26. $Analyse des Messings.$

Das Messing besteht bekanntlich aus 25-35 Proc. Zink und 65-75 Proc.

Kupfer. Ausserdem enthält es in der Regel noch kleine Mengen von Zinn

und Blei.

Löse etwa 2 Grm. in Salpetersäure. (Von letzterer ist nicht mehr zu

nehmen, als gerade nöthig, denn aller Ueberschuss muss wieder verdampft

werden.)

Bleibt ein unlöslicher Rückstand (Zinnoxyd), so ist derselbe -- nachdem

die Flüssigkeit mit Wasser verdünnt worden ist -- abzufiltriren. --

Zum Filtrat, oder -- wenn die Menge des Zinns zu gering war -- direct

zur Lösung, füge etwa 30 Tropfen verdünnte Schwefelsäure, verdampfe

auf dem Wasserbade zur Trockne, setze 100 C.C. Wasser zu und erwärme.

Bleibt ein Rückstand (schwefelsaures Bleioxyd) ungelöst, so ist

derselbe abzufiltriren und mit 50 C.C. Wasser auszuwaschen. (Da auf das

Verhältniss zwischen Wasser und Säure viel ankommt, so ist das Wasser zu

messen oder zu wägen.) Man fügt jetzt 45 C.C. Salzsäure zu den 150 C.C.

Flüssigkeit und fällt das Kupfer durch Schwefelwasserstoffgas (nicht

durch Schwefelwasserstoffwasser). Wenn die Flüssigkeit ausgefällt ist,

und das Schwefelkupfer sich abgesetzt hat, filtrirt man und wäscht mit

Wasser aus, dem man ein wenig Schwefelwasserstoffwasser zugemischt

hat. -- Das Schwefelkupfer wird sodann nach §. 95. 1. c. behandelt. --

Die von demselben abfiltrirte Flüssigkeit dampfe ein, sättige sie fast

mit Natronlauge, fälle mit kohlensaurem Natron (§. 85. a.). Ist das

erhaltene Zinkoxyd eisenhaltig, so bestimme darin das Eisen nach einer

der in §. 128 angegebenen Methoden.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 659 / 749 题