III

Wir möchten uns begreifen

Hindurch, ja ganz das Unsere

In tauben Küssen fühlen.

Das alles: Bett, Fluß, Stühle,

Im Haar von Rosa Schleifen . . .

Das aber schreit als Unseres:

Im Schoß das Haupt zerwühlen,

Wie Stürme fetzend durch die Körper schweifen.

Oft nächtens wir uns tönend schwingen

Aus brüchigem Mund zu vollerem Baum.

Empor aus Tier und öliger Straße fingen

Auf Lüften selig gleitend ein wir Gott und Sternen-Raum.

Da stürzten Väter borstig-jähe

Herab den Trunkenen aus den Sphären.

Schwangere Mütter kreischend scheren

Ihm ab der Locken Schnee.

Das Grab klafft uns bereitet.

Flößte uns Gifte ein im Trunk.

In Herbst-Laub fahl gekleidet

Wir schwieren in der Dämmerung

Der großen Städte. Quollen

Nicht Fahnen Ruß aus Stein und Schlot.

Man Nebel schlürft zum Abend-Brot.

Die Därme gleich Fabriken schollen.

Und Echo brüllte tausendfach.

Da rinnen Augen klein. Erwacht

Des Engels Daseins-Blüte?!

Er geußt die Lilien-Hand. Ein Strich

Bog ab der Brust den Messer-Stich.

Neu formt er Rock und Hüte.

Wie Bläue hell durchs Land geweitet

Schlug auf in uns er Zelt und Pfühl.

Am Firmament heroisch schreiten

Wir aus, zu Flöte süßestem Spiel.

Verbrüderung: Gedichte · 第 20 / 50 题