2. _Methode, welche auf der Anwendung des Ammons beruht._

Man fällt die salzsaure, nöthigenfalls mit etwas Salmiak versetzte,

Lösung mit Ammon und filtrirt den der Hauptsache nach aus Thonerde und

Eisenoxyd bestehenden, aber auch kleinere Mengen von Manganoxydul,

Kalk- und Bittererde enthaltenden Niederschlag ab. Nach bestem

Auswaschen trocknet, glüht und wägt man denselben und löst ihn dann

durch Digestion mit concentrirter Salzsäure oder durch Schmelzen mit

saurem schwefelsauren Kali auf. Die Lösung kocht man erst mit etwas

schwefligsaurem Natron, dann mit Natronlauge und bringt so alle Thonerde

in Lösung (§. 128. B. 1. a.). Den Rückstand löst man, nach bestem

Auswaschen, in Salzsäure, fällt das Eisenoxyd mit bernsteinsaurem Ammon

und bestimmt entweder im Filtrat die kleinen Mengen von Mangan, Kalk

und Bittererde besonders -- was wegen möglichen Alkaligehaltes sicherer

ist -- oder man vereinigt das Filtrat mit dem vom Ammonniederschlag

abfiltrirten und verfährt damit nach 1.

Sättigt man vor dem Zusatz des Ammons die Flüssigkeit mit Chlor, so

erhält man alles Mangan im ersten Niederschlage; bei kleinen Mengen

desselben genügt Zusatz von Chlorwasser. -- Es ist dies in der Regel

zweckmässig.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 395 / 749 题