Man kann verwandeln in

$Nickeloxydul$:

a. _Durch Fällung als Nickeloxydulhydrat:_

Alle in Wasser löslichen Salze mit unorganischen Säuren, --

diejenigen unlöslichen, deren Säure sich beim Auflösen entfernen

lässt, -- alle Salze mit flüchtigen organischen Säuren.

b. _Durch Fällung als Schwefelnickel:_

Alle Nickelverbindungen ohne Ausnahme.

c. _Durch Glühen:_

Die Salze des Nickels mit leicht flüchtigen oder in der Hitze

zersetzbaren Sauerstoffsäuren (CO_{2}, NO_{5}), wie auch solche mit

organischen Säuren.

Die Bestimmungsweise c. ist, wenn sie zulässig, namentlich bei den

bezeichneten unorganischen Salzen, jeder anderen vorzuziehen. Die

Methode a. wird am häufigsten angewendet. Bei Gegenwart von Zucker oder

anderen nicht flüchtigen organischen Substanzen ist sie unzulässig,

daher man solche entweder vor der Fällung durch Glühen zerstören

oder aber die Methode b. wählen muss, welche ausserdem fast nur bei

Scheidungen in Anwendung kommt. -- Die Verbindungen des Nickeloxyduls

mit Chrom-, Phosphor-, Bor- und Kieselsäure werden nach den bei den

betreffenden Säuren anzugebenden Methoden analysirt.

_Bestimmung als Nickeloxydul._

a. Durch Fällung als Nickeloxydulhydrat.

Man versetzt die in einem Becherglase befindliche Lösung mit reiner

Natron- oder Kalilauge im Ueberschuss, erhitzt eine Zeit lang bis

nahe zum Sieden, decantirt und filtrirt (§. 31), wäscht mit heissem

Wasser aus, trocknet und glüht (§. 35). Gegenwart von Ammonsalzen oder

von freiem Ammon beeinträchtigt die Fällung nicht. -- Eigenschaften

des Niederschlages und Rückstandes §. 58. -- Die Methode giebt bei

behutsamer Ausführung ganz genaue Resultate. Man achte sorgfältig

darauf, dass das Auswaschen vollständig sei.

b. Durch Fällung als Schwefelnickel.

Die Ausführung dieser Bestimmungsweise erfordert die grösste

Aufmerksamkeit. Man verfährt am besten also:

Zu der mässig verdünnten Lösung setzt man, wenn nöthig, Ammon bis zur

Neutralität (die Reaction sei eher ein wenig sauer, als alkalisch), fügt

dann farbloses, völlig gesättigtes Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium

hinzu, so lange noch ein Niederschlag entsteht (man vermeide einen zu

grossen Ueberschuss), rühre tüchtig um, filtrire durch ein genässtes

Filter ab und wasche ohne Unterbrechung mit destillirtem Wasser, dem

man einen oder zwei Tropfen farbloses, völlig mit Schwefelwasserstoff

gesättigtes Schwefelammonium zugesetzt hat, vollständig aus. (Filtrat

und Waschwasser müssen ganz farblos sein.) Man trocknet alsdann den

Niederschlag im Trichter (§. 33) und schüttet ihn, so vollständig

wie möglich, in ein Becherglas. Das Filter äschert man auf dem

Deckel eines Platin- oder Porzellantiegels ein und bringt die Asche

zu dem getrockneten Niederschlage. Man übergiesst denselben nunmehr

mit concentrirtem Königswasser, digerirt in gelinder Wärme, bis

alles Schwefelnickel gelöst ist und der ungelöst bleibende Schwefel

rein gelb erscheint, verdünnt, filtrirt und fällt die Lösung nach

a. -- Eigenschaften des Niederschlages §. 58. Bei sorgfältigem

Verfahren fallen die Resultate genau aus. Nimmt man zum Fällen gelbes

Schwefelammonium, oder enthält die Lösung freies Ammon, so ist die vom

Schwefelnickel abfiltrirte Flüssigkeit immer mehr oder weniger bräunlich

gefärbt und enthält Schwefelnickel, was alsdann (durch Stehenlassen

an der Luft) nur schwierig ganz daraus entfernt werden kann. -- Würde

man den Niederschlag sammt dem Filter mit Königswasser behandeln, so

liesse sich aus der erhaltenen Lösung (weil sie organische Substanzen

enthielte) das Nickel nicht vollständig durch Kali fällen.

c. Durch Glühen.

Man verfährt wie bei Mangan §. 86.

§. 88.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 237 / 749 题