§. 69.
Der Aufgang des Buddhaismus bildet für Hinterasien einen historischen
Abschnitt von ähnlicher Schärfe und Tragweite, wie der Beginn des
Mittelalters für die europäische Menschheit. Dass die bildenden
Künste in Indien von der neuen, dort zuerst heimischen Lehre vielfach
befruchtet wurden, kann keinem Zweifel unterliegen. Welcher Art aber
der Umschwung war, welchen die bildenden Künste erfuhren, ist bei
unserer Unkenntniss ihres früheren Zustandes unmöglich anzugeben.
Ueberdies führen die Anfänge der buddhaistischen Kunst in die Nähe des
absoluten Anfanges der Kunst zurück; die Stupas gehören in die Reihe
der einfachsten und ursprünglichsten Kunstorganismen, die wir kennen,
wodurch eine neue Schwierigkeit, die Natur der Kunst des indischen
Alterthums zu bestimmen, erwächst. Denn wenn eine spätere Kunststufe
dem Anfange der Kunst so nahe steht, wie soll man sich die älteren
Glieder beschaffen denken? Damit soll das hohe Alter der indischen
Kunstthätigkeit nicht abgeläugnet werden. Die Thatsache, dass im
Mahabharata und Ramayana Werke einer ausgebildeten Civilbaukunst,
regelmässige Stadtanlagen, grosse und reiche Paläste angeführt werden,
beweist für sich das Dasein einer alterthümlichen Kunst, doch muss
ihr näheres Wesen erst entdeckt, die Chronologie der indischen Kunst
durch die Entzifferung der Inschriften festgestellt werden. Ueber kein
Land ist die kunsthistorische Kunde so sparsam gesäet, die Zahl leerer
Meinungen und oberflächlicher Ansichten so gross, als gerade über
Indien.
Ueberall, wo der Buddhaismus sich ausbreitete, schuf er %Stupas% zur
Aufbewahrung von Reliquien und %Viharas% zur Wohnung der Priester.
Die Beschaffenheit der ersteren wurde an einer früheren Stelle
geschildert; die Viharas wurden häufig in Felsen ausgehöhlt und gaben
die Veranlassung zur Anlage ausgedehnter Felsbauten, auf welchen der
grösste Ruhm der indischen Baukunst beruht. Die erste baugeschichtliche
Nachricht besitzen wir von _Kandragupta's Enkel_, dem Könige _Açoka_
(246 v. Chr.), dem ersten indischen Fürsten, welcher die Sache des
Buddhaismus zur eigenen machte. Nicht weniger als 84,000 Tempel sollen
ihm ihre Erbauung verdanken, in acht Stupas vertheilte er die Reliquien
Buddhas. Ausführlicher ist unsere Kunde über die Bauunternehmungen
_Duschtagamanis_ auf Ceylon (161-137 v. Chr.). Der Eisenpalast
(_Lohapasada_) maass 225' im Umfange und erreichte die gleiche
Höhe. Er ruhte auf 1600 Säulen und stieg in 9 Stockwerken, in jedem
Stockwerke 100 Priesterzellen, empor. Die Mitte nahm eine offene Halle
ein, welche von Löwen-, Tiger-, göttergestaltigen Pfeilern getragen
wurde. Die Erzählung von dem Baue des riesigen Reliquienbehälters
oder Dagop (_Mahastupa_) ist vollkommen mährchenhaft, der Bau selbst
aber, aus Backsteinen über einer Grundfläche von 120 Schritten zu 189'
emporgeführt, unter dem Namen des Ruanwelli erhalten.
Zu den ältesten Felshöhlen rechnet man ferner: Sieben Felshöhlen
bei Gajâ oder Burabur. Eingänge in Pyramidenform führen in das
glatt polirte gewölbte Innere, welches im Grundrisse bald viereckig
(46'-19'), bald oval ist und in einer Höhle mit einer Nische, in
einer anderen mit einem Dagop schliesst. Eine zweite Höhlengruppe
findet sich in Orissa auf dem Berge des Sonnenaufganges %Udajagiri%.
Mit Ausnahme einer einzigen Höhle sind die übrigen in Zellen getheilt,
von mässiger Tiefe, der Zugang aber ist gewöhnlich unter einer von
Pfeilern getragenen Galerie angebracht. Alle diese Bauwerke reichen
einige Jahrhunderte vor unsere Zeitrechnung zurück. Die ungenügende
Untersuchung derselben bleibt um so bedauerlicher, als eine der
Udajagirihöhlen (_Ganeça Kumbha_) durch die Vortrefflichkeit ihrer
Reliefskulpturen (Schlachtscenen) gerühmt wird. In unsere Zeitrechnung
dagegen fallen die ausgedehnteren Felsbauten, an welchen namentlich
das westliche Indien so reich ist; so die Felsenklöster zu %Ajanta%.
Die einfachste Form derselben ist ein offener Altan als Vorhalle mit
einer quadratischen Zelle dahinter; in einigen Fällen folgen die
Zellen nicht unmittelbar dem Altane, sondern liegen einer inneren
viereckigen Halle zur Seite. Die Wandmalereien in einer Höhle: Löwen,
Gazellen, ein betender Knabe harren noch ihrer genauen Beschreibung.
Der nächste Fortschritt dieser Höhlenarchitektur wird durch die
Erweiterung der inneren Halle gewonnen. Die grössere Fläche derselben
verlangte eine Unterstützung der Felsdecke durch Pfeiler (in Ajanta
achteckig ohne Basis und Kapitäl, aber durchgängig bemalt), wodurch
wieder eine Gliederung des Raumes in Schiffe hervorgerufen wurde. Die
Decke der Schiffe ist durchgängig gerippt, die Rippen theils in den
Felsen eingehauen, theils aus Holz gearbeitet. Im Hintergrunde erhebt
sich der einfache, massive Dagop mit dem hölzernen Sonnenschirme, zur
Seite liegen kleinere Zellen. Derartige Bauten finden sich in Ajanta,
bei Bag und Karli. Hier beträgt die Gesammtlänge des Tempels 146' bei
einer Breite von 46'; die Länge des Mittelschiffes, welches durch je 15
Säulen von den Seitenflügeln getrennt ist, 31'. Vor dem Tempel erhob
sich auf zwei Pfeilern eine in Holzwerk reich verzierte Musikgalerie,
wie solche bei den Tempeln der Gainasekte noch heutzutage üblich ist,
und in dem grossen Felstempel auf der Insel %Salsette% sich erhielt.
Keine Anlage zur Grottengattung gehörig, geniesst einen so grossen
Ruhm und nimmt einen so gewaltigen Umfang ein, als die Bauwerke
von %Ellora%. Ein Bergkranz von Granit, länger als eine Stunde in
Ausdehnung, ist zu Grotten, Tempeln, Höfen, Skulpturen ausgehöhlt und
in einen Wunderbau von mährchenhafter Pracht verwandelt. Unter den 13
namentlich angeführten Tempeln erschienen besonders reich gebildet: die
Grotten Indras, in zwei Stockwerken, von Pfeilern getragen, von Höfen
umgeben und durch schmale Gänge mit den benachbarten Anlagen verbunden,
der Tempel des Visma-Karma, mit zierlich ausgemeisselten offenen
Vorhallen, äusseren Galerien und einer dreischiffigen Grotte, deren
Decke, ein natürliches Tonnengewölbe, durch breite Rippen gegliedert
ist, und schliesslich der %Kailasa%, ein Raum von 400' Länge und 150'
Breite, bis zu einer Tiefe von 100' ausgehöhlt, so dass in der Mitte
der Felsen zu Tempeln ausgehauen übrig blieb, die Umgebung zu einem
Hofe ausgegraben wurde. Die angrenzenden Felsenwände waren gleichfalls
architektonisch bearbeitet, in Pfeilergänge verwandelt und gleich den
Tempeln untereinander, durch Felsbrücken mit dem Mittelbaue verbunden.
Der Haupttempel, der grösste bekannte Monolith, 17' hoch, worüber sich
ein Dom bis zu 90' erhebt, 103' lang, 56' breit, wurde von 16 Pfeilern
gestützt und an den Ecken von Elephantenkolossen getragen. Andere
freistehende Felsmonumente finden sich auf der entgegengesetzten Seite
Indiens, an der Koromandelküste, unter dem Namen von %Mahamalaipur%
vor. Ihre architektonische Beschaffenheit ist minder anziehend als die
Reliefdarstellungen, welche sich an den Felswänden in unübersehbarer
Schaar hinziehen.
Die Thurmbauten, welche theils isolirt, theils in Verbindung mit
anderen Anlagen (%Pagoden%) in Indien vorkommen, lassen sich sämmtlich
auf die Grundform der Hügel zurückführen. Die einfachsten Denkmäler
dieser Gattung, die Stupas in Kabulistan, wurden bereits an einer
anderen Stelle beschrieben; gegliederter sind die fünf Topengruppen
bei %Bhilsa%, mit vier Thoren versehen, durch Säulen gegliedert,
an den Thorwegen mit reichen Skulpturen geschmückt. Im Laufe der
Zeit werden diese Thurmpyramiden immer glänzender ausgebildet
und als architektonische Schaustücke behandelt. Sie bilden einen
Hauptbestandtheil der Pagodenbauten, welche über einen weiten Raum
ausgedehnt, ein landschaftliches Gepräge entfalten, innerhalb der
Umfassungsmauern zahlreiche Einzelbauten, heilige Teiche, Baumgruppen,
Portiken u. s. w. bergen. Solche Pagodenbauten sind im Gebiete von
%Madhura% (Ramisseram), Tanjore (Chillambrum), Orissa (Jaggernaut,
Bhavanasvera) besonders zahlreich, und wurden mit dem Buddhaismus
auch nach Hinterasien (Java: die 116' hohe Pyramide zu Boro-Budor)
verpflanzt. Die Pyramide zu Chillambrum, welche als Durchgang dient,
steigt in 7 Stockwerken zu einer Höhe von 150' empor und ist an
den Aussenseiten mit Ornamenten und Skulpturen vollkommen bedeckt.
Selten steht die Architektur eines Volkes in einem so unmittelbaren
und klar ersichtlichen Zusammenhange mit der Naturumgebung, wie die
indische. Die Naturmächte, die Indiens geistiges Leben bestimmten,
und allen Regungen des Volkes den Stempel zerfliessender Ueppigkeit
und Maasslosigkeit verliehen, haben auch die Gestalt der Architektur
bedingt und ihr den Charakter der Kolossalität, des Schrankenlosen
und Ungeheuren, und auf der anderen Seite wieder der Skulptur das
Gepräge des unbestimmt Weichlichen gegeben. So klar aber auch das
allgemeine Wesen der indischen Kunst auftritt, so wenig ist ihre
besondere Beschaffenheit bekannt. Auffallend erscheint die Verbindung
des Holzbaues mit Grottenwerken, regellos die Formen der Pfeiler und
der kleineren Bauglieder. Nicht zu vergessen ist freilich der Umstand,
dass die indischen Baumeister durch ihr Material, den lebendigen
Felsen, nicht wenig gebunden waren, und von seiner Beschaffenheit
die Formen des Baues abhängig blieben. So erklärt sich die bunte
Mannigfaltigkeit der Dachformen, wo neben dem symbolisch bedeutsamen
Dome geschweifte Dächer, einfache Giebeldächer u. s. w. sich erheben,
oder die Verschiedenheit in der Pfeilerbildung. Charakteristisch
dagegen und leicht verständlich ist die Anwendung thierischer Gestalten
als architektonischer Schmuck, sei es an den Kapitälen der Säulen, oder
in selbständiger Weise, so dass thierische Kolosse den Oberbau tragen.
Eine scharfe Trennung zwischen Baukunst und Bildnerei findet sich in
Indien noch nicht ausgesprochen.
Die gerechte Würdigung der indischen Skulptur und Malerei muss bis zur
näheren Erkenntniss der Felsskulpturen und Wandmalereien aufgeschoben
bleiben. Die wenigen Denkmäler, welche nach Europa gelangten, zeigen
bei der Darstellung weiblicher Formen und ruhiger Situationen einen
ausgebildeten, aber weichlichen Formensinn; wie weit die allen Gesetzen
der Plastik entgegenlaufenden Göttergestalten auf das Kunstgefühl
Einfluss nahmen, in welchem Grade die Polychromie in der indischen
Architektur herrschte, sind Fragen, welche wie die andern von der
Einwirkung der griechischen Kunst auf einzelne indische Bauwerke (die
Tempel auf Takti-Suleiman, bei Islâm-âbâd und Pajak in Kaçmira sollen
griechische Bauglieder besitzen) von der Zukunft beantwortet werden
müssen.
§. 70.
So weit der Buddhaismus in %China% eindrang, hatte er die Verpflanzung
buddhaistischer Bauformen, namentlich des Dagop, zur Folge. Auf diese
Gestalt lassen sich sowohl der mit grünen Porzellanplatten belegte
und mit buntfarbigem Holzdache versehene Thurm von Nanking (1413
errichtet), wie die berühmte Pagode bei Tschinkiang-fu zurückführen.
Bei beiden ist die Form der Pyramide, in 9 Absätzen allmälig
aufsteigend, beibehalten, bei der letztgenannten aber als Material
Gusseisen gewählt, der innere Raum mit Ziegeln ausgefüllt. Das
bedeutendste Baudenkmal der Chinesen ist unstreitig das Grab Tait'su's,
aus dem 14. Jahrhundert bei Nanking, unter dem Namen Horang-lin (Gräber
der Könige) bekannt. Eine halbkreisförmige Allee von Elephanten-,
Löwen-, Hunden-, Pferden- und Soldatenpaaren begrenzt, führt zum
Begräbnissplatze, welcher drei geräumige, durch Höfe getrennte und auf
Terrassen angelegte Bauten in sich schliesst. Der erste Bau bildet die
Vorhalle; der zweite, die kaiserliche Halle, wird von 36 hölzernen
Riesensäulen getragen und misst 260' in der Länge, 100' in der Breite.
Der dritte aus Kalkstein errichtete Quadratbau steht am Fusse eines
Hügels, auf welchem sich drei Erdkegel, die eigentlichen Gräber,
befinden. Man erkennt unschwer, wie die primitiven Bauformen hier
wie in Indien, zwar mannigfach modificirt und mit reicher Dekoration
versetzt, aber nicht organisch umgewandelt wurden. Im Uebrigen müssen
die Erzeugnisse der chinesischen Kunst den kulturgeschichtlichen
Disciplinen zur Darstellung überlassen bleiben.
§. 71.
Die Kulturbewegung in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung
ergriff auch %Persien% und schuf auf diesem bildungssatten Boden eine
reizende Episode, da zur nachhaltigen Wirkung die Kraft im Angesichte
des anstürmenden Mohamedanismus nicht ausreichte. Es ist darunter
die durch die Sassaniden versuchte Restauration der altpersischen
Zustände, des Feuerdienstes und des Zoroasterschen Gesetzes (221-642
v. Chr.) gemeint. Folgen auch die bildenden Künste in dieser Periode
einem verwandten Streben, so können sie doch die früheren Berührungen
mit der antiken Kunst, welche seit den Heerzügen _Alexanders_ im
Oriente heimisch wurde, nicht verläugnen, am wenigsten die Architektur
der Sassaniden. Wir besitzen ausgedehnte Baureste in Madain oder
Ktesiphon: Tak-i-Kesra, dann in der Nähe von Mosul in Al Hathr,
einem Tempel und Palaste angehörig und aus einer Reihe gewölbter
Hallen von verschiedener Grösse bestehend, in Schapur bei Kazerun
mit den Resten einer Palastmauer und einem theaterartigen Baue, in
Takt-i-Bostán mit 2 tiefen in den Felsen gehauenen Hallen, deren
Façadenschmuck von den mannigfachen Einwirkungen der antiken Kunst
aussagt. Zu beiden Seiten des Bogens der grösseren Halle sind zwei
vertikale Gesimse von gräzisirender Form angebracht; um den Bogen
schlingt sich eine doppelte Bordüre ineinander verschlungener Linien;
am Beginne desselben stehen zwei geflügelte Figuren, unverkennbare
Nachbilder römischer Viktorien. Auch das Innere der Halle ist mit einem
Friese mit Weinlaub und kannelirten Pilastern, an die korinthische
Ordnung erinnernd, geschmückt. In den Felsbauten erkennen wir ein
heimisches, orientalisches Element, die Details sind theils der
altpersischen (Lotoskapitäle, die Hohlkehlen der Kranzgesimse),
theils der spätantiken Kunst entlehnt; das Neue, man möchte sagen
Mittelalterliche, was in der Sassanidenkunst auftritt, ist die
consequente Anwendung der Bogen und Kuppeln. Die Bogen nähern sich
der Hufeisenform, die Kuppeln sind überhöht, die Wölbung regelmässig
als Tonnengewölbe angelegt. Die Existenz des Spitzbogens unter den
Sassaniden ist vorläufig noch fraglich. Auch die sogen. Feueraltäre,
die bei Naksch-i-Rejib und sonst noch entdeckt wurden, haben mit der
persischen Bautradition nichts gemein. Es sind dies massive Felswürfel,
die Ecken mit plumpen Säulen eingefasst, die Zwischenräume in Bogenform
vertieft, das Ganze mit Zinnen gekrönt.
Die wichtigsten Denkmäler der Sassanidenskulptur sind sechs
Basreliefs zu Naksch-i-Rustam: Lanzenkämpfe, der Triumph Schapurs
über Valerian, die Uebergabe eines Diadems durch Ormuzd an Ardeschir,
den Wiederhersteller der altpersischen Ordnung, und durch diesen
an die Königin u. s. w., ein Felsrelief von 16' Höhe und 12'
Breite bei Rhey, die Reliefs in Schapur, andere in Takt-i-Bostan,
Jagdscenen, Reiterfiguren vorstellend und auch grössere Statuen:
eine Kolossalfigur, roh zugehauen in Takt-i-Bostan, die den Namen
der Geliebten des Khosru-Purviz, der schönen Schirin, führt, und
eine andere in den Trümmern von Schapur, angeblich das Porträtbild
_Sapors I._ Der Inhalt der zahlreichen Relieftafeln zeigt, dass die
Bildnerei unter den Sassaniden den gleichen Zwecken diente, wie unter
den Achämeniden, und eine Chronik des Hoflebens gibt. Eine geringere
Verwandtschaft offenbart die Form, welche von dem strengen Ernste des
altpersischen Styles wesentlich abweicht, und wenn man die grössere
Freiheit der Bewegung als ein fremdes, von Rom und Griechenland
eingeführtes Element in Abschlag bringt, das Sinken des Kunstsinnes,
jedenfalls eine Vermischung von Stylarten, die keine reine Frucht
erzeugen können, verrathet.
Wie viel von der Sassanidenkunst als befruchtendes Element nach
dem Sturze des Reiches übrig blieb, und in der Kunst des folgenden
mohamedanischen Zeitalters sich erhielt, kann bei dem mangelhaften
Zustande unserer Kenntniss der orientalischen Bildung im Mittelalter
nicht angegeben werden.