a. (Nach $Levol$.) Man bringt die Kupferoxydlösung in ein mit einem
Glasstopfen verschliessbares Glas, fügt Ammon im Ueberschuss hinzu,
so dass man eine klare lasurblaue Lösung bekommt, füllt das Glas
mit ausgekochtem Wasser beinahe voll, stellt einen völlig blanken,
genau gewogenen Kupferstreifen hinein, verstopft fest und lässt bei
gewöhnlicher Temperatur stehen, bis die Flüssigkeit völlig farblos
geworden. Man nimmt alsdann den Kupferstreifen heraus, spült ihn
ab, trocknet und wägt ihn. Sein Gewichtsverlust giebt die Menge des
in der Lösung enthalten gewesenen Kupfers und zwar bei sorgfältiger
Ausführung mit grosser Genauigkeit an.--Unangenehm, ist der Umstand,
dass der Versuch 3-4 Tage und oft noch länger dauert. -- Dass bei dieser
Bestimmung in der Flüssigkeit neben dem Kupfer keine Metalle aufgelöst
sein dürfen, die durch Kupfer gefällt werden, liegt auf der Hand.
[Während $Riegel$ (Archiv der Pharm. 56, 40) befriedigende Resultate bei
Anwendung dieser Methode gewann, erhielt $Philipps$ (Annal. d. Chem. und
Pharm. 81, 208) 15 bis 20 Proc. zuviel.]
b. (Nach $Runge$.) Hat man eine von Salpetersäure (und Eisenoxyd) freie
Kupferchloridlösung, so kann man ihren Kupfergehalt auch in der Weise
bestimmen, dass man sie, in ziemlich verdünntem Zustande und mit freier
Salzsäure versetzt, in einem langhalsigen Kolben mit einem gewogenen
Kupferstreifen gelinde kocht, bis die Lösung farblos geworden, alsdann
den Kupferstreifen herausnimmt, gut abspült, trocknet und wägt (vergl.
§. 90). Resultate nach $Riegel$'s Versuchen befriedigend.
Dieses Verfahren ist fördernder, als das sub 2. a. angegebene.