2. _Indirecte Bestimmung mittelst metallischen Kupfers._

a. (Nach $Levol$.) Man bringt die Kupferoxydlösung in ein mit einem

Glasstopfen verschliessbares Glas, fügt Ammon im Ueberschuss hinzu,

so dass man eine klare lasurblaue Lösung bekommt, füllt das Glas

mit ausgekochtem Wasser beinahe voll, stellt einen völlig blanken,

genau gewogenen Kupferstreifen hinein, verstopft fest und lässt bei

gewöhnlicher Temperatur stehen, bis die Flüssigkeit völlig farblos

geworden. Man nimmt alsdann den Kupferstreifen heraus, spült ihn

ab, trocknet und wägt ihn. Sein Gewichtsverlust giebt die Menge des

in der Lösung enthalten gewesenen Kupfers und zwar bei sorgfältiger

Ausführung mit grosser Genauigkeit an.--Unangenehm, ist der Umstand,

dass der Versuch 3-4 Tage und oft noch länger dauert. -- Dass bei dieser

Bestimmung in der Flüssigkeit neben dem Kupfer keine Metalle aufgelöst

sein dürfen, die durch Kupfer gefällt werden, liegt auf der Hand.

[Während $Riegel$ (Archiv der Pharm. 56, 40) befriedigende Resultate bei

Anwendung dieser Methode gewann, erhielt $Philipps$ (Annal. d. Chem. und

Pharm. 81, 208) 15 bis 20 Proc. zuviel.]

b. (Nach $Runge$.) Hat man eine von Salpetersäure (und Eisenoxyd) freie

Kupferchloridlösung, so kann man ihren Kupfergehalt auch in der Weise

bestimmen, dass man sie, in ziemlich verdünntem Zustande und mit freier

Salzsäure versetzt, in einem langhalsigen Kolben mit einem gewogenen

Kupferstreifen gelinde kocht, bis die Lösung farblos geworden, alsdann

den Kupferstreifen herausnimmt, gut abspült, trocknet und wägt (vergl.

§. 90). Resultate nach $Riegel$'s Versuchen befriedigend.

Dieses Verfahren ist fördernder, als das sub 2. a. angegebene.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 284 / 749 题