Man verfährt genau wie oben bei der Bestimmung des Kalis als
Kaliumplatinchlorid (§. 76) und zwar bei Salzen mit flüchtigen Säuren
nach [Greek: a], bei solchen mit nicht flüchtigen Säuren nach [Greek: b].
Die Methode giebt genaue Resultate. Zur Controle kann man das Filter
mit dem Platinsalmiak glühen und das Ammon noch einmal aus dem
rückbleibenden Platin berechnen. Die Resultate müssen übereinstimmen.
Das Glühen muss in einem bedeckten Tiegel und bei sehr allmälig
gesteigerter Hitze geschehen. Am besten ist es, den Niederschlag im
Filter eingewickelt bei aufgelegtem Tiegeldeckel lange Zeit mässig
zu erhitzen, darauf bei geöffnetem Deckel und schief gelegtem Tiegel
die Filterkohle bei allmälig gesteigerter Hitze zu verbrennen
(H. $Rose$). -- Ist der Platinsalmiak rein, wie schon aus seiner Farbe
und Beschaffenheit zu ersehen, so kann diese Controle erspart werden.
Erhitzt man nicht ganz behutsam, so erhält man bei der Bestimmung
aus dem Platin einen kleinen Verlust, veranlasst durch mit den
Salmiakdämpfen weggerissenen Platinsalmiak. -- Sehr kleine Mengen von
Ammoniumplatinchlorid sammelt man auf einem nicht gewogenen Filter und
führt sie nach dem Trocknen durch Glühen ohne Weiteres in Platin über.