2. _Bestimmung als Quecksilberchlorür._

Man versetzt die Quecksilberlösung mit Salzsäure, sofern sie solche

noch nicht enthält, fügt Kalilauge zu, bis der Ueberschuss der Säure

beinahe, aber noch nicht ganz, gesättigt ist, vermischt mit einer Lösung

von ameisensaurem Natron im Ueberschuss und stellt 4 Tage lang an einen

60 bis 80° C. warmen Ort. Nach dieser Zeit filtrirt man die Lösung von

dem gefällten Quecksilberchlorür ab und bringt dieses auf ein bei 100°

getrocknetes und gewogenes Filter. Das Filtrat lässt man nochmals 24

Stunden bei 60 bis 80° C. stehen. Bildet sich in dieser Zeit wiederum

ein Niederschlag von Calomel, so filtrirt man denselben zum ersten und

lässt das Filtrat noch einmal in der Wärme stehen, -- bleibt hingegen

das Filtrat klar, so ist man sicher, alles Quecksilber auf dem Filter

zu haben. Man wäscht alsdann aus, trocknet bei 100° und wägt. --

Uebersteigt die Temperatur beim Fällen 80° um ein Erhebliches, so fällt

der Niederschlag durch eingemengtes Quecksilber grau aus. Der Versuch

ist in solchem Falle zu verwerfen.

Diese Methode schreckt durch ihre Langwierigkeit ab und giebt nur bei

grösster Vorsicht genaue Resultate. -- Wirklichen Werth hat sie nur für

die Scheidung des Quecksilbers von einigen anderen Metallen.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 278 / 749 题