39. $Fällbarkeit des Chromoxyds durch Ammon$ (zu §. 55. a.).

Concentrirte, wie verdünnte, mit Salzsäure versetzte, wie neutrale

Lösungen von Chromchlorür und Chromalaun wurden mit Ammon im Ueberschuss

versetzt. Nach der Fällung abfiltrirt, zeigten alle Filtrate rothe

Farbe, -- nach vorhergehendem Kochen abfiltrirt, erschienen, sofern das

Kochen lange genug gedauert hatte, alle farblos.

40. $Löslichkeit des basisch kohlensauren Zinkoxyds in Wasser$

(zu §. 56. a.).

Völlig reines, frisch (heiss) gefälltes, basisch kohlensaures Zinkoxyd

wurde mit destillirtem Wasser erwärmt, dann viele Wochen unter häufigem

Umschütteln kalt digerirt. Die klare Lösung gab mit Schwefelammonium

nicht den geringsten Niederschlag, auch nicht nach längerem Stehen.

84,82 Grm. hinterliessen 0,0014 Grm. Zinkoxyd, entsprechend basisch

kohlensaurem Zinkoxyd (ZnO darin zu 74 Proc. angenommen) 0,0019. Demnach

würde 1 Theil erfordern 44642 Theile.

41. $Verhalten des Schwefelnickels zu Schwefelammonium etc.$

(zu §. 58. c.).

Eine verdünnte Lösung von reinem schwefelsauren Nickeloxydulkali

wurde mit farblosem, mit Schwefelwasserstoff vollkommen gesättigtem

Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium in der Art versetzt, dass von

letzterem ein ganz geringer Ueberschuss zugegen war. -- Mit dieser

gefällten Flüssigkeit wurden folgende Versuche gemacht.

a. Ein Theil wurde ohne Weiteres filtrirt. Das Filtrat war und blieb

völlig farblos und klar.

b. Ein Theil wurde mit überschüssigem, farblosem, vollkommen gesättigtem

Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium digerirt und dann

[Greek: a]. ohne Erwärmen abfiltrirt. Das Filtrat hatte einen kaum

wahrnehmbaren Stich ins Gelbe, es setzte bei längerem Stehen keinen

Niederschlag ab;

[Greek: b]. nach vorhergegangenem Erwärmen abfiltrirt. Das Filtrat

war etwas stärker gelblich, es setzte nach einigen Tagen etwas

Schwefelnickel ab.

c. Ein Theil wurde mit gelbem Schwefelammonium (aus vollkommen

gesättigtem Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium durch Einwirkung der

Luft erhalten) im Ueberschuss digerirt. Das Filtrat war gelb ohne Stich

ins Bräunliche; nach einigen Tagen hatte sich ein wenig Schwefelnickel

abgeschieden.

d. Ein Theil wurde mit Ammon enthaltendem Wasser kalt digerirt. Das

Filtrat war schwach bräunlich.

e. Ein Theil wurde mit Ammon und farblosem

Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium digerirt. Das Filtrat war deutlich

hellbraun. Nach einigen Tagen hatte sich daraus Schwefelnickel abgesetzt.

f. Ein Theil wurde mit Ammon und gelbem Schwefelammonium digerirt.

Das Filtrat war ebenfalls bräunlich und verhielt sich wie das in e.

genannte.

42. $Verhalten des durch Alkalien gefällten Kobaltoxydulhydrats$

(zu §. 59. a.).

a. Eine Lösung von Kobaltchlorür wurde mit Natronlauge kochend gefällt,

und der Niederschlag mit siedendem Wasser so lange ausgewaschen, bis

im Filtrat keine Spur Chlor mehr nachzuweisen war. Der getrocknete

und geglühte Rückstand, mit Wasser erwärmt, zeigte keine alkalische

Reaction. Er wurde durch Glühen in Wasserstoffgas reducirt, dann das

metallische Kobalt mit Wasser warm digerirt. Das abgegossene Wasser

zeigte selbst nach starkem Concentriren keine alkalische Reaction, das

metallische Kobalt dagegen, feucht mit Curcumapapier in Berührung,

bräunte dieses stark.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 714 / 749 题