen Ideen, eine solche Verachtung der
Litteratur, der Kunst, kurz, was er verehrte, als wäre es ihnen erblich
angeboren oder in ihre beschränkten Krämerseelen eingeankert, die,
schliesslich nur auf Gaunerei und Geld erpicht, wie alle unbedeutenden
und schwachen Geister, nur für niedrige Zerstreuungen der gemeinen
Politik eingenommen sind, so dass er wütend nach Hause ging, um sich mit
seinen Büchern einzuschliessen.
Kurz, er hasste mit ganzer Kraft die neuen Generationen, diese Vertreter
moderner Flegelei, die das Bedürfnis haben, überall in den Speisesälen
und Kaffeehäusern laut zu schreien und unverschämt zu lachen, die uns
auf der Strasse wüst anrennen, ohne um Verzeihung zu bitten, oder einem
auch wohl einen Kinderwagen zwischen die Beine schieben, ohne sich zu
entschuldigen oder kaum den Hut zu lüften.