Reibe das ausgesuchte Stückchen Feldspath erst so im Achatmörser fein,
dann unter Zusatz von etwas Wasser, bis nicht das mindeste Knirschen
mehr zu hören ist (§. 14, S. 32). Die breiartige Masse trockne in einem
Porzellanschälchen bei 100°.
a. Schliesse etwa 1,5 Grm. mit der vierfachen Menge kohlensauren
Natron-Kalis auf (§. 111. II. b. [Greek: a].), und scheide die
Kieselsäure nach §. 111. II. a.
b. Die von der Kieselsäure getrennte Lösung behandle zur Bestimmung
der Thonerde (sowie der mit derselben gewöhnlich noch niederfallenden
kleinen Mengen von Kieselsäure und von Eisenoxyd, auch wohl von
alkalischen Erden), wie es bei Natrolith (Nro. 25 der Uebungsbeispiele)
angegeben ist.
c. Schliesse etwa 1 Grm. des Feldspathpulvers mit Fluorwasserstoffgas
auf und zerlege die gebildeten Kieselfluormetalle durch Abdampfen mit
Schwefelsäure. Nachdem der Ueberschuss der letzteren entfernt, und
die schwefelsauren Salze in Salzsäure und Wasser gelöst sind, fälle
die Schwefelsäure durch ganz vorsichtigen Zusatz von Chlorbaryum
und vermeide jeden irgend bedeutenden Ueberschuss. (Sollte man zu
viel zugesetzt haben, so setzt man wieder einige Tropfen verdünnte
Schwefelsäure zu, so dass zuletzt nur ein geringer Ueberschuss von
Chlorbaryum in Lösung ist.) -- Filtrire nun und fälle das Filtrat durch
kohlensaures Ammon und Ammon. Der Niederschlag ist Thonerde, welche
etwas kohlensauren Baryt und Eisenoxyd und -- wenn Kalk und Magnesia
zugegen sind -- auch diese enthält. Im Filtrat bestimme das Kali als
Chlorkalium (§. 76. 3.). Ehe seine Menge als richtig betrachtet werden
kann, muss man sich überzeugen, dass die Lösung des Salzrückstandes
durch Ammon und kohlensaures Ammon klar bleibt. -- Will man die Thonerde
nochmals bestimmen, so löst man den sie enthaltenden Niederschlag in
Salzsäure, fällt den Baryt aufs Vorsichtigste mit einigen Tropfen
verdünnter Schwefelsäure, filtrirt und verfährt dann wie in Nro. 25 der
Uebungsbeispiele.