a. Durch directe Ueberführung.
Enthält eine Lösung schwefelsaures Kobaltoxydul, so verdampft man
dieselbe geradezu, enthält sie eine flüchtige Säure, nach Zusatz einer
geeigneten Menge Schwefelsäure (dieselbe sei im Ueberschuss, aber nur
in geringem). Das Abdampfen geschieht entweder von vorn herein, oder
wenigstens gegen Ende in einer Platinschale oder einem Platintiegel. Man
erhitzt zuletzt vorsichtig bei allmälig gesteigerter Temperatur, die man
gegen Ende bis zum gelinden Rothglühen verstärkt, bis keine Dämpfe mehr
entweichen und das Gewicht des Tiegels constant bleibt.
Nach dem Wägen behandelt man das Salz mit heissem Wasser. Sollte sich
der Rückstand nicht völlig lösen (ein Zeichen, dass das Salz basisch
geworden ist), so löst man ihn in Salzsäure, bestimmt in dieser
Lösung die Schwefelsäure nach §. 105 und findet dann die Menge des
Kobaltoxyduls aus der Differenz. -- Resultate genau. -- Eigenschaften
des schwefelsauren Kobaltoxyduls §. 59.
b. Durch vorhergehende Fällung als Schwefelkobalt.
Man versetzt die Lösung mit etwas Salmiak, fügt Ammon hinzu bis zum
Vorwalten, vermischt mit Schwefelammonium, so lange ein Niederschlag
entsteht, lässt absitzen, filtrirt, wäscht mit Wasser aus, dem man
etwas Schwefelammonium zugesetzt hat, trocknet und verfährt nach der
bei Schwefelnickel (§. 87) angegebenen Weise, um das Kobalt wieder
in Auflösung zu bekommen. -- In der erhaltenen Lösung, welche stets
schwefelsäurehaltig ist, bestimmt man das Kobalt nach 3. a. -- Die
Fällung mit Schwefelammonium schliesst keine Fehlerquelle ein. --
Eigenschaften des Schwefelkobalts §. 59.
§. 89.