Einstimmig berichtete die deutsche Presse das im Dezember vorigen Jahres
zu Arnstadt in Thüringen erfolgte Ableben Wilhelm Härings, genannt
Willibald Alexis, mit dem Ausdruck der innigsten Teilnahme. Die
gewandtesten dichterischen Gaben, edle menschliche Eigenschaften, ein
Charakter voll Gesinnung und ein herbes tragisches Schicksal hatten die
Nachrufe, ganz in der ungeteilten Hingebung, wie sie in den Blättern
erschollen, verdient.
Wenn die "Allgemeine Zeitung", diesmal später kommend als andere Organe
der Öffentlichkeit, ihren Nachruf nicht ganz in dem Ton einer bloßen
Trauerrede am Grabe hält, sondern persönlicher auf den Verstorbenen
eingeht, so wolle man darin ein Bestreben erblicken, uns das Bild des
Dahingegangenen recht nahe zu rücken. Schon die Wendung dieser Nachrufe,
daß der Tod den Unglücklichen, der fast fünfzehn Jahre in geistiger und
körperlicher Paralyse gelebt hatte, "von seinen Leiden erlöste", ist
nicht vollkommen zutreffend. Die liebevol1ste Hingebung einer erst in
spätern Jahren geheirateten Gattin, einer geborenen Engländerin, die
Pflege derselben, die an Geduld ihresgleichen suchte, diese war es, die
erlöst wurde. Der Gegenstand eines bewunderungswürdigen Kultus der Liebe
selbst fühlte kaum sein Leid in ganzer Größe. Die Stunden, die Tage, die
Jahre schwanden an dem Beklagenswerten in seinem Rollsessel gleichmäßig
dahin. Er glaubte, die volle Klarheit seiner Ideen zu besitzen und nur am
Aussprechen derselben verhindert zu sein. Eine in Westermanns
"Monatsheften" gegebene photographische Abbildung der äußeren Erscheinung
Härings in den Tagen seines Leidens zeigt einen--lachenden Demokrit, der
der Welt gegenüber sein besseres Teil gefunden zu haben scheint. In der
Tat gibt das Bild den vollen Gegensatz der geistesklaren Zeit des edlen
Toten, wo seine Mienen in der Regel den Ausdruck der Besorgnis, des
ängstlich aufgeregten Beschäftigtseins durch die Zeit, des bänglichen
Erwartens düsterer öffentlicher Erlebnisse trugen.
Von "Leiden erlöst"? Gewiß! Aber doch noch zu modifizieren. Die ganze
Sehnsucht eines an die Bedingungen Norddeutschlands gebundenen Herzens
ging bei Häring auf idyllisches "Am Land"-Wohnen. In seinen jungen Jahren
suchte er einen ihm innewohnenden Trieb, irdische Hilfsquellen, die ihm
zu Gebote standen, zu Spekulationen und sogar im Sinn unserer heutigen
neuen großstädtischen Gründer-Ideen zu verwenden, mit seiner Liebe zur
Natur zu vereinigen. Wie mit Ironie auf seinen Namen suchte er unter den
alten Eichen und in den Fischerhütten Heringsdorfs an der Ostsee den
Besuch eines poetisch gelegenen Seebades zu fördern. Später gab er seine
dortige Besitzung mit ihren nur relativen Schönheiten auf und zog sich,
seiner ganzen Kraft sich noch bewußt und mit literarischen Plänen, deren
einige auch dort noch ausgeführt wurden, nach Arnstadt, einer ohne
Zweifel--ich kenne den altberühmten Ort nicht--reizend gelegenen Stadt,
die schon manchen Dichter angezogen hat. Da erzählt man von Härings
anmutiger Besitzung, von seiner Liebe zur Natur selbst trotz seiner
geschwächten Geisteskräfte. Wenn die Rosen blühten, sammelten liebliche
junge Mädchen, Verwandte seiner Gattin, die sich schon entblätternden
verblühten Blumen und bewarfen damit den im Rol1stuhl Sitzenden. Anakreon
wünschte sich solche Spiele mit der Jugend. Auch unser Dulder lachte
herzlich. Ist ihm also das demokritische Antlitz der Photographie bis
zuletzt geblieben, so rief ihn der Tod aus einer Welt, die er bei alledem
und alledem ungern verließ. Sein Lebensende war keineswegs das seines
gekrönten Widersachers in Sanssouci, der ihm einst auf eine vertrauens-
volle Übersendung eines seiner "märkischen Romane" oder bei einer
sonstigen Annäherung, welche Huld und Güte voraussetzte, die bekannt-
gewordenen rauhen, verletzenden Worte entgegenherrschte: "Er hätte sich
von ihm in seiner politischen Haltung eines Bessern versehen." Auch
Friedrich Wilhelm IV. hatte das Los, gelähmt zu werden wie Dr. Häring.
Aber jener bot ein Bild des Jammers, wenn er unter den Bäumen Sanssoucis,
die den an Plänen und Ideen überreichen genialen Kronprinzen einst unter
sich hatten wandeln, zeichnen, malen, studieren sehen, gefahren wurde und
nichts mehr von der Welt erkannte. Häring ließ sich in seinem Rollsessel
an seine Blumen fahren und pflegte diese.
Unsere jüngere Generation macht sich das Leben eines solchen
abscheidenden Charakters früherer Tage nach äußern Notizen leicht
zurecht. Geboren den 23. Juni 1797, Studierender der Rechte, Referendar,
Mystifikator des Publikums mit einer Nachahmung Walter Scotts--dann eine
Zusammenfassung seiner letzten Tätigkeit, die dem "brandenburgischen
Roman" gewidmet gewesen--und der Kern scheint getroffen zu sein. Und
dennoch bieten diese Momente für den Forscher, der dem Sein und Werden,
dem Umirren und Wegeverfehlen, dem Suchen und Finden in der Literatur
folgt, bei weitem nicht die genügenden Anhaltspunkte. Man las bisher über
Häring nur Zusammenfassungen, kurze Resümees einer dahineilenden Zeit,
die ihre Opfer der Pietät rasch vollzieht, immer bedacht, nur bald wieder
auf sich selbst zurückzukommen.
Bei solchen Resümees fehlt natürlich auch das Zuviel nicht. Die
"märkischen Romane" des dahingegangenen Vortrefflichen sind in der Tat
nicht ganz so hoch zu stellen, wie sie etwa die Ankündigung des
Buchhändlers stellt, der sie als Eigentum besitzt und sie gern "in jeder
deutschen Hütte eingebürgert" sehen möchte. Diese Romane sind reich an
Vorzügen aller Art. Doch reißen sie nicht durch eine mächtige und
eigentümliche Erfindung fort. Es sind sinnig gedachte, doch nur mit
reproduktiver Umständlichkeit langsam sich fortbewegende Kulturstudien
(übertreibend bis zu Phantasien) über eine Mark Brandenburg, die jetzt
mit Gewalt aus einer bescheidenen Magd in eine seither verkannte Königin
aufgeputzt werden soll. Das Toilettenstück ist ja im vollen Gange. Hätte
man nicht Berechtigung, jetzt auszurufen: Wollt doch nicht Feigen lesen
von den Disteln, und Trauben von den Dornen! Wollt doch nicht die alten
Gesetze dessen, was schön ist, auf den Kopf stellen! Seitdem unsere
Reichstagsabgeordneten ihre Exkursionen nach Potsdam machen und erstaunt
zurückkehren, dort so herrliche Bäume, große Gewässer, sogar in Berlins
nächster Nähe Spuren von "Gegend" zu finden, hat man die märkischen
Tannen- und Fichtenwälder, diese durchsichtigen Linienregimenter, überaus
poetisch, ja im verwehten Flugsand und dessen dürftiger Vegetation
landschaftliche Stimmung finden wollen. Kauft man dann noch gar in
Gründer-Compagnien diesen Sand mit Fichtenwäldern in Masse und will
Deutschland einladen, dort Hütten, d.h. Villen, zu bauen, dann zwingt in
der Tat die Außerkurssetzung des Murg- und Nero-Tals, des rauschenden
Waldes um Eisenach oder Berchtesgaden zum Widerspruch--auch gegen die
Übertreibung des Poetischen, das sich in Härings märkischen Romanen
finden soll. In allem Ernst, durch das Preisen und Aufputzen des
Dürftigen, Ärmlichen, Unzulänglichen der Mark versündigt man sich an
jener Welt, die seither für schön gegolten hat und deren Zaubergewalt
auch dem märkischen Romantiker Häring selbst zu oft vor die Seele trat,
als daß es ihn nicht mächtig nach dem Süden hätte ziehen, zu dem
Geständnisse zwingen sollen: "Ja in Neapel!" Seine "Wiener Bilder" sind
eine wahre Befreiung des Gemüts vom Tifteln einer Stimmung, die sich auch
in Pankow und Schönhausen bei Berlin (ja, ja, die Eichen und Erinnerungen
Schönhausens sind schön, und wäre nur dem Park mehr Pflege zu wünschen!)
dem großen Naturgeiste nahe fühlen möchte. In dem frisch geschriebenen
Buche, das wir nannten, wird dem deutschen Süden, der blauen Donau, den
schneebekränzten Alpen, seinen Menschen und Sitten ihr volles
Recht zuteil.
Vor sechs Jahren, bald nach den Tagen von Königgrätz und Nikolsburg,
brachte die "Allg. Ztg." einen Aufsatz: "Willibald Alexis und die
'preußische' Dichtung unserer Zeit." Der Verfasser war einer der
begabtesten unserer jüngern Erzähler, Wilhelm Jensen. Dieser, selbst aus
Deutschlands nordischer Mark, aus den Herzogtümern, gebürtig, glaubte mit
seinem beredten Fürwort einen Beitrag zu geben zur Annäherung zwischen
deutschem Süd und Nord. Der Streit, welcher in der Familie geführt worden
wäre, hieß es, müßte auch in der Familie geschlichtet werden. "Wenn ein
Dichter oder irgendein Mann der Gegenwart es vermag, die Abneigung
auszutilgen, welche sich des deutschen Südens gegen den Norden, gegen
Preußen und vor allem gegen dasjenige, was man sich gewöhnt hat, als den
Kern und Typus dieses Volkes anzusehen, gegen die Mark Brandenburg und
ihre Hauptstadt bemächtigt hat, so ist es Willibald Alexis." Der junge
Nordlandssohn fordert Süddeutschland auf, an diese Quelle der Versöhnung,
"die Werke des Hrn. G. W. Häring", sich zu begeben. Scherenberg, setzt er
hinzu, Hesekiel, Fontane (Namen, die seit Jahren die Ansprüche auch der
"Kreuzzeitung" auf den Parnaß vertreten) reihen sich dann bei dem
Vermittler an den Hauptvertreter der geistigen Versöhnung an, welchem der
vielleicht feurigste Mund, der sich je über einen noch lebenden Autor
ergangen hat, Opfer der Anerkennung bringt, die in der Tat den Leser
fortzureißen vermögen, weil der frische Geist der Huldigung Satz für Satz
zu gleicher Zeit Behauptungen aufstellt, die frappieren, zum Nachdenken
reizen, zuweilen als unhaltbar, oft aber als treffend erscheinen dürfen
und somit zuletzt den Leser in einen Strudel von Herrlichkeiten
fortreißen, die er alle in Willibald Alexis' Romanen finden soll....
Das Wahre daran sei dahingestellt. Soviel steht fest, Härings, des
unglücklichen Mannes, dem wir das innigste Andenken bewahren, Entwicklung
ging nicht mit so ausgedehnten Schwingen, nicht mit solchen Adlerflügeln.
Niedrig war der Strich seines Fluges niemals. Niemals--um ebenfalls
märkisch zu reden--glich er dem Kiebitz, der bald links, bald rechts die
Beine verschränkend am Meeresstrande dahinstreicht. Nein, was konnte an
sich kühner sein, als ein Erstlingswerk mit dem Namen Walter Scotts
einzuführen? Eine Tat, die man damals als Eulenspiege1streich belachte.
Jetzt hat uns die "Kritik des gesunden Menschenverstandes" so
gewissensstreng gemacht, daß wir in der Wiederholung eines solchen alten
Literaturspaßes einen bedenklichen Kasus verletzter Moral--"Zuchtlosigkeit"
sagten ja wohl die alten "Grenzboten"--erblicken würden! Aber der
belletristische Trieb des jungen Exreferendars tastete lange bald nach
diesem, bald jenem Gebiete hin, folgte allerlei Impulsen, künstlich
gepflegten Neigungen. Seine Natur ließ nichts frei aus einem übervollen
Innern hervorströmen. Selbst die Chronik der Bühnen Berlins weist einige
dramatische Anläufe auf, die schnell wieder aufgegeben wurden. Die "Allg.
Ztg." bucht einmal die Ereignisse. So darf sie auch die Zeiten nicht
überspringen und die Tage nicht vergessen, wo Häring noch zu den
Unentschlossenen gehörte, wo Ludwig Börne jenen mit gutem Essig und gutem
Öl (beim Salat will das alles sagen) angerichteten "Härings-Salat"
schrieb, Erinnerungen an die Zeit, wo Wilhelm Häring und Ludwig Robert,
damals zensurgemäße Belletristen der Restaurationsperiode, den zum Besuch
nach Berlin gekommenen Frankfurter Humoristen, der einen allbewunderten
Aufsatz über die Sontag geschrieben hatte, durch die Straßen und
Gesellschaften Berlins führten, worauf bei jeder Vorstellung eines
eilends vorüberschießenden Bekannten regelmäßig derselbe Dialog
hervorgebracht wurde. Vorstellung: "Hofrat! Börne!" Verwunderung und
Entzücken: "Börne? Sontag? Göttlich!" Es war die Zeit nach der
Julirevolution, wo so mancher in Liberalismus gar so weise und vorsichtig
machte und nur den Anschauungen des Polizeistaates verfiel. In jenen
Tagen bot besonders die Haltung einer großen Leipziger Buchhandlung mit
ihren einflußreichen Blättern und Sammelwerken, die im literarischen
Verkehr wenigstens Nord- und Mitteldeutschlands entschieden den Ton
angaben, den Mittelpunkt für eine Richtung, der sich auch Häring allzu
eng anschloß. Die junge aufstrebende Bewegung der Geister innerhalb der
schönen Literatur, dann die sich vorzugsweise aus dem Universitätsleben
entwickelnde philosophische Kritik wurden von dorther bekämpft. Aus jener
Zeit stammt der "Neue Pitaval", wo schon der Name des Mitherausgebers,
Kriminaldirektors Hitzig, auf diejenige Berliner Sphäre schließen läßt,
wo man freisinnig am Teetisch war, im Büro aber tat, was die
Obern wollten.
Und auch darin irren sich unsere schnell zusammenfassenden, nur aus dem
Konversationslexikon orientierten Nekrologe, daß sie schon von "großen
Erfolgen" z.B. des "Cabanis" sprechen. Nein, unser wackerer Freund hat
sich redlich mühen, gegen eine "See von Plagen" und "die Pfeile des
Geschicks" rüsten müssen. Ein junger Verleger namens Fincke wollte das
Manuskript des "Cabanis" durchaus in sechs Teilen bringen. Da mußte der
letzte und vorletzte Band jeder kaum 100 Seiten betragen! Diese
unglückliche Idee, die ein warmes, spannendes Interesse bei einem
sprunghaft, abgerissen gearbeiteten Werk nicht aufkommen ließ, wurde nur
durch eine für jene Zeit des bedruckten Löschpapiers überraschend
geschmackvolle Ausstattung einigermaßen wiedergutgemacht. Mißmutig über
die Art, wie sich die Buchhändler zu den Autoren zu stellen pflegen,
begründete Häring selbst eine Buchhandlung. Die Operationen seines
Kapitals deckte ein anderer Name. Auch hier traten Mißerfolge,
Bekümmernisse, Verwicklungen aller Art ein. Die Hoffnung auf eine
Würdigung seiner märkischen Romane, die zunächst durch Härings mächtig
pulsierendes Heimatgefühl und vielleicht auch durch Nachahmung des
vielgepriesenen Kleistschen "Kohlhaas" hervorgerufen wurden, betrog ihn
nur innerhalb Berlins nicht. Nach außen hin fand sich kein Interesse. Nur
die "Inexpressibles" des Hrn. v. Bredow belustigten....
Das Jahr 1848 überraschte unsern rastlos tätigen, immer geistesfrischen
Wilhelm Häring in Italien. Eine Stellung, die er zur "Vossischen Zeitung"
antrat, führte ihn rasch in die richtige Straße der Bewegung, bewahrte
ihn vor unklarem Wählen und Handeln in Tagen, wo so viel geirrt, so viel
bereut worden ist. Diesem Entschluß, einem viel gelesenen Blatte seinen
emsigen Fleiß, seine gewandte Federführung, sein reiches Wissen auf allen
Gebieten nutzbar zu machen, widmete er sich mit voller Hingebung. Er tat
es mit befreitem, von Vorurteilen erlöstem Sinn. So vieles, worauf auch
er in den vormärzlichen Tagen noch Nachdruck gelegt hatte, war ja
vergessen. Alles Mehr oder Minder, alles So oder So hatte neuen, größeren
Geschenken des Jahrhunderts Platz gemacht. Jene vormärzliche Annäherung
an einen Fürsten, von welchem er Anerkennung seiner patriotischen
Vorliebe für märkische Dörfer, Sandwege mit einsam frierenden Halmen,
Tannenwälder mit Eichhörnchen und gewissen wie schon gedörrt auf die Welt
kommenden Blüten, speziell märkischen Rispengattungen (ich charakterisiere
eine Naturbetrachtung, die uns mit Adalbert Stifter im Salzkammergut
entzücken, zwischen "Schierke und Elend" nur zur Verzweiflung bringen
kann)--diese Annäherung konnte ihm keine Demütigung, keine öffentlich
auferlegte Kränkung mehr bringen. In den vormärzlichen Tagen besuchte ich
ihn in Berlin. Wie leise hauchte er jedes Wort! Wie spionenhaft belauscht
fühlte sich all sein Tun! Ganz in Varnhagens Weise spürte er überall
Ungewitter und Heimliches in der Luft. Dieser Druck war endlich gefallen
und die schönste Frucht der Erhebung durch die Zeit wurde Härings bester
Roman: "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht." In diesem ausgezeichneten
Gemälde hatte man nichts von den weglosen Längen seiner märkischen Walter
Scottiaden, von den langen Konversationen nicht mithandelnder Personen,
von den gewissen Theater-Reminiszenzen in den Situationen und Charakteren.
Hier waren die historisch erwiesenen Persönlichkeiten wie im Portraitstil
gehalten. Haugwitz, Lucchesini, die Pioniere des preußischen Unterganges,
traten so greifbar und in so spannend verbundenen Situationen vor unser
Auge, daß uns noch jetzt, jedesmal wenn die Droschke gemütlich durch die
Linden- oder Brüderstraße schlendert, die in den historischen Häusern
derselben (wenn sie nicht schon demoliert sind) spielenden Begebenheiten
dieses Romans einfallen. Preußen war durch Olmütz auf die abschüssige
Seite der schiefen Ebene geraten. Über dem ganzen Gemälde lag das bange
Vorgefühl neuer verhängnisvoller Stürme, die für das damals von
Manteuffel regierte Preußen heraufziehen müßten....