III. Trennung des Chromoxyds von der Thonerde.

§. 125.

Man schmelzt die Oxyde mit dem doppelten Gewichte salpetersauren Kalis

und dem vierfachen an kohlensaurem Natron in einem Platintiegel,

behandelt die geschmolzene Masse mit siedendem Wasser, spült Alles

aus dem Platintiegel in eine Porzellanschale oder ein Becherglas,

setzt ziemlich viel chlorsaures Kali hinzu, übersättigt schwach mit

Chlorwasserstoffsäure, dampft zur Syrupconsistenz ein und fügt während

des Eindampfens portionenweise noch mehr chlorsaures Kali zu, um die

freie Salzsäure wegzuschaffen. Man verdünnt jetzt mit Wasser und fällt

die Thonerde durch kohlensaures Ammon oder Ammon nach §. 83. a. Sie

fällt frei von Chromoxyd nieder. Im Filtrate bestimmt man das Chrom nach

§. 104. -- Unterlässt man das Eindampfen mit Salzsäure und chlorsaurem

Kali, so wird durch die in der Flüssigkeit enthaltene salpetrige Säure

ein Theil der Chromsäure reducirt, und es fällt somit bei Zusatz von

Ammon mit der Thonerde Chromoxyd nieder ($Dexter$)[39].

[39] $Pogg$. Ann. 89. 142.

$Vierte Gruppe.$

$Zinkoxyd, Manganoxydul, Nickeloxydul, Kobaltoxydul, Eisenoxydul,

Eisenoxyd.$

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 387 / 749 题