43. $Löslichkeit des kohlensauren Bleioxyds$ (zu §. 62. a.).

a. _In reinem Wasser._ Frisch gefälltes reines und wohl ausgewaschenes

Salz wurde mit Wasser von mittlerer Temperatur 8 Tage unter häufigem

Umschütteln digerirt. -- 84,42 Grm. des Filtrats hinterliessen, unter

Zusatz von etwas reiner Schwefelsäure abgedampft, 0,0019 schwefelsaures

Bleioxyd, entsprechend 0,00167 kohlensaurem Bleioxyd. Also löst sich

1 Th. desselben in 50551 Thln. Wasser. -- Diese Lösung blieb, mit

Schwefelwasserstoffwasser versetzt, völlig farblos, so dass auch beim

Hindurchsehen durch die in einem Probecylinder befindliche Lösung von

oben keine Färbung bemerkt werden konnte.

b. _In Wasser, welches ein wenig essigsaures Ammon und ausserdem

kohlensaures Ammon nebst Ammon enthielt._ Eine sehr verdünnte Lösung

von reinem essigsauren Bleioxyd wurde mit kohlensaurem Ammon und

Ammon im Ueberschuss versetzt, das Ganze gelinde erwärmt und mehrere

Tage stehen gelassen. -- 84,42 Grm. Filtrat hinterliessen, mit ein

wenig Schwefelsäure abgedampft, 0,0041 Grm. schwefelsaures Bleioxyd,

entsprechend 0,0036 Grm. kohlensaurem Salz. -- 1 Thl. desselben

erfordert demnach 23450 Thle. obigen Lösungsmittels. -- Die Lösung gab

mit Schwefelwasserstoff eine beim Durchsehen durch den Probecylinder von

neben kaum, von oben deutlich wahrnehmbare Färbung. Nach längerem Stehen

setzten sich Spuren von Schwefelblei ab.

c. _In Wasser, welches viel salpetersaures Ammon, ausserdem kohlensaures

Ammon und Aetzammon enthielt._ Eine sehr verdünnte Lösung von

essigsaurem Blei wurde mit Salpetersäure, dann mit kohlensaurem Ammon

und Ammon im Ueberschuss versetzt, gelinde erwärmt und 8 Tage stehen

gelassen. -- Das Filtrat mit Schwefelwasserstoff versetzt, gab eine

beim Hindurchsehen durch den Cylinder von neben wenig, von oben aber

sehr deutlich zu erkennende Bräunung. Die Quantität des gelösten Bleies

betrug unverkennbar etwas mehr als bei b.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 715 / 749 题