3. _Bestimmung als schwefelsaures Kobaltoxydul._

a. Durch directe Ueberführung.

Enthält eine Lösung schwefelsaures Kobaltoxydul, so verdampft man

dieselbe geradezu, enthält sie eine flüchtige Säure, nach Zusatz einer

geeigneten Menge Schwefelsäure (dieselbe sei im Ueberschuss, aber nur

in geringem). Das Abdampfen geschieht entweder von vorn herein, oder

wenigstens gegen Ende in einer Platinschale oder einem Platintiegel. Man

erhitzt zuletzt vorsichtig bei allmälig gesteigerter Temperatur, die man

gegen Ende bis zum gelinden Rothglühen verstärkt, bis keine Dämpfe mehr

entweichen und das Gewicht des Tiegels constant bleibt.

Nach dem Wägen behandelt man das Salz mit heissem Wasser. Sollte sich

der Rückstand nicht völlig lösen (ein Zeichen, dass das Salz basisch

geworden ist), so löst man ihn in Salzsäure, bestimmt in dieser

Lösung die Schwefelsäure nach §. 105 und findet dann die Menge des

Kobaltoxyduls aus der Differenz. -- Resultate genau. -- Eigenschaften

des schwefelsauren Kobaltoxyduls §. 59.

b. Durch vorhergehende Fällung als Schwefelkobalt.

Man versetzt die Lösung mit etwas Salmiak, fügt Ammon hinzu bis zum

Vorwalten, vermischt mit Schwefelammonium, so lange ein Niederschlag

entsteht, lässt absitzen, filtrirt, wäscht mit Wasser aus, dem man

etwas Schwefelammonium zugesetzt hat, trocknet und verfährt nach der

bei Schwefelnickel (§. 87) angegebenen Weise, um das Kobalt wieder

in Auflösung zu bekommen. -- In der erhaltenen Lösung, welche stets

schwefelsäurehaltig ist, bestimmt man das Kobalt nach 3. a. -- Die

Fällung mit Schwefelammonium schliesst keine Fehlerquelle ein. --

Eigenschaften des Schwefelkobalts §. 59.

§. 89.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 241 / 749 题