Man versetzt die Quecksilberlösung mit Salzsäure, sofern sie solche
noch nicht enthält, fügt Kalilauge zu, bis der Ueberschuss der Säure
beinahe, aber noch nicht ganz, gesättigt ist, vermischt mit einer Lösung
von ameisensaurem Natron im Ueberschuss und stellt 4 Tage lang an einen
60 bis 80° C. warmen Ort. Nach dieser Zeit filtrirt man die Lösung von
dem gefällten Quecksilberchlorür ab und bringt dieses auf ein bei 100°
getrocknetes und gewogenes Filter. Das Filtrat lässt man nochmals 24
Stunden bei 60 bis 80° C. stehen. Bildet sich in dieser Zeit wiederum
ein Niederschlag von Calomel, so filtrirt man denselben zum ersten und
lässt das Filtrat noch einmal in der Wärme stehen, -- bleibt hingegen
das Filtrat klar, so ist man sicher, alles Quecksilber auf dem Filter
zu haben. Man wäscht alsdann aus, trocknet bei 100° und wägt. --
Uebersteigt die Temperatur beim Fällen 80° um ein Erhebliches, so fällt
der Niederschlag durch eingemengtes Quecksilber grau aus. Der Versuch
ist in solchem Falle zu verwerfen.
Diese Methode schreckt durch ihre Langwierigkeit ab und giebt nur bei
grösster Vorsicht genaue Resultate. -- Wirklichen Werth hat sie nur für
die Scheidung des Quecksilbers von einigen anderen Metallen.