II

Mond im Fluten Traums verweht,

Nachtigallen dich besuchen.

Wickelst dich aus schweißigem Tuche,

Tanzest auf Balkonen spät,

Flackert noch ob dem Staket

Morgens klein der bunte Shawl.

Purpurküsse ausgesät

Schlürft er in den Städten fahl.

In der Autos Röcheltuten

Gluckst ihm dünn dein Husten ganz.

Sprengt er laut entzwei die Buden.

Zirpt der Karusselle Kranz.

». . . Jäh in Huren die hohl kichern

Schnappt dein höchster Triller über.

Rette uns zu dir hinüber

Engel . . .« Herbstlaub wischt der Dichter.

Unter Türen, Räderspeichen

Kauert brüchig das Gebild.

Harfenfinger in die Leichen

Krallt es schüttelnd, tönend wild.

»Wiesen streust du aus. Im Gang

Kräuseln Wälder. Ströme Falten

Zündeln hoch in mystischem Schwang.

Kniee stoßen grad basalten.

Um die Schläfe schmiegt dein Gang.

Langsam schmilzt der Stern ins Haar.

Flöte summt der Samowar.

Weite Weite gräbt sich trüber.

Rollt ein Atem -- Nächte Wind.

Pferdeaugen blühn im Kind.

Engel rette uns hinüber! . . .«

Verbrüderung: Gedichte · 第 19 / 50 题