Die Jodmetalle werden ebenso wie die entsprechenden Chlormetalle
analysirt. Will man in Jodalkalimetallen, welche freies Alkali
enthalten, das Jod als Jodsilber fällen, so sättige man zuerst das
freie Alkali beinahe ganz mit Salpetersäure, füge dann überschüssige
Silberlösung und endlich Salpetersäure bis zur stark sauren Reaction
zu. Fügt man von Anfang überschüssige Säure zu, so kann sich freies Jod
ausscheiden, welches von Silberlösung nicht vollständig in Jodsilber
verwandelt wird.
In Bezug auf die in Wasser unlöslichen Salze ist zu erwähnen, dass
man viele zweckmässiger durch Kochen mit Kali zersetzt, als in
verdünnter Salpetersäure löst, weil sich bei letzterem Verfahren leicht
Jod ausscheidet. Dies gilt namentlich von Kupfer-, Palladium- und
Quecksilberjodür. Bei den in Wasser löslichen Verbindungen kann man das
Jod auch als Palladiumjodür fällen.
$Anhang$: _Bestimmung des freien Jods_.