II. Trennung des Jods von den Metallen.

Die Jodmetalle werden ebenso wie die entsprechenden Chlormetalle

analysirt. Will man in Jodalkalimetallen, welche freies Alkali

enthalten, das Jod als Jodsilber fällen, so sättige man zuerst das

freie Alkali beinahe ganz mit Salpetersäure, füge dann überschüssige

Silberlösung und endlich Salpetersäure bis zur stark sauren Reaction

zu. Fügt man von Anfang überschüssige Säure zu, so kann sich freies Jod

ausscheiden, welches von Silberlösung nicht vollständig in Jodsilber

verwandelt wird.

In Bezug auf die in Wasser unlöslichen Salze ist zu erwähnen, dass

man viele zweckmässiger durch Kochen mit Kali zersetzt, als in

verdünnter Salpetersäure löst, weil sich bei letzterem Verfahren leicht

Jod ausscheidet. Dies gilt namentlich von Kupfer-, Palladium- und

Quecksilberjodür. Bei den in Wasser löslichen Verbindungen kann man das

Jod auch als Palladiumjodür fällen.

$Anhang$: _Bestimmung des freien Jods_.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 353 / 749 题