a. Auflösung.
Das Kobaltoxydul und seine Verbindungen, sowie das metallische
Kobalt, verhalten sich zu Lösungsmitteln wie die entsprechenden
Nickelverbindungen.
b. Bestimmung.
Die genaue Bestimmung des Kobalts ist mit besonderen Schwierigkeiten
verbunden, da es sich, wie $Fremy$ neuerlichst gezeigt hat, durch
Alkalien nicht als reines Kobaltoxydulhydrat fällen lässt, wie man
früher annahm. Der dafür gehaltene Niederschlag enthält nicht allein
stets kleine Mengen der Säure, sondern auch nicht unbeträchtliche Theile
des Alkalis, welche durch Auswaschen nicht zu entfernen sind. -- Ich
hoffte, dasselbe nach der Reduction des Oxyds mittelst Wasserstoffgases
durch Auskochen mit Wasser entfernen zu können, aber auch dies gelingt
nicht. Das wiederholt ausgekochte Metallpulver bräunt Curcuma immer noch
stark, wenn man es eine Zeit lang damit in Berührung lässt. -- Man muss
in Folge dieses Umstandes bei genauen Kobaltbestimmungen diese ältere
Methode ganz verlassen.
Die besten Formen, in welche das Kobaltoxydul zum Behufe der Wägung
übergeführt wird, sind das metallische Kobalt, das Kobaltoxyduloxyd und
das schwefelsaure Kobaltoxydul; häufig geht letzterer Bestimmung eine
Fällung als Schwefelkobalt voraus.
Man kann verwandeln:
1. $In metallisches Kobalt$: alle Kobaltsalze, welche durch
Wasserstoffgas unmittelbar reducirt werden können (Chlorkobalt,
salpetersaures, kohlensaures Kobaltoxydul etc.).
2. $In Kobaltoxyduloxyd$ (Co_{2}O_{3}, CoO): Kobaltoxyd und
salpetersaures Kobaltoxydul.
3. $In schwefelsaures Kobaltoxydul$: alle Kobaltverbindungen ohne
Ausnahme.