4. _Bestimmung als kohlensaures Natron._

Hat man es allein in wässeriger Lösung, so dampft man ab, glüht und wägt

den Rückstand. Resultate völlig genau. Eig. des Rückst. §. 48.

Will man kaustisches Natron als kohlensaures Natron bestimmen, so

versetzt man seine wässerige Lösung mit überschüssigem kohlensaurem

Ammon, dampft bei gelinder Hitze ab und glüht den Rückstand.

Doppelt kohlensaures Natron führt man in einfach kohlensaures über,

indem man es glüht. Die Wärme ist sehr langsam zu steigern, der Tiegel

wohl bedeckt zu halten. -- Ist das doppelt kohlensaure Natron in Lösung,

so verdampft man dieselbe in einer geräumigen Silber- oder Platinschale

zur Trockne und glüht.

Um das Natron in Salzen mit organischen Säuren als kohlensaures wägen

zu können, glüht man dieselben in einem anfangs bedeckten, später

offenen Platintiegel. Die Hitze ist sehr allmälig zu steigern. Wenn

sich die Masse nicht mehr bläht, stellt man den Tiegel schief, legt

den Deckel daran (siehe oben §. 35, Fig. 37), und giebt eine schwache

Rothglühhitze, bis die Kohle möglichst verbrannt ist. Alsdann erwärmt

man den Inhalt des Tiegels mit Wasser, filtrirt die ungelöst bleibende

Kohle ab, wäscht sie vollständig aus, verdampft das Filtrat sammt

den Waschwassern zur Trockne und glüht den Rückstand. -- Beträgt die

Quantität der Kohle nur sehr wenig (einige Milligramme), so kann man

auch den Tiegel mit seinem Inhalt nach dem Glühen wägen, die Kohle

auf einem kleinen gewogenen Filter sammeln, mit diesem trocknen, ihr

Gewicht bestimmen und von dem erst erhaltenen (kohlensaures Natron +

Kohle) abziehen. -- Beide Methoden liefern bei sorgfältiger Ausführung

genaue Resultate. Ein directer Versuch (Nr. 55), auf die letzte Weise

ausgeführt, gab 99,7 statt 100. Beträgt die Kohle mehr als 10-20

Milligramme, so sind die Fehler, welche man beim Wägen derselben macht,

zu bedeutend, daher man in solchen Fällen der ersten Methode den Vorzug

giebt.

§. 78.

Anleitung zur quantitativen chemischen Analyse · 第 193 / 749 题