a. Auflösung.
Die Thonerdeverbindungen, welche sich nicht in Wasser lösen, werden
fast ohne Ausnahme von Salzsäure aufgenommen. In der Natur vorkommende
krystallisirte Thonerde (Sapphir, Rubin, Korund), wie auch künstlich
dargestellte nach heftigem Glühen, nicht minder viele natürlich
vorkommende Thonerdeverbindungen müssen durch Glühen mit kohlensaurem
Natron, kaustischem Kali oder Barythydrat zur Lösung in Salzsäure
vorbereitet werden. Manche Thonerdeverbindungen schliesst man
zweckmässiger mit saurem schwefelsaurem Kali auf (vergl. §. 22).
b. Bestimmung.
Die Thonerde wird nach §. 54 nur in einer einzigen Form gewogen,
nämlich als reine Thonerde. -- In diese Form bringt man sie entweder
durch Fällung als Hydrat und Glühen, oder durch blosses Glühen.