Mond im Fluten Traums verweht,
Nachtigallen dich besuchen.
Wickelst dich aus schweißigem Tuche,
Tanzest auf Balkonen spät,
Flackert noch ob dem Staket
Morgens klein der bunte Shawl.
Purpurküsse ausgesät
Schlürft er in den Städten fahl.
In der Autos Röcheltuten
Gluckst ihm dünn dein Husten ganz.
Sprengt er laut entzwei die Buden.
Zirpt der Karusselle Kranz.
». . . Jäh in Huren die hohl kichern
Schnappt dein höchster Triller über.
Rette uns zu dir hinüber
Engel . . .« Herbstlaub wischt der Dichter.
Unter Türen, Räderspeichen
Kauert brüchig das Gebild.
Harfenfinger in die Leichen
Krallt es schüttelnd, tönend wild.
»Wiesen streust du aus. Im Gang
Kräuseln Wälder. Ströme Falten
Zündeln hoch in mystischem Schwang.
Kniee stoßen grad basalten.
Um die Schläfe schmiegt dein Gang.
Langsam schmilzt der Stern ins Haar.
Flöte summt der Samowar.
Weite Weite gräbt sich trüber.
Rollt ein Atem -- Nächte Wind.
Pferdeaugen blühn im Kind.
Engel rette uns hinüber! . . .«