4. Einäscherung mit Hülfe von Platinschwamm, nach H. $Rose$.

Man verkohlt zunächst etwa 100 Grm. der bei 100° getrockneten Substanz

im Platin- oder Thontiegel bei dunkler Rothglühhitze, reibt die

verkohlte Masse im Porzellanmörser fein, mischt sie mit 20-30 Grm.

Platinschwamm aufs Innigste, bringt das Gemenge portionenweise in eine

flache dünne Platinschale und erhitzt über der Lampe mit doppeltem

Luftzuge. Nach kurzer Zeit, noch ehe dies Gemenge ins Glühen gekommen

ist, fängt jedes Kohlentheilchen an zu verglimmen, und die Oberfläche

des schwarzen Gemenges überzieht sich mit einer grauen Schicht. Durch

fleissiges, vorsichtiges Umrühren mit einem kleinen Platinspatel

erneuert man die Oberfläche und befördert die Verbrennung. So lange noch

unverbrannte Kohle in der Masse enthalten ist, findet ein Verglimmen

statt, sobald sie aber vollständig verbrannt ist, hört jedes sichtbare

Erglühen der Masse auf, auch wenn man dieselbe stärker erhitzt. Sind

sämmtliche Portionen eingeäschert, so mischt man gleichförmig, trocknet

scharf und wägt. Zieht man das Gewicht des zugesetzten Platins ab, so

erhält man das der Asche.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 587 / 749 题