§. 126.
A. Allgemeine Methoden.
1. $Sämmtliche Oxyde der vierten Gruppe von Ammon.$ Man verfährt wie bei
der Trennung des Chromoxyds und der Thonerde von Ammon (§. 123). (Man
hat dabei zu beachten, dass die Oxyde der vierten Gruppe, mit Salmiak
geglüht, sich folgendermaassen verhalten. Eisenoxyd wird zum Theil als
Chlorid verflüchtigt, Manganoxyde verwandeln sich in oxydoxydulhaltiges
Manganchlorür, Nickel- und Kobaltoxyde gehen in regulinische Metalle
über, Zinkoxyd verflüchtigt sich bei Luftzutritt als Chlormetall, H.
$Rose.$)
2. $Sämmtliche Oxyde der vierten Gruppe von Kali und Natron.$ Man
versetzt mit Ammon bis neutral, dann mit _Schwefelammonium_ und filtrirt
die Schwefelmetalle von der die Alkalien enthaltenden Flüssigkeit
ab. Bei der Ausführung hat man die beim Schwefelnickel (§. 87. b.)
angegebenen Vorsichtsmaassregeln wohl zu beachten, andernfalls bleibt
ein Theil desselben gelöst. Das Filtrat wird mit Salzsäure angesäuert,
eingedampft, der Schwefel abfiltrirt, das Filtrat zur Trockne gebracht,
der Rückstand zur Entfernung der Ammonsalze geglüht und die Alkalien
nach den §. 120 angeführten Methoden bestimmt.
B. Specielle Methoden.
1. $Zinkoxyd von Kali und Natron$, durch Ausfällen des Zinks mit
Schwefelwasserstoff aus der Lösung der essigsauren Salze
(s. §. 128. B. 2. a.).
2. $Nickeloxydul und Kobaltoxydul von den Alkalien$, durch Glühen der
Chlormetalle im Wasserstoffstrom (s. §. 128. B. 4.).
3. $Eisenoxyd von Kali und Natron$, durch Ausfällen des Eisenoxyds mit
Ammon (s. §. 124. 1. A. 1.) oder Erhitzen der salpetersauren Salze
(s. §. 124. 1. A. 2.).