Man verkohlt zunächst etwa 100 Grm. der bei 100° getrockneten Substanz
im Platin- oder Thontiegel bei dunkler Rothglühhitze, reibt die
verkohlte Masse im Porzellanmörser fein, mischt sie mit 20-30 Grm.
Platinschwamm aufs Innigste, bringt das Gemenge portionenweise in eine
flache dünne Platinschale und erhitzt über der Lampe mit doppeltem
Luftzuge. Nach kurzer Zeit, noch ehe dies Gemenge ins Glühen gekommen
ist, fängt jedes Kohlentheilchen an zu verglimmen, und die Oberfläche
des schwarzen Gemenges überzieht sich mit einer grauen Schicht. Durch
fleissiges, vorsichtiges Umrühren mit einem kleinen Platinspatel
erneuert man die Oberfläche und befördert die Verbrennung. So lange noch
unverbrannte Kohle in der Masse enthalten ist, findet ein Verglimmen
statt, sobald sie aber vollständig verbrannt ist, hört jedes sichtbare
Erglühen der Masse auf, auch wenn man dieselbe stärker erhitzt. Sind
sämmtliche Portionen eingeäschert, so mischt man gleichförmig, trocknet
scharf und wägt. Zieht man das Gewicht des zugesetzten Platins ab, so
erhält man das der Asche.