a. In Magnesiasalzen mit organischen Säuren.
Man erhitzt das Salz in einem verschlossenen Platintiegel anfangs
ganz gelinde, allmälig stärker, bis keine brenzlichen Producte mehr
entweichen, nimmt alsdann den Deckel ab, legt ihn an den schief
gestellten Tiegel und glüht, bis der Rückstand völlig weiss geworden. --
Eigenschaften des Rückstandes §. 53. Die Methode giebt um so genauere
Resultate, je langsamer man von Anfang erhitzt. In der Regel erhält man
ein Geringes zu wenig, weil mit den brenzlichen Producten Spuren des
Salzes entweichen. Magnesiasalze mit leicht flüchtigen Sauerstoffsäuren
(Kohlensäure, Salpetersäure) lassen sich in ähnlicher Art durch blosses
Glühen in Magnesia überführen.
b. Aus Chlormagnesium.
Man versetzt die eingeengte, in einem Porzellantiegel befindliche Lösung
mit reinem, durch Abreiben mit Wasser aufs Feinste zertheiltem und in
Wasser aufgeschlämmtem Quecksilberoxyd in solcher Menge, dass dessen
Sauerstoff mehr als hinreichend ist, alles vorhandene Chlormagnesium
in Magnesia zu verwandeln, dampft im Wasserbade ab, trocknet scharf,
bedeckt den Tiegel und glüht bei gesteigerter Hitze, bis das entstandene
Quecksilberchlorid, sowie der Ueberschuss des Quecksilberoxyds, entfernt
ist. (Man hüte sich, die beim Glühen entweichenden Dämpfe einzuathmen.)
Im Rückstande bleibt Magnesia, welche entweder geradezu im Tiegel
gewogen werden kann, oder welche man, sofern es sich um Scheidung
von Alkalien handelt, auf einem Filter sammelt, mit heissem Wasser
auswäscht, trocknet und glüht (§. 35).
$Dritte Gruppe der Basen.$
$Thonerde, Chromoxyd.$
§. 83.