Handelt es sich darum, die sämmtlichen alkalischen Erden gleichzeitig
von dem Chromoxyd zu trennen, so führt man am besten das Chromoxyd in
Chromsäure über. Man vermischt zu dem Behuf die gepulverte Substanz mit
2 Theilen reinem _kohlensauren Natron_ und 2-1/2 Theilen _Salpeter_
und erhitzt in einem Porzellantiegel zum Schmelzen. Beim Behandeln
der geschmolzenen Masse mit heissem Wasser löst sich das Chrom als
chromsaures Alkali (in dem es nach §. 104 zu bestimmen ist), im
Rückstande bleiben die alkalischen Erden im kohlensauren oder auch
(Magnesia) kaustischen Zustande.
Dass $Baryt$ und, wenngleich minder genau, $Strontian$ vom Chromoxyd
auch durch _Schwefelsäure_, welche man zur sauren Lösung setzt, getrennt
werden können, braucht kaum erwähnt zu werden. Durch Ammon lässt sich
Chromoxyd nicht von den alkalischen Erden trennen, indem -- auch bei
Abschluss aller Kohlensäure -- Antheile der letzteren, mit dem Chromoxyd
verbunden, niederfallen. -- Kalk kann aus Lösungen, welche Chromoxydsalz
enthalten, durch oxalsaures Ammon nicht vollständig gefällt werden; wohl
aber durch Schwefelsäure und Alkohol (§. 81. 1.).