5. $Phosphorsäure von Oxalsäure.$

a. Sollen beide Säuren in einer Portion bestimmt werden, so versetzt man

die wässerige Lösung mit überschüssigem Natriumgoldchlorid, erwärmt und

bestimmt aus der Menge des reducirten Goldes die der Oxalsäure (§. 108.

b. [Greek: a].). Im Filtrate scheidet man zunächst das überschüssige

Gold durch Oxalsäure ab und fällt dann die Phosphorsäure mit

schwefelsaurer Magnesia. -- Löst sich die Verbindung nicht in Wasser,

so wendet man Salzsäure an und verfährt nach §. 108. b. [Greek: b]. Aus

dem Filtrate fällt man alsdann das Gold durch Schwefelwasserstoff ohne

Erwärmen.

b. Ist soviel Substanz vorhanden, dass man getrennte Portionen verwenden

kann, so bestimmt man in einer die Oxalsäure nach §. 108. c., in einer

zweiten die Phosphorsäure. Ist die Substanz in Wasser löslich, so

kann letztere -- wenn die Menge der Oxalsäure nicht zu sehr vorwaltet

-- geradezu mit schwefelsaurer Magnesia bei Anwesenheit von Salmiak

und Ammon gefällt werden; anderenfalls glüht man die Substanz mit

kohlensaurem Natronkali, zerstört so die Oxalsäure und bestimmt die

Phosphorsäure im Rückstande.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 407 / 749 题