V.

Es kamen Fuhrleute von Strelentin, die Balkenholz für den Neubau

brachten; denn Strelentin war von Wald umgeben und Zimmerleute waren

dort fortwährend beschäftigt. Tarnow stand hinter den Wagen und

notierte. Als er damit fertig war, wischte er sich den Schweiß von der

Stirn, trotzdem es heute weder heiß, noch die Arbeit da sehr anstrengend

war. Er schaute dann ermüdet auf die Chaussee hinüber, die auf dem

jenseitigen Stromufer lag, als ihn die Schaffnerin rief.

Sie wandte sich um, da er ihr langsam nahte und fast mechanisch folgte

er ihr in die Küche. Dort stand er vor ihr, kreideweiß im Gesicht. »Was

haben Sie heute Tarnow?« fragte sie mit dumpfer Stimme.

»Warum fragen Sie mich, Fanny?« entgegnete Tarnow und sah sie fremd an.

»Sie wissen es doch selbst! Sie wissen doch selbst, was geschehen ist

und daß er stundenlang bei Ihnen war.«

»Ach Tarnow!« rief die Schaffnerin aus und schloß hastig die Thüre.

»Kann man unglücklicher sein als ich? Was soll ich thun, wenn er kommt

und wenn er sagt, er schlägt mich, wenn ich mich rühre?«

»Ach, Schaffnerin,« unterbrach sie Tarnow leise und kopfschüttelnd,

»sagen Sie das nicht. Können Sie nicht zusperren? Und kein Laut war,

Fanny, kein Laut war in Ihrem Zimmer.«

»Zusperren!« rief die Schaffnerin aus und schlug stürmisch die Hände

zusammen. »Er thäte die Thür zerbrechen in seiner Wut und mich dazu.

Und kein Laut war, -- ja freilich kein Laut«, fügte sie bitter hinzu,

»weil ich stumm war wie ein Fisch, weil ich ihn angespieen hab, Tarnow,

wie er mir zu nahe kam. Da blieb er sitzen und sitzen, bis es ihm zu

dumm worden ist. Da haben Sie's, Tarnow. Ach wär ich doch tot, wär ich

doch tot!«

Sie setzte sich auf den Backtrog und schlug die Hände vors Gesicht.

Tarnow empfand ein tiefes Mitleiden. Er ging und streichelte ihr übers

Haar. »Ich glaub's Ihnen ja, Fanny,« sagte er gütig. »Seien Sie doch

ruhig. Fassen Sie sich, Fanny. Es muß ja ein Ende nehmen, es muß ja,

sonst, -- ich weiß nicht.«

Die Schaffnerin erhob sich und schlang ihre Arme um seinen Hals und sah

ihm mit glühenden Blicken in die Augen. »Jetzt gehn Sie nur, Tarnow,«

sagte sie dann, indem sie sich zum Herd wandte und im Suppentopf rührte.

»Es wird schon werden.« Und sie lächelte über die Schulter zurück ihm

zu.

»Ja, ich gehe,« sagte Tarnow, betroffen von diesem Lächeln. »Ich gehe

zum Amtmann und rede mit ihm.«

Er wartete auf ihre Antwort, aber sie rührte schweigend ihre Suppe

weiter, ohne daß er ihr Gesicht sehen konnte.

Der Amtmann war in der Schreibstube. Entschlossen trat Tarnow dicht vor

ihn hin und sah ihm fest in die Augen, die seinem Blick entglitten.

»Herr Amtmann,« sagte er in einer bestimmten Weise, in der jedoch immer

das Beschwichtigende seines Wesens verborgen war, »ich komme nur, um Sie

zu bitten, daß Sie doch endlich Ihre nächtlichen Besuche bei der

Leuthold einstellen. Daß das nicht sein darf, um keinen Preis, müssen

Sie ja einsehen, Herr Amtmann.«

Der Amtmann nickte ihm, während er sprach, emsig und ermunternd zu.

»Recht so, Tarnow,« sagte er dann, indem er mit der Faust auf das Pult

schlug, »das war einmal ein Wort! Recht so, Tarnow, das darf nicht sein,

um keinen Preis. Mein heiliges Ehrenwort, Tarnow, es soll nimmer

vorkommen. Verkrummen und verlahmen will ich an Händen und Füßen und

blind dazu will ich werden, wenn es noch einmal vorkommt, Tarnow. Hier,

Tarnow, meine Hand, Sie sind ein ehrenwerter Kerl.«

Tarnow, der einen entsetzlichen Wutausbruch erwartet hatte, stand wie

betäubt. Aber schließlich faßte er sich und blickte unschlüssig vor sich

hin. »Ich bin dem Herrn Amtmann ja sehr dankbar,« sagte er. »Aber es muß

doch etwas anderes sein, wodurch die Schaffnerin sicher gestellt wird.«

»Natürlich, natürlich,« pflichtete der Amtmann eifrig bei und ging

aufgeregt in der Stube auf und ab. »Also lieber Tarnow, dann machen

wir's so. Wir gehen abends alle drei zu gleicher Zeit ins Bett, nicht?

Schön. Ferner soll und muß sich die Leutholdin in ihrer Stube

einschließen. Einverstanden? Schön. Aber damit auch Sie mir keine

Dummheiten machen, lieber Tarnow, verlange ich, daß bei Ihnen in der

Stube der Jäger Klein schläft, der von morgen ab von Strelentin ganz

herüber kommt. Er kann sein Bett dort aufschlagen. Einverstanden? Schön,

jetzt sind wir wieder die besten Freunde, wa?«

An demselben Mittag veranlaßte der Amtmann die Schaffnerin, sich mit

Tarnow zu dutzen und erklärte sie für Brautleute. Er holte das

Schreibzeug und Papier und schrieb eine Erklärung nieder, daß Tarnow die

Schaffnerin heiraten wolle, wenn er Strelentin bekäme. Tarnow

unterschrieb, und er faßte wirklich Hoffnungen für die Zukunft. »Ich

gehe heute gegen Abend in die Stadt,« sagte der Amtmann, »weil ich zur

Exzellenz muß. Ich werde dann schon für euch sprechen, Kinder.«

Zu alldem blickte die Schaffnerin gleichgültig auf ihren Teller nieder.

Als der Amtmann hinaus war, lachte sie.

»Warum das Lachen?« fragte Tarnow verlegen, der auf solch plumpe Art

das du vermied.

Sie lachte noch mehr und schüttelte dann leise den Kopf, als ob sie

etwas nicht begreifen könne. Tarnow ging an seine Arbeit, die ihm diesen

Nachmittag flink von statten geriet. Der Amtmann war wirklich in die

Stadt gegangen und als Tarnow fertig war, wanderte er zwischen den

Gartenbeeten auf und nieder. Aus diesem Ungestörtsein riß ihn erst der

Jäger, der von Strelentin kam. Sogleich begann er, Tarnow zu erzählen,

daß ein neuer Verwalter auf Strelentin angekommen sei, ein ehemaliger

Student aus Berlin. Er habe gleich seine Frau mitgebracht.

Es war Tarnow, als ob ihm die Beine plötzlich abgehauen würden. Ein

konvulsivisches Zittern überlief ihn und zog ihm die Haut zusammen. Aber

trotzdem faßte er sich schnell, und er fühlte etwas wie Scham wegen

seiner Erregung. Beinahe gleichzeitig kam auch Truchs aus der Stadt

zurück und rief Tarnow zum Tisch. »Also Kinderchen,« sagte er, lustig

mit den Augen blinzelnd, »es geht alles aufs beste. Die Exzellenz will

sich die Sache überlegen, und es ist sehr wahrscheinlich, daß ihr nach

Strelentin kommt.«

Tarnow erhob sich unwillkürlich und blickte den Amtmann vorwurfsvoll an.

Truchs merkte sofort, woran er war. Er verschränkte die Arme über der

Brust und schwieg trotzig still. Seine funkelnden Augen waren auf Tarnow

gerichtet. Er zog ein Blatt Papier aus der Tasche, entfaltete es und

reichte es Tarnow hinüber. Tarnow las die vom Amtmann geschriebene

Erklärung wegen der Heirat, unter die er in freudigen Zügen seinen Namen

gesetzt hatte. Er begriff nicht, was der Amtmann meinte und mit

fragendem Blick gab er das Blatt zurück. Truchs lächelte mit einem

finsteren Lächeln, strich einige Male zärtlich über das Papier und riß

es dann mitten durch.

Tarnow senkte den Kopf.

Eine Viertelstunde später ging er auf die Vorwerke hinaus, wo trotz der

abendlichen Stunde etwas nachzusehen war. Er ging und wußte nicht, daß

er ging. Tausend zerfließende Gedanken durchkreuzten seinen Kopf. Eine

allgemeine Angst erfaßte ihn, und einige Male blieb er stehen, um

entmutigt die Hand auf die Stirn zu legen.

Als er von den Vorwerken zurückkam, stand die Schaffnerin vor dem Haus.

Es dämmerte schon. Graue, lange Wolken bedeckten den Himmel. Als Tarnow

der Schaffnerin ins Gesicht sah, erschrak er. Sie hatte eine

Leichenfarbe. Ihre Augen waren wie verquollen, ihre Haare verwirrt, ihre

Lippen zusammengepreßt.

»Was hast du, Fanny?« fragte Tarnow.

Sie gab ihm keine Antwort, sondern blickte mit zuckendem Mund zur Seite.

Und er wiederholte seine Frage. Sie legte ihre Hand leicht auf die seine

und wollte sprechen, als der Amtmann aus dem Haus trat und mit rauher

Stimme nach ihr rief. Er gewahrte auch Tarnow, kam näher, begrüßte ihn

freundlich, legte seinen Arm in den des Wirtschaftsschreibers und zog

ihn fort.

»Wollen Sie eine Zigarre haben, lieber Tarnow?« fragte Truchs, als sie

im Hof auf und ab gingen.

»Danke, Herr Amtmann, ich rauche nicht,« erwiderte Tarnow, der eine

atemlose Spannung empfand.

»Aber zum Teufel, Herr, nehmen Sie doch eine Zigarre, wenn ich Ihnen

eine anbiete.«

»Ich habe noch nie geraucht, Herr Amtmann.«

»Das ist mir egal.«

Tarnow nahm eine Zigarre und zündete sie unbeholfen an, als ihm der

Amtmann Streichhölzer gegeben hatte.

Der Amtmann barst vor Lachen. »Sie haben ja die Spitze nicht

abgeschnitten,« keuchte er, sich auf den Bauch klopfend. »Sie sind mir

ein rechter Maulwurf.«

Tarnow schnitt die Spitze ab und bemühte sich mechanisch, den Rauch aus

der Zigarre zu ziehen. Der Amtmann war in einem Nu ernst geworden. »So,

jetzt können wir ja reden,« sagte er. »Also was ich Ihnen mitteilen

wollte, ist das: nämlich, -- aber bleiben Sie nur hübsch ruhig --

nämlich, die Leutholdin ist _meine_ Braut. Sie gefällt mir und ich will

sie heiraten. Das wollt ich Ihnen nur mitteilen.«

Tarnow lehnte sich an den Gartenzaun und warf die glimmende Zigarre in

den Sand. In seinem Gesicht ging eine wunderliche Veränderung vor. Es

war, als ob der Mund sich verschoben hätte und das Kinn schief geworden

sei. Dann drehte er sich um und hustete, indem er sich an einem Pfahl

festhielt und die Kniee daran preßte.

»Na was ist, Tarnow, was ist? was haben Sie?« rief der Amtmann

ungeduldig und kratzte sich den Kopf.

Tarnow wandte sich wieder um und mit gesenktem Haupt sagte er ruhig:

»Ich wünsche dem Herrn Amtmann viel Glück. Ich werde Sie trotzdem so

schätzen, als ob Sie eine Baronesse zur Frau bekommen hätten.«

Die seltsame Antwort machte den Amtmann stutzig. Aber er hatte nicht

Lust, weiter zu fragen, sondern ging ins Haus. Tarnow folgte ihm und

suchte gleich sein Zimmer auf, wo der Jäger Klein schon im tiefen Schlaf

lag.

Tarnows Arbeit am nächsten Tag glich einer Arbeit, die man im Traum

verrichtet. Aber er beherrschte sich so, daß es nicht auffallend war. Er

konnte die Schaffnerin von da an nicht mehr sprechen. Der Amtmann war

stets zugegen, wenn er sie irgendwo traf, und schließlich kam es so, daß

er sich davor fürchtete, sie irgendwo allein zu treffen. Seine Augen

waren immer umschleiert, so daß sein Blick etwas dumpf Sinnendes bekam.

Sein Gang war schlendernder geworden. Eine merkbare Veränderung war mit

ihm vorgegangen.

Auf den Wiesen wurde das Gras gemäht. Die Libuhn war bei den Kühen und

melkte. Das Dach des kleinen Neubaues war schon aufgesetzt. Tarnow

schrieb im Bureau. Die Schaffnerin und Truchs saßen in der Wohnstube.

»Nun Fanny, was hast du mir zu sagen?« fragte der Amtmann, der die

Ellbogen auf seine Kniee gestützt hatte und ganz vorgebeugt saß.

»Ich, Truchs? Was soll ich dir zu sagen haben?«

»Heut früh hast du gesagt, nachmittags würdest du's sagen,« murmelte der

Amtmann.

»Es ist nichts, Truchs, ich hab's schon vergessen.«

»Ich will es aber wissen, Leutholdin, hörst du?«

»Ich sag es aber nicht, Truchs.«

»Du bist in den Schreiber verliebt, Leutholdin, leugn' es nicht. Das

hast du mir sagen wollen. Bist du in den Schreiber verliebt, Fanny?«

Die Schaffnerin lachte kurz auf. »Was bist du so erregt, Truchs. Nein,

zum Verlieben reichts bei mir nicht mehr hin. Aber ich möcht ihn haben.

Ich möcht ihn haben, Truchs, das ist die Wahrheit. Ich möcht _auch_ ein

Leben führen wie ein Mensch.«

Die eine Hand des Amtmanns griff nach dem Vogelkäfig, der neben ihm auf

einem kleinen Tischchen stand, und bog die starken Drähte zusammen, als

ob sie aus Wachs bestünden. Das Rotkelchen im Käfig flatterte angstvoll

auf und nieder. Die Schaffnerin begann zu erblassen vor dem Blick des

Amtmanns und stand auf wie unter einem Alp. Er zog sie her zu sich und

sie kniete vor ihm. Ihre Augen wandten sich keine Sekunde lang von ihm

ab. Er beugte sich nieder, faßte sie um die Hüften und lachte sie an.

Auch sie lachte gezwungen. Er hob sie auf sein Knie und sagte: »Schwer

bist du, Schaffnerin.« Sie nickte geistesabwesend. Er näherte den Mund

ihrem Ohr und biß sie ins Ohr. Sie schrie auf und klammerte sich an

ihn. »Nun wie ists mit dem Schreiber?« fragte er. Jetzt schüttelte sie

krampfhaft eilig den Kopf. Sie deutete hinaus in den Hof oder in den

Garten, wo sie Tarnow sah. Der Amtmann machte sich los von ihr, ging

hinaus und stand bald vor Tarnow, den er fragte, wie es ihm gehe.

Aber Tarnow erwiderte ihm nichts.

»Machen Sie sich keine Hoffnungen, lieber Tarnow,« sagte Truchs boshaft.

»Ich lebe schon ein Jahr und länger mit der Leuthold zusammen. Da können

Sie sich denken, daß es mit der Keuschheit schon längst am letzten ist,

-- hä? Pfui Teufel, was sind Sie für ein Kerl, Tarnow, was für ein

Pfaffengesicht haben Sie, pfui Teufel. Man kann Ihnen die Finger

abhauen, ohne daß Sie schreien.«

»Ist das wahr, Herr Amtmann, was Sie eben gesagt haben mit der

Schaffnerin?« fragte Tarnow, der ein Gefühl hatte, als ob eine Faust

sich in seine Brust senke.

Der Amtmann schwieg und wandte sich kurz ab. Und als dann kurze Zeit

nach diesem Zwiegespräch Tarnow durch den Flur gegen die Küche schritt,

fühlte er auf einmal zwei Arme um seinen Hals, die ihn zurückhielten. Es

war die Schaffnerin. Sie atmete erregt, sie drängte ihren Leib dicht an

ihn und suchte seinen Mund mit den Lippen, doch küßte sie in die leere

Luft. Tarnow hielt sich an der Mauer fest. Er machte eine verzweifelte

Bewegung mit dem ganzen Körper, sein Gesicht rötete sich und wie ein

zermalmendes Gewicht drückte es auf seinen Schädel.

Stunden vergingen, ohne daß es ihm gelungen wäre, sich einigermaßen zu

fassen. Eine geheimnisvolle Stimme in seinem Innern rief ihn fortwährend

bei seinem eignen Namen, und diese Stimme verwirrte sein Nachdenken

gänzlich. Es war schon spät nachts, als er immer noch auf der Treppe vor

dem Haus saß, seinen Kater auf dem Schoß hielt und grübelnd vor sich

hin sah. Es wehte ihm ein kühler Wind ins Gesicht.

Auf einmal kam der Amtmann zu ihm heraus; Tarnow schien es, als käme er

aus dem Zimmer der Schaffnerin. Er wunderte sich im stillen, daß er

diesem Umstand so wenig Wichtigkeit beimaß. Des Amtmanns Haare waren

verwirrt und hingen in Strähnen herab. Sein Gesicht war verstört.

»Warum gehen Sie nicht in Ihr Nest?« fuhr er Tarnow wild an.

Tarnow stand auf und blickte schweigend vor sich hin.

»Warum Sie nicht in Ihr Nest gehen?« schrie Truchs mit heiserer Stimme.

»Ich bin nicht müde, Herr Amtmann,« sagte Tarnow gefaßt.

Der Amtmann sah jetzt die Katze in Tarnows Arm. Er lachte kichernd in

sich hinein. »Ach so,« sagte er gedehnt, »Sie pflegen das Vieh da! Jetzt

weiß ich doch, wohin die jungen Hühner kommen. Bis jetzt hab ich immer

gemeint, der Herr Tarnow selbst stiehlt sie und verkauft sie. Marsch!«

Mit diesen Worten riß Truchs den Kater an sich, packte mit der einen

Hand den Kopf des Tiers und drehte ihn, während er den Körper festhielt,

ein paarmal rundherum. Einen raubvogelartigen Pfiff ausstoßend warf er

den Kadaver mitten in den Hof.

Tarnow strömte alles Blut, so daß er es deutlich empfand, zum Herzen. Er

ächzte und hielt sich nur mit großer Mühe aufrecht. Der Amtmann nickte

ihm hämisch zu und ging in den Flur zurück.

Tarnow hob das Tier vom Boden auf. Es war tot. Die Augen waren ganz aus

den Höhlen getreten. Mit weitgeöffneten Lidern blickte Tarnow zum

bewölkten Himmel empor. Aber noch immer gewannen seine Sanftheit und die

angeborene Demut seines Wesens Macht über ihn. Er fühlte jetzt nur noch

großes Mitleid mit dem treuen Gefährten seiner Spaziergänge.

Doch erwachte zugleich eine nagende Furcht vor dem Wiederanbruch des

Tages in ihm.

Die Schaffnerin; Die Mächtigen: Novellen · 第 12 / 18 题