Hat man Chlorammonium in wässeriger Lösung, so verdampft man im
Wasserbad und trocknet den Rückstand bei 100°, bis er an Gewicht
nicht mehr abnimmt (§. 25). Die Methode giebt genaue Resultate. Das
vermeintliche Verdampfen des Salmiaks ist höchst unbedeutend. Der
directe Versuch (Nr. 14) ergab 99,94 statt 100. Das Nähere siehe bei
den Details des Versuches. -- Gegenwart von freier Salzsäure verändert
an dem Verfahren nichts, daher man zur Bestimmung von kaustischem Ammon
dasselbe vor dem Abdampfen nur mit Salzsäure zu übersättigen braucht.
Hat man mit kohlensaurem Ammon zu thun, so verfährt man in gleicher
Weise, nimmt jedoch das Uebersättigen sowohl, wie auch das Erwärmen
bis zur Austreibung des kohlensauren Gases in einem schief stehenden
Kolben vor. Bei der Analyse von Schwefelammonium verfährt man gerade
so, nur filtrirt man nach dem Entweichen des Schwefelwasserstoffs etwa
ausgeschiedenen Schwefel ab, ehe man zur Trockne verdampft.