Man fällt die salzsaure, nöthigenfalls mit etwas Salmiak versetzte,
Lösung mit Ammon und filtrirt den der Hauptsache nach aus Thonerde und
Eisenoxyd bestehenden, aber auch kleinere Mengen von Manganoxydul,
Kalk- und Bittererde enthaltenden Niederschlag ab. Nach bestem
Auswaschen trocknet, glüht und wägt man denselben und löst ihn dann
durch Digestion mit concentrirter Salzsäure oder durch Schmelzen mit
saurem schwefelsauren Kali auf. Die Lösung kocht man erst mit etwas
schwefligsaurem Natron, dann mit Natronlauge und bringt so alle Thonerde
in Lösung (§. 128. B. 1. a.). Den Rückstand löst man, nach bestem
Auswaschen, in Salzsäure, fällt das Eisenoxyd mit bernsteinsaurem Ammon
und bestimmt entweder im Filtrat die kleinen Mengen von Mangan, Kalk
und Bittererde besonders -- was wegen möglichen Alkaligehaltes sicherer
ist -- oder man vereinigt das Filtrat mit dem vom Ammonniederschlag
abfiltrirten und verfährt damit nach 1.
Sättigt man vor dem Zusatz des Ammons die Flüssigkeit mit Chlor, so
erhält man alles Mangan im ersten Niederschlage; bei kleinen Mengen
desselben genügt Zusatz von Chlorwasser. -- Es ist dies in der Regel
zweckmässig.