Das Nickel wird stets als Oxydul gewogen. Ausser dieser Verbindung haben
wir noch das Nickeloxydulhydrat und das Schwefelnickel als die Formen
kennen zu lernen, in welchen das Nickel gefällt wird.
a. Das _Nickeloxydulhydrat_ stellt einen apfelgrünen, in Wasser fast
ganz unlöslichen, in Ammon und kohlensaurem Ammon löslichen Niederschlag
dar. Aus diesen Lösungen wird es durch überschüssig zugesetztes Kali
vollständig gefällt, namentlich beim Erhitzen. An der Luft ist es
unveränderlich, beim Glühen geht es in Nickeloxydul über.
b. Das _Nickeloxydul_ stellt ein schmutzig graugrünes Pulver dar. Es
verändert sein Gewicht beim Glühen an der Luft nicht, in Wasser ist es
unlöslich, in Salzsäure leicht löslich, Pflanzenfarben verändert es
nicht, mit Salmiak geglüht, geht es in metallisches Nickel über
(H. $Rose$).
Zusammensetzung:
Ni 369,33 29,55 78,69
O 100,00 8,00 21,31
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469,33 37,55 100,00
c. Das auf nassem Wege dargestellte wasserhaltige _Schwefelnickel_
stellt einen schwarzen, in Wasser unlöslichen Niederschlag dar. Er löst
sich nicht in einem Ueberschuss von mit Schwefelwasserstoff vollkommen
gesättigtem Schwefelammonium, ein wenig in Ammon, noch mehr in mit
Schwefelwasserstoff nicht ganz gesättigtem Ammon. Aus diesen Lösungen,
welche eine mehr oder minder braune Farbe haben, schlägt sich, wenn sie
der Luft ausgesetzt werden, allmälig das Schwefelnickel nieder (siehe
Versuche Nr. 41). -- In feuchtem Zustande der Luft ausgesetzt, oxydirt
sich das Schwefelnickel langsam zu schwefelsaurem Nickeloxydul. In
Essigsäure löst es sich sehr wenig, etwas mehr in Salzsäure, leichter
wird es von Salpetersäure, am besten von Königswasser gelöst. -- Beim
Glühen geht es in wasserfreies Schwefelnickel über, beim Glühen an der
Luft in eine basische Verbindung von Nickeloxyd mit Schwefelsäure.
§. 59.