a. Auflösung.
Viele Verbindungen des Eisenoxyduls lösen sich in Wasser. Das reine
Eisenoxydul, sowie seine in Wasser unlöslichen Verbindungen, werden
von Salzsäure fast ohne Ausnahme aufgenommen. Die Lösungen enthalten,
wenn sie nicht bei völlig abgehaltener Luft und mit absolut luftfreien
Lösungsmitteln bereitet werden, stets mehr oder weniger Chlorid. --
Einige in der Natur vorkommende Verbindungen müssen mit kohlensaurem
Natron aufgeschlossen werden, um sie erfolgreich mit Salzsäure behandeln
zu können. -- Die so erhaltenen Lösungen enthalten wenig oder kein
Chlorür mehr, sondern fast nur Chlorid. -- Das metallische Eisen löst
sich in Salzsäure und verdünnter Schwefelsäure unter Entwickelung
von Wasserstoff zu Chlorür oder schwefelsaurem Oxydul, in warmer
Salpetersäure zu salpetersaurem Oxyd, in Königswasser zu Chlorid.
b. Bestimmung.
Die Menge des Eisenoxyduls in einer Verbindung kann entweder durch
Ueberführung desselben in Oxyd und Wägen desselben, oder mittelst einer
Maassanalyse bestimmt werden. -- Beide Methoden sind in allen Fällen
ausführbar. -- Die Bestimmung des Eisenoxyduls aus der Quantität des
Goldes, welche es aus Goldchlorid zu reduciren vermag, soll bei der
Trennung des Eisenoxyduls vom Eisenoxyd besprochen werden, da dieselbe
nur zu diesem Zwecke angewendet zu werden pflegt.