6. _Methoden, welche auf der Ausfällung regulinischer Metalle beruhen._

a. $Zinn von Antimon nach Gay-Lussac.$ -- Man erwärmt einen gewogenen

Theil der fein zertheilten Legirung (oder auch einer sonstigen

Verbindung) mit Salzsäure, fügt chlorsaures Kali in kleinen Portionen

zu, bis zu erfolgter Lösung, und theilt alsdann die Flüssigkeit in

zwei gleiche Theile, a. und b. In a. fällt man beide Metalle durch

einen Zinkstab, spült sie ab und wägt sie; -- b. erwärmt man, nachdem

man ziemlich viel Salzsäure zugesetzt hat, mit einem Zinnstreifen

längere Zeit. -- Durch diese Operation wird das Antimon vollständig

als schwarzes Pulver abgeschieden und das Zinnchlorid zu Chlorür

reducirt. Man spült das Antimon mit Salzsäure enthaltendem Wasser von

dem Zinnstreifen ab, sammelt es auf einem gewogenen Filter, trocknet und

wägt es. Die Quantität des Zinns ergiebt sich als Differenz.

b. $Bestimmung des Arsens in metallischem Zinn$, nach $Gay-Lussac$[63].

-- Man löst das laminirte oder durch Eingiessen in Wasser gekörnte

Metall in einem Gemenge von 1 Aeq. Salpetersäure und 9 Aeq. Salzsäure

in gelinder Wärme auf. Die Auflösung erfolgt ohne Gasentwickelung,

es bildet sich Zinnchlorür und Chlorammonium. Das Arsen bleibt als

Pulver zurück. NO_{5} + 9ClH + 8Sn = 8SnCl + NH_{4}, Cl + 5HO. Das

Königswasser darf daher in nicht viel grösserem Verhältniss angewendet

werden, als auf 8 Aeq. Metall 1 Aeq. NO_{5} und 9 Aeq. ClH.

[63] Ann. de Chim. et de Phys. 23. 228. -- $Liebig$ und $Kopp$ Jahresb.

1847 und 1848, S. 968.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 402 / 749 题