Die wesentlichen Bestandtheile des Natroliths sind, wie bekannt: Natron,
Thonerde, Kieselsäure und Wasser. -- Ausserdem findet man zuweilen Kalk
und Eisenoxyd.
Pulvere ein reines Stückchen durch Zerreiben im Achatmörser fein,
trockne das Pulver bei 100°.
a. Behandle etwa 1,5 Grm. mit Salzsäure und scheide die Kieselsäure ab,
genau nach §. 111. II. a., versäume nicht, sie auf ihre Reinheit zu
prüfen.
b. Das von der Kieselerde getrennte Filtrat fälle durch kohlensaures
Ammon und etwas Ammon, wasche den Thonerdeniederschlag erst durch
Decantiren, dann auf dem Filter aus etc. (§. 83. a.).
c. Da die Thonerde noch etwas Kieselsäure, ferner Kalk und Eisenoxyd
enthalten kann, so löse sie nach dem Wägen durch längere Digestion
mit concentrirter Salzsäure auf, filtrire die Kieselsäure ab, glühe
und wäge sie. -- Die Thonerdelösung übersättige mit Natronlauge, füge
etwas kohlensaures Natron zu, koche, lasse absitzen, decantire durch
ein Filter, koche einen etwaigen Niederschlag nochmals mit Natronlauge,
wasche ihn aus, löse ihn in Salzsäure und bestimme darin Eisenoxyd und
Kalk nach §. 127. B. 3. e. Zieht man von dem durch kohlensaures Ammon
entstandenen Niederschlage die darin gefundene Kieselsäure (welche auf
ihre Reinheit durch Aufschliessen zu prüfen ist), Eisenoxyd und Kalk ab,
so ergiebt sich die Thonerde.
d. Die von dem ersten Thonerdeniederschlage abfiltrirte Flüssigkeit
verdampfe man, zuletzt in einer Platinschale, und bestimme das darin
enthaltene Chlornatrium nach §. 77. 3.
e. Wäge etwa 1,5 Grm. des bei 100° getrockneten Natroliths und bestimme
das Wasser durch heftiges Glühen.