Hat man es allein in wässeriger Lösung, so dampft man ab, glüht und wägt
den Rückstand. Resultate völlig genau. Eig. des Rückst. §. 48.
Will man kaustisches Natron als kohlensaures Natron bestimmen, so
versetzt man seine wässerige Lösung mit überschüssigem kohlensaurem
Ammon, dampft bei gelinder Hitze ab und glüht den Rückstand.
Doppelt kohlensaures Natron führt man in einfach kohlensaures über,
indem man es glüht. Die Wärme ist sehr langsam zu steigern, der Tiegel
wohl bedeckt zu halten. -- Ist das doppelt kohlensaure Natron in Lösung,
so verdampft man dieselbe in einer geräumigen Silber- oder Platinschale
zur Trockne und glüht.
Um das Natron in Salzen mit organischen Säuren als kohlensaures wägen
zu können, glüht man dieselben in einem anfangs bedeckten, später
offenen Platintiegel. Die Hitze ist sehr allmälig zu steigern. Wenn
sich die Masse nicht mehr bläht, stellt man den Tiegel schief, legt
den Deckel daran (siehe oben §. 35, Fig. 37), und giebt eine schwache
Rothglühhitze, bis die Kohle möglichst verbrannt ist. Alsdann erwärmt
man den Inhalt des Tiegels mit Wasser, filtrirt die ungelöst bleibende
Kohle ab, wäscht sie vollständig aus, verdampft das Filtrat sammt
den Waschwassern zur Trockne und glüht den Rückstand. -- Beträgt die
Quantität der Kohle nur sehr wenig (einige Milligramme), so kann man
auch den Tiegel mit seinem Inhalt nach dem Glühen wägen, die Kohle
auf einem kleinen gewogenen Filter sammeln, mit diesem trocknen, ihr
Gewicht bestimmen und von dem erst erhaltenen (kohlensaures Natron +
Kohle) abziehen. -- Beide Methoden liefern bei sorgfältiger Ausführung
genaue Resultate. Ein directer Versuch (Nr. 55), auf die letzte Weise
ausgeführt, gab 99,7 statt 100. Beträgt die Kohle mehr als 10-20
Milligramme, so sind die Fehler, welche man beim Wägen derselben macht,
zu bedeutend, daher man in solchen Fällen der ersten Methode den Vorzug
giebt.
§. 78.