C.

Der Nacht quoll: schief verworren

Wölbt sich jetzt Morgen grad.

Du kannst ihn schreiten sehen

Ganz Wind und Schwebezeit.

Sein Aug umstreichen Flüsse.

Tosender Wälder Schwung

Flackt um der Berge Schulter.

Des Tages Purpurküsse.

Du kannst ihn schreiten sehen.

Nicht Qual fretzt ihn. Kein Dorn.

Der Nacht quoll: schief verworren

Ganz Wind und Schwebezeit.

Aus Lilienfinger geußt dem

Gekrümmten Schwangeren Balsam.

Säuglingen, den Asylen

Träuft er der Lippen Brod.

(. . . einst stürzten Worte Unflat,

Nun schmilzt ein Mond im Tönen.

Wie Quell springts aus der Flöte Horn.

Jetzt kaum noch Mietskasernen stöhnen . . .)

Du kannst ihn schreiten sehen

-- die goldenen Wagen rauschen --

Mit schmetterndem Tempostampfen,

Wo sich vor brüchigem Tor

Sein Volk in den Azur löst.

Verbrüderung: Gedichte · 第 18 / 50 题