Der Nacht quoll: schief verworren
Wölbt sich jetzt Morgen grad.
Du kannst ihn schreiten sehen
Ganz Wind und Schwebezeit.
Sein Aug umstreichen Flüsse.
Tosender Wälder Schwung
Flackt um der Berge Schulter.
Des Tages Purpurküsse.
Du kannst ihn schreiten sehen.
Nicht Qual fretzt ihn. Kein Dorn.
Der Nacht quoll: schief verworren
Ganz Wind und Schwebezeit.
Aus Lilienfinger geußt dem
Gekrümmten Schwangeren Balsam.
Säuglingen, den Asylen
Träuft er der Lippen Brod.
(. . . einst stürzten Worte Unflat,
Nun schmilzt ein Mond im Tönen.
Wie Quell springts aus der Flöte Horn.
Jetzt kaum noch Mietskasernen stöhnen . . .)
Du kannst ihn schreiten sehen
-- die goldenen Wagen rauschen --
Mit schmetterndem Tempostampfen,
Wo sich vor brüchigem Tor
Sein Volk in den Azur löst.