So würde es auch bei ihm, bei Franz Felder, sein!--

Denn es gab keine Ausnahme, _keine_.

Bei den meisten bildete die Militärzeit die Grenze. Diese Jahre einer

für den Sport brachgelegten Kraft überstanden nur wenige. Das

Abschiedsfest, das der Klub alljährlich seinen einberufenen

Mitgliedern gab, bedeutete für die meisten von ihnen auch den

Abschied von ihrer sportlichen Laufbahn. Nur wenige hatten nach ihrer

Rückkehr noch die Kraft und die Lust, die Ziele ihrer Jugend wieder

aufzunehmen und sich in neuen Verhältnissen an neue Kämpfe zu wagen.

Viele bewahrten der Sache wohl noch ihr Interesse, aber das Leben

forderte sie ein, und wie der Student ins Philisterium, so gingen sie

in ihren Beruf, und bald in ihm und der neugegründeten Familie auf.

Nicht alle. Durchaus nicht alle. Es gab manche, die selbst während

dieser Militärzeit noch Energie und Lust gefunden hatten, die alte

Fertigkeit nicht ganz einschlafen zu lassen und weiterzupflegen. Sie

kehrten zurück und waren nach kurzer Zeit wieder auf der alten Höhe.

Manche errangen erst jetzt ihre größten Erfolge; bei anderen wieder

schien die Übung "in den Waffen" erst ihre ganze Leibeskraft

herausgearbeitet zu haben.

Bei Felder traf das alles nicht zu. In seiner ausgesprochenen

Einseitigkeit, die nie eine andere Betätigung, als diese eine,

erlaubt hatte, die ihn scheitern ließ an jenem Versuch des Springens,

graute ihm vor der Zeit, die doch schon so dicht vor ihm lag. Er

wußte nicht, wie er sie überstehen sollte: in einer schmutzigen

Kaserne ohne Wasser!--

Der Schwimmer · 第 33 / 41 题