3. _Bestimmung als reine Magnesia._

a. In Magnesiasalzen mit organischen Säuren.

Man erhitzt das Salz in einem verschlossenen Platintiegel anfangs

ganz gelinde, allmälig stärker, bis keine brenzlichen Producte mehr

entweichen, nimmt alsdann den Deckel ab, legt ihn an den schief

gestellten Tiegel und glüht, bis der Rückstand völlig weiss geworden. --

Eigenschaften des Rückstandes §. 53. Die Methode giebt um so genauere

Resultate, je langsamer man von Anfang erhitzt. In der Regel erhält man

ein Geringes zu wenig, weil mit den brenzlichen Producten Spuren des

Salzes entweichen. Magnesiasalze mit leicht flüchtigen Sauerstoffsäuren

(Kohlensäure, Salpetersäure) lassen sich in ähnlicher Art durch blosses

Glühen in Magnesia überführen.

b. Aus Chlormagnesium.

Man versetzt die eingeengte, in einem Porzellantiegel befindliche Lösung

mit reinem, durch Abreiben mit Wasser aufs Feinste zertheiltem und in

Wasser aufgeschlämmtem Quecksilberoxyd in solcher Menge, dass dessen

Sauerstoff mehr als hinreichend ist, alles vorhandene Chlormagnesium

in Magnesia zu verwandeln, dampft im Wasserbade ab, trocknet scharf,

bedeckt den Tiegel und glüht bei gesteigerter Hitze, bis das entstandene

Quecksilberchlorid, sowie der Ueberschuss des Quecksilberoxyds, entfernt

ist. (Man hüte sich, die beim Glühen entweichenden Dämpfe einzuathmen.)

Im Rückstande bleibt Magnesia, welche entweder geradezu im Tiegel

gewogen werden kann, oder welche man, sofern es sich um Scheidung

von Alkalien handelt, auf einem Filter sammelt, mit heissem Wasser

auswäscht, trocknet und glüht (§. 35).

$Dritte Gruppe der Basen.$

$Thonerde, Chromoxyd.$

§. 83.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 221 / 749 题