Eine Ahnung von der Bedeutung dieser Regeln begann bereits in den
Köpfen der Kleinen zu dämmern. So z. B. »Folge niemals einem Dinge, das
du nicht riechen kannst!« Das war ihnen klar, denn wenn sie es nicht
riechen konnten, stand der Wind so, daß es sie riechen mußte.
[Illustration: Lobo legt die Fallen bloß]
Nach und nach lernten sie alles kennen, was da in ihrem heimatlichen
Forste kroch und flog, und als sie groß genug waren, um mit ihren
Eltern weitere Ausflüge unternehmen zu können, kamen ihnen noch viele
neue Tiere zu Gesicht. Bald bildeten sich die Kleinen ein, sie wüßten
alles; jedoch eines Nachts nahm sie die Mutter mit hinaus ins Feld und
zeigte ihnen einen fremdartigen, flachen Gegenstand, der auf der
Erde lag. Die Alte brachte ihre Jungen dorthin, damit sie an diesem
unbekannten Ding riechen sollten, und beim ersten Schnüffeln standen
ihnen alle Haare zu Berge, sie zitterten an allen Gliedern und wußten
nicht warum – es schien in ihrem Blut zu kitzeln und sie mit Haß und
Furcht zu erfüllen. Als die Alte die Wirkung sah, flüsterte sie ihnen
zu: »Das ist Menschengeruch.«