Die Schaffnerin saß, mit einer Näharbeit beschäftigt, in dem großen
Wohnzimmer. Es war am Nachmittag und schwer lag die Luft über dem Thal.
Von den Exerzierstätten klang der dumpfe Trommelwirbel übender Tamboure
herüber, und von den tiefliegenden Stromufern hörte sie das Knattern der
Platzpatronen. Bisweilen hielt sie ein in ihrer Arbeit und blickte wie
erwartend nach der Thüre. Wenn sie allein war, so war der Ausdruck ihres
Gesichts ganz stumpf, die Augen, unleuchtend und ohne Bewegung, blickten
müde und erinnerten an die eines Haustiers: und obwohl ihr Gesicht etwas
Liebliches hatte und ihr Teint sehr zart war, wurde dies unwirksam durch
die sonderbare Stirn, die eine Lügnerstirn war.
Als sie geraume Zeit, bald arbeitend, bald sinnend, gesessen war, wurde
die Thüre aufgerissen und der Amtmann kam herein. Er setzte sich in
einen Winkel, der Schaffnerin gegenüber und versuchte den Rhythmus der
fernen Trommeln nachzupfeifen.
»Was giebt's?« fragte die junge Frau, indem sie einen prüfenden Blick in
sein Gesicht warf.
Er lachte leise und zischend. »Jetzt willst du wohl, daß ich dich
heirate, Fannychen?« sagte er plötzlich und legte sein Gesicht in
kindische Falten.
»Ich? Nein, Truchs. Ich nicht. Das weißt du gut genug.«
»Also suchst dir wohl einen andern zum Heiraten?«
»Warum, Truchs? es muß ja nicht geheiratet sein.«
»Es muß nicht. Sehr richtig. Das war einmal vernünftig, sehr vernünftig.
Ein Feldwebel findet sich ja auch nicht alle Tage und noch weniger ein
Gutsverwalter, häh.«
»Wieso ein Feldwebel?«
»Na, dein erster war doch Feldwebel oder sowas. Was Leutholdin?«
»Du führst so bittere Reden, Truchs. Wo willst du hinaus? Was willst
von mir? Heiraten willst mich nicht. Loslassen willst mich auch nicht,
also was willst du, Truchs? Sag's doch lieber gleich, daß ich mich
darnach richten kann. Ich fürcht mich manchmal vor dir.«
»Das ist gut, Leutholdin. Das ist gut, wenn einen die Weiber fürchten.
Aber heiraten will ich dich nicht, das schwör ich dir zu. Ich will eine
Reiche heiraten, jetzt, wo ich säßig geworden bin, eine aus der Gegend
da. Und offen gestanden Fanny« -- der Amtmann stand auf und trat ganz
nahe zur Schaffnerin -- »offen gestanden, ich hab dich zu gern, als daß
ich dich heiraten möchte. Wenn ich dir das aus freiem Willen sag, kannst
du's glauben. Sakerment, wenn ich dich heirat, verlierst deine runden
Backen, Fanny. Aber such dir doch einen. Wenn er gut und dumm und blind
ist, kannst ihn heiraten. Ich hab nichts dagegen.«
»Das sagst du jetzt, Truchs. Aber ich will's auch. Das Leben vor den
Leuten taugt mir nicht. Schließlich merken sie's ja doch. Und die
sechzig Mark, die mir der Generalleutnant giebt, reichen kaum für die
Kleider. Geh jetzt weg von mir, Truchs, die Leut' sehn uns ja vom Hof
aus.«
Das Gesicht des Amtmanns wurde finster und verzerrt. »Die Leut,« preßte
er mit vorgebeugtem Kopf zwischen den Zähnen hervor, »die Leut scheren
mich einen Pfifferling. Hier hat jeder zu thun, was ich will! Hier bin
ich Herr. Verstehst du? Steh auf und küss' mich!«
Die Schaffnerin, die voll Furcht, mit weitgeöffneten Augen, den Amtmann
angestarrt hatte, erhob sich fast mechanisch und drückte einen
hauchenden Kuß auf Truchs Kinn.
»Fester!« gebot der Amtmann.
Sie gehorchte.
Es klopfte an der Thür und auf den Ruf des Amtmanns trat Tarnow ein.
»Ah, guten Tag, lieber Tarnow,« sagte Truchs freundlich; er hatte den
Wirtschaftsschreiber erst vor wenigen Minuten im Bureau verlassen.
»Die Libuhn geht nach der Stadt, Herr Amtmann, und fragt, ob sie von
Ihnen aus etwas besorgen soll.«
»Für mich, Herr Tarnow!« rief die Schaffnerin mit auffallendem Eifer.
»Ich brauche Nähgarn und Stopfwolle.«
»Nähgarn und Stopfwolle,« murmelte Tarnow, indem er aus seinem Notizbuch
ein Blatt riß. »Sonst etwas?« Tarnow öffnete die Thür, der Amtmann
drehte sich um und sagte, er solle nachher wieder herein kommen und mit
Kaffee trinken.
Fanny deckte den Tisch und holte die Tassen. Der Amtmann stand am
Fenster und trommelte den Wirbel der Tamboure an die Scheiben. Er wandte
den Kopf, um etwas zu sagen, sah aber niemand im Zimmer. Er durchschritt
den Raum, um in die Küche zu gehen. Man mußte da durch den ganzen
steingepflasterten Flur, bis dahin, wo er sich gegen den Hof zu
erweiterte. Dort war die Küche, die sehr groß war und, weil sie eine
weite Esse hatte, einer Schmiede glich. Der Amtmann blieb am Ende des
schmalen Ganges stehn. Er konnte von hier aus ein kleines Stück der
Küche überblicken. Die Schaffnerin saß auf dem zugedeckten Backtrog und
blickte beharrlich auf ihre Schürze. Vor ihr stand Tarnow, hielt den
Kopf tief gesenkt und seine Hände lagen auf dem Rücken. Der Amtmann
strich mit festaneinandergedrückten Fingern ein paarmal über die
Schläfenhaare und kehrte wieder um. Als ihm die Libuhn, fein
herausgeputzt, begegnete, trat er zur Seite, verbeugte sich ein paarmal
und näselte affektiert: »Ah, mein Fräulein, in die Stadt, wa?
Verabredung mit dem Schatz, wa? Messe besuchen, hä? Haben Fräulein denn
die Erlaubnis dazu?«
Das Mädchen heftete den Blick erschrocken auf Truchs. »Der Herr
Tarnow --« stammelte sie scheu.
»Bataillon kehrt marsch!« fuhr der Amtmann auf. »Dageblieben! Den
Schlendrian hab ich satt.« Er lachte bitter und ließ die heulende Magd
stehen. Sie dachte an Stauff, der sie nun umsonst vor dem Cirkus
erwartete. Und draußen flutete der glänzende Sonnenschein! Am Meß-Montag
ist sonst immer Feiertag gewesen, dachte sie bekümmert, als sie sich in
eine dunkle Ecke der Scheune verkrochen hatte, um dort nach Herzenslust
weiter zu schluchzen.
Die drei im Wohnzimmer nahmen am Kaffeetisch Platz. Nach einem langen
und seltsamen Schweigen, das nur durch Tassengeklapper unterbrochen
wurde, wandte sich der Amtmann an Tarnow. »Nun sagen Sie mal, mein
lieber Tarnow,« begann er mit freundlichem Augenzwinkern und richtete
den Zeigefinger wie einen Pfeil gegen seine Nasenspitze, »Sie sind doch
so ein hübscher Mensch und jung sind Sie auch, kaum dreißig, und ein
angenehmes, sanftes Wesen haben Sie, -- gewiß, gewiß --! nun sagen Sie,
waren Sie denn noch nicht verliebt?«
Tarnow errötete und schüttelte lächelnd den Kopf.
»Nein, sagt er! Haben Sie's gehört, Fanny? Nein, sagt er!« rief der
Amtmann, ganz außer Rand und Band vor Freude und stieß die Schaffnerin
in die Seite. »Er lügt, er muß lügen,« fuhr er heftig gestikulierend
fort. »Er ist ein Heuchler, ein Windhund. Ein Schuft ist er, weil er
lügt.«
Tarnow sah den Amtmann fest und erwartungsvoll an. Er hatte ein Gefühl
wie vor einer ungreifbaren Gestalt, die sich windet wie ein Rauch und in
Nichts verfließt, wenn man die Arme nach ihr streckt.
»Wollen Sie nicht noch eine Semmelschnitte, Herr Tarnow?« fragte Truchs
zuvorkommend. »Oder mit ein wenig Mus darauf? Nicht? Zum Teufel, Herr,
fressen Sie! Glauben Sie, wenn Sie jeden Tag dürrer werden, nützt mir
Ihre Arbeit was?«
»Ich habe keinen Hunger mehr, Herr Amtmann,« entgegnete Tarnow mit
vollkommener Ruhe.
»Hunger mehr, was heißt das? Wenn ich sage, fressen Sie, dann fressen
Sie! Verstanden? Stehen Sie auf, wenn ich mit Ihnen rede.«
Tarnow stand auf.
»Schließen Sie das Fenster,« befahl Truchs.
Tarnow schloß das Fenster.
»Öffnen Sie es wieder!« befahl er und stieß die Schaffnerin von neuem in
die Seite.
Tarnow öffnete es wieder. Er that es still und wie selbstverständlich.
Nichts von Erbitterung war auf seinen Mienen zu lesen, nichts von
zurückgehaltenem Zorn. Geduldig wartete er, was der Amtmann noch mit ihm
beginnen würde.
»Jetzt können Sie gehen,« sagte Truchs und stützte den Kopf in die Hand,
während Tarnow mit einer linkischen Verbeugung, die der Schaffnerin
galt, hinaus ging. Er nahm seinen Hut und verließ alsbald den Hof, um
die Richtung nach der Stadt einzuschlagen. Soldaten mit
frischgewaschenen Drillichröcken blickten von den Stockwerken der
Kaserne auf ihn herab, und als er die Fahrstraße erreicht hatte, geriet
er in ein Gewimmel von Menschen, das immer größer wurde, je mehr er sich
der inneren Stadt näherte. Den Main hinab fuhren Boote, beglänzt von der
sich rötenden Sonnenscheibe; die vergoldete Domuhr brannte förmlich im
Feuer. Flatternde Fahnen über den Wirtschaftsgärten, quietschende
Tanzmusik aus winkeligen Gassen, und dann das sinnlose Gedränge auf den
Budenstätten! Tarnow vermied die dichtesten Massen und besah nur, was er
eben besehen konnte, ohne viel Neugierde zu zeigen, aber auch ohne
Gleichgültigkeit, alles mit dem inneren Frieden und der merkwürdigen
Sanftheit, die ihm eigen waren. Vor dem Brettertisch des schreienden
Ausrufers, der seine Waren unter staunenswürdigen Witzen und Wortspielen
anpries, konnte er lachen wie das harmlose Kind neben ihm. Bei den
Mordthaten, die, serienweise abgebildet, am Quai aufgestellt waren und
mit Hilfe von sehr weinerlichen Reimen kommentiert wurden, blieb er
ebenso schaudernd stehen wie der simple Rekrut aus Unterdürrbach.
Besonders eines dieser Ungeheuer erregte sein Entsetzen. Auf der Tafel
seiner Schandthaten war zu lesen: Martin Jung, genannt Blutmartin. Ein
Teufel in Menschengestalt! Erschlug seine Opfer, siebzehn an der Zahl,
mit einer spitzen Hacke und hängte sie dann mit einem Strick auf.
Die Sonne war untergegangen. Allmählich hatte sich die Menge verlaufen.
Die Bretterhütten, alle Häuser und Gärten schwammen in einem warmen
Dämmerungsdunst, als Tarnow sich anschickte, den Heimweg anzutreten. Er
hatte nichts getrunken während der ganzen Zeit, weder Wein noch Bier,
denn er war ein sehr enthaltsamer Mensch. Als die Buden schon hinter ihm
lagen und er auf dem ansteigenden Weg zur neuen Mainbrücke war, sah er
aus einer seitlich gelegenen Gasse Fanny Leuthold kommen.
Sie ging ohne weiteres auf ihn zu. »Truchs ist im goldenen Hahn,« sagte
sie, »und ich wollte heim. Sie gehen doch mit, Tarnow?«
Als sie über die Wiesen gingen, auf denen weit und breit kein Mensch zu
sehen war, fing die Schaffnerin an, schwärmerische Reden über die
Schönheit der Natur zu führen. Sie sagte, sie liebe die Natur und die
Natur sei das »einzige«. Tarnow solle doch nur diese Wolken dort hinten
ansehen. Das sei so poetisch. »Finden Sie nicht auch, Tarnow?«
Tarnow bejahte etwas verständnislos.
Ob er sich das Wachsfigurenkabinett angesehen habe? Sie finde es so
interessant. Sie liebe überhaupt die grausigen Sachen; sie träume dann
immer davon. Oft müsse sie dann weinen, aber wenn sie dann erwache, das
sei wunderbar. Man recke dann die Glieder -- so! -- und das Deckbett sei
einem zu schwer, ja selbst das Hemd. Ob er das nicht auch habe?
»Nein,« erwiderte Tarnow leise, mit klopfendem Herzen.
Als sie auf dem Gutshof angelangt waren, ging die Schaffnerin ins Haus,
um den Hut abzulegen. Tarnow betrat den Garten, schlenderte träumerisch
zwischen den Beeten umher und setzte sich schließlich in die Laube. Es
war schon dunkel geworden. Der blühende Hollunder strömte seinen
schwülen Duft aus, und auf den Bäumen der Nähe pfiff ein verspäteter
Wasservogel. Sonst war es ruhig. Der Himmel war vollkommen wolkenlos.
Die traumhaft klare Helle des Westens machte deutliche Silhouetten aus
den Hügelreihen und kein Lüftchen bewegte die Gesträucher. Tarnow fühlte
sich ermüdet, aber darin war etwas Angenehmes. Er fühlte es auch
gleichsam wie eine freundliche Berührung, als der Mond heraufstieg, das
gutmütig grinsende Gesicht eines alten Schlaukopfs, und wie er höher
glitt, als würde er an einer Schnur gezogen, und wie er immer
leuchtender dastand, als würde er von einer unsichtbaren Hand
allmählich blank poliert.
Tarnow schreckte zusammen, als er Schritte im Garten vernahm. Es war die
Schaffnerin. Sie setzte sich ihm gegenüber und schwieg einige Zeit. Dann
seufzte sie schwer und sagte: »Ach, Tarnow!«
Tarnow antwortete nichts. Befangen hob er den Kopf, senkte ihn aber
gleich wieder. Da erhob sich die Schaffnerin mit einer leidenschaftlichen
Bewegung, die er im Dunkel nur undeutlich sah; sie umging den Tisch,
setzte sich an Tarnows Seite, ergriff mit beiden Händen seine Hand, und
es schien ihm, als ob sie damit kämpfe, ihr Schluchzen zu verbergen.
Fast unbewußt streichelte Tarnow ihre Hand.
»Ach, wenn Sie wüßten,« begann die Schaffnerin wieder. »Ich bin ja die
unglücklichste von allen. Er quält mich beständig, der Amtmann, jeden
Tag, jeden Tag! und wenn es so weitergeht, ich kann es nicht mehr
aushalten. Dann muß ich eine schlechte Person werden. Dann muß ich thun
was er verlangt von mir, nur damit ich eine Ruh hab'. Retten Sie mich,
Tarnow. Thun Sie wenigstens eins. Gehn Sie abends nach dem Essen nie aus
dem Zimmer, bevor ich nicht weggegangen bin. Damit er mir nur da meinen
Frieden läßt. Bleiben Sie immer, bis ich ins Bett bin. Wollen Sie's
thun, Tarnow, von heut an?«
»Ich will es thun,« sagte Tarnow feierlich, und die Schaffnerin sah
seine Augen leuchten.
»Und denken Sie nie was Schlimmes, Tarnow, denken Sie nicht schlecht von
mir. Alles ist zum besten, was geschieht. Wollen Sie's thun, Tarnow?«
»Ja, ich will,« wiederholte Tarnow fest und atmete tief auf.
»Und jetzt gehen wir hinein, sonst kommt er unversehens.«
Tarnow beugte sich rasch herab und küßte die Finger der jungen Frau.
Aber gleich darauf erschien ihm diese Kühnheit so unverzeihlich, daß er
angstvoll in das Gesicht der Schaffnerin starrte. Aber sie, die
inzwischen herausgetreten war in den überaus hellen Mondschein, lächelte
nur und brach eine Rosenknospe. Dann gingen sie ins Haus.
Nach einer halben Stunde kam der Amtmann. Er sagte, er hätte schon
gegessen. Er schien viel getrunken zu haben, denn er war in einer
gerührten Stimmung. »Alle Menschen sind Trottel,« sagte er mit einer
schwammigen Stimme. »Aber einige Menschen sind nette Trottel. Sie,
Tarnow, Sie sind ein netter Trottel.«
Die Schaffnerin lachte hellauf. Truchs kicherte förmlich atemlos in sich
hinein. Als es zehn Uhr schlug, sagte die Schaffnerin gute Nacht. Der
Amtmann rief ihr nach: »Schließen Sie fein Ihr Zimmer zu, Leutholdin!«
und lachte cynisch. Tarnow erhob sich wie gequält, trat ans Fenster,
verließ aber nach kurzer Zeit ebenfalls die Stube. Der Amtmann
schüttelte ihm die Hand mit einer Herzlichkeit, die beängstigend war
bei ihm.
Tarnow wandelte wieder in den Garten hinaus, -- durch den Hof, wo eine
wahrhaft köstliche Ruhe ausgebreitet war. Er brach eine Rose von
demselben Strauch, von dem die Schaffnerin genommen. Es war _auch_ eine
Knospe, zart und duftig und Tarnow drückte sie voll Bedacht an seine
Lippen. Dann setzte er sich in die Laube; aber er hatte nicht Ruhe,
sondern ging bald wieder ins Haus zurück. Gerade wie er in den Flur
trat, sah er den Amtmann aus seinem Schlafzimmer kommen. Er hatte
Pantoffeln an den Füßen, die seinen Schritt unhörbar machten. Er
trällerte leise vor sich hin, und ohne Tarnow gewahrt zu haben, tappte
er den engen Flur entlang, bis er zu der Thüre kam, die in das Zimmer
der Schaffnerin führte. Ohne zu atmen, harrte Tarnow, was er nun
beginnen würde. Aber der Amtmann besann sich kaum, drückte auf die
Klinke und betrat das Zimmer. Totenbleich geworden, wartete Tarnow
immer noch. Er glaubte, Lärm hören zu müssen. Ja, er hoffte auf
Geschrei, auf erregten Wortwechsel, -- aber alles blieb still wie
vorher.
Nachdem er lange genug gelauscht hatte, drehte sich Tarnow um und trat
unter die Hausthür. Sein Blick war wie verhängt. Mechanisch ging er
hinaus, um zu sehen, ob das Außenthor geschlossen sei. Von der Richtung
der Kaserne hallte ein langgezogener Ruf durch die Nacht. Es klang
ähnlich wie: Fedolar! Fedolar! Sonst war kein Laut zu hören.