Sechstes Kapitel

Ein Wagen, der Ottilien brachte, war angefahren. Charlotte ging ihr

entgegen; das liebe Kind eilte, sich ihr zu nähern, warf sich ihr zu

Füßen und umfaßte ihre Kniee.

„Wozu die Demütigung!“ sagte Charlotte, die einigermaßen verlegen war

und sie aufheben wollte. „Es ist so demütig nicht gemeint“, versetzte

Ottilie, die in ihrer vorigen Stellung blieb. „Ich mag mich nur so gern

jener Zeit erinnern, da ich noch nicht höher reichte als bis an Ihre

Kniee und Ihrer Liebe schon so gewiß war“.

Sie stand auf, und Charlotte umarmte sie herzlich. Sie ward den Männern

vorgestellt und gleich mit besonderer Achtung als Gast behandelt.

Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast. Sie schien aufmerksam

auf das Gespräch, ohne daß sie daran teilgenommen hätte.

Den andern Morgen sagte Eduard zu Charlotten: „es ist ein angenehmes,

unterhaltendes Mädchen“.

„Unterhaltend?“ versetzte Charlotte mit Lächeln;“ sie hat ja den Mund

noch nicht aufgetan“.

„So?“ erwiderte Eduard, indem er sich zu besinnen schien, „das wäre

doch wunderbar!“

Charlotte gab dem neuen Ankömmling nur wenig Winke, wie es mit dem

Hausgeschäfte zu halten sei. Ottilie hatte schnell die ganze Ordnung

eingesehen, ja, was noch mehr ist, empfunden. Was sie für alle, für

einen jeden insbesondre zu besorgen hatte, begriff sie leicht. Alles

geschah pünktlich. Sie wußte anzuordnen, ohne daß sie zu befehlen

schien, und wo jemand säumte, verrichtete sie das Geschäft gleich

selbst.

Sobald sie gewahr wurde, wieviel Zeit ihr übrigblieb, bat sie

Charlotten, ihre Stunden einteilen zu dürfen, die nun genau beobachtet

wurden. Sie arbeitete das Vorgesetzte auf eine Art, von der Charlotte

durch den Gehülfen unterrichtet war. Man ließ sie gewähren. Nur

zuweilen suchte Charlotte sie anzuregen. So schob sie ihr manchmal

abgeschriebene Federn unter, um sie auf einen freieren Zug der

Handschrift zu leiten; aber auch diese waren bald wieder scharf

geschnitten.

Die Frauenzimmer hatten untereinander festgesetzt, französisch zu

reden, wenn sie allein wären, und Charlotte beharrte um so mehr dabei,

als Ottilie gesprächiger in der fremden Sprache war, indem man ihr die

Übung derselben zur Pflicht gemacht hatte. Hier sagte sie oft mehr, als

sie zu wollen schien. Besonders ergetzte sich Charlotte an einer

zufälligen, zwar genauen, aber doch liebevollen Schilderung der ganzen

Pensionsanstalt. Ottilie ward ihr eine liebe Gesellschafterin, und sie

hoffte, dereinst an ihr eine zuverlässige Freundin zu finden.

Charlotte nahm indes die älteren Papiere wieder vor, die sich auf

Ottilien bezogen, um sich in Erinnerung zu bringen, was die

Vorsteherin, was der Gehülfe über das gute Kind geurteilt, um es mit

ihrer Persönlichkeit selbst zu vergleichen. Denn Charlotte war der

Meinung, man könne nicht geschwind genug mit dem Charakter der Menschen

bekannt werden, mit denen man zu leben hat, um zu wissen, was sich von

ihnen erwarten, was sich an ihnen bilden läßt, oder was man ihnen ein

für allemal zugestehen und verzeihen muß.

Sie fand zwar bei dieser Untersuchung nichts Neues, aber manches

Bekannte ward ihr bedeutender und auffallender. So konnte ihr zum

Beispiel Ottiliens Mäßigkeit im Essen und Trinken wirklich Sorge

machen.

Das Nächste, was die Frauen beschäftigte, war der Anzug. Charlotte

verlangte von Ottilien, sie solle in Kleidern reicher und mehr

ausgesucht erscheinen. Sogleich schnitt das gute, tätige Kind die ihr

früher geschenkten Stoffe selbst zu und wußte sie sich mit geringer

Beihülfe anderer schnell und höchst zierlich anzupassen. Die neuen,

modischen Gewänder erhöhten ihre Gestalt; denn indem das Angenehme

einer Person sich auch über ihre Hülle verbreitet, so glaubt man sie

immer wieder von neuem und anmutiger zu sehen, wenn sie ihre

Eigenschaften einer neuen Umgebung mitteilt.

Dadurch ward sie den Männern, wie von Anfang so immer mehr, daß wir es

nur mit dem rechten Namen nennen, ein wahrer Augentrost. Denn wenn der

Smaragd durch seine herrliche Farbe dem Gesicht wohltut, ja sogar

einige Heilkraft an diesem edlen Sinn ausübt, so wirkt die menschliche

Schönheit noch mit weit größerer Gewalt auf den äußern und innern Sinn.

Wer sie erblickt, den kann nichts Übles anwehen; er fühlt sich mit sich

selbst und mit der Welt in Übereinstimmung.

Auf manche Weise hatte daher die Gesellschaft durch Ottiliens Ankunft

gewonnen. Die beiden Freunde hielten regelmäßiger die Stunden, ja die

Minuten der Zusammenkünfte. Sie ließen weder zum Essen, noch zum Tee,

noch zum Spaziergang länger als billig auf sich warten. Sie eilten,

besonders abends, nicht so bald von Tische weg. Charlotte bemerkte das

wohl und ließ beide nicht unbeobachtet. Sie suchte zu erforschen, ob

einer vor dem andern hiezu den Anlaß gäbe; aber sie konnte keinen

Unterschied bemerken. Beide zeigten sich überhaupt geselliger. Bei

ihren Unterhaltungen schienen sie zu bedenken, was Ottiliens Teilnahme

zu erregen geeignet sein möchte, was ihren Einsichten, ihren übrigen

Kenntnissen gemäß wäre. Beim Lesen und Erzählen hielten sie inne, bis

sie wiederkam. Sie wurden milder und im ganzen mitteilender.

In Erwiderung dagegen wuchs die Dienstbeflissenheit Ottiliens mit jedem

Tage. Je mehr sie das Haus, die Menschen, die Verhältnisse

kennenlernte, desto lebhafter griff sie ein, desto schneller verstand

sie jeden Blicke, jede Bewegung, ein halbes Wort, einen Laut. Ihre

ruhige Aufmerksamkeit blieb sich immer gleich, so wie ihre gelassene

Regsamkeit. Und so war ihr Sitzen, Aufstehen, Gehen, Kommen, Holen,

Bringen, Wiederniedersitzen ohne einen Schein von Unruhe, ein ewiger

Wechsel, eine ewige angenehme Bewegung. Dazu kam, daß man sie nicht

gehen hörte; so leise trat sie auf.

Diese anständige Dienstfertigkeit Ottiliens machte Charlotten viele

Freude. Ein einziges, was ihr nicht ganz angemessen vorkam, verbarg sie

Ottilien nicht. „Es gehört“, sagte sie eines Tages zu ihr, „unter die

lobenswürdigen Aufmerksamkeiten, daß wir uns schnell bücken, wenn

jemand etwas aus der Hand fallen läßt, und es eilig aufzuheben suchen.

Wir bekennen uns dadurch ihm gleichsam dienstpflichtig; nur ist in der

größern Welt dabei zu bedenken, wenn man eine solche Ergebenheit

bezeigt. Gegen Frauen will ich dir darüber keine Gesetze vorschreiben.

Du bist jung. Gegen Höhere und Ältere ist es Schuldigkeit, gegen

deinesgleichen Artigkeit, gegen Jüngere und Niedere zeigt man sich

dadurch menschlich und gut; nur will es einem Frauenzimmer nicht wohl

geziemen, sich Männern auf diese Weise ergeben und dienstbar zu

bezeigen“.

„Ich will es mir abzugewöhnen suchen“, versetzte Ottilie. „Indessen

werden Sie mir diese Unschicklichkeit vergeben, wenn ich Ihnen sage,

wie ich dazu gekommen bin. Man hat uns die Geschichte gelehrt; ich habe

nicht soviel daraus behalten, als ich wohl gesollt hätte; denn ich

wußte nicht, wozu ichs brauchen würde. Nur einzelne Begebenheiten sind

mir sehr eindrücklich gewesen, so folgende:

als Karl der Erste von England von seinen sogenannten Richtern stand,

fiel der goldne Knopf des Stöckchens, das er trug, herunter. Gewohnt,

daß bei solchen Gelegenheiten sich alles für ihn bemühte, schien er

sich umzusehen und zu erwarten, daß ihm jemand auch diesmal den kleinen

Dienst erzeigen sollte. Es regte sich niemand; er bückte sich selbst,

um den Kopf aufzuheben. Mir kam das so schmerzlich vor, ich weiß nicht,

ob mit Recht, daß ich von jenem Augenblick an niemanden kann etwas aus

den Händen fallen sehn, ohne mich darnach zu bücken. Da es aber

freilich nicht immer schicklich sein mag und ich“, fuhr sie lächelnd

fort, „nicht jederzeit meine Geschichte erzählen kann, so will ich mich

künftig mehr zurückhalten“.

Indessen hatten die guten Anstalten, zu denen sich die beiden Freunde

berufen fühlten, ununterbrochenen Fortgang. Ja täglich fanden sie neuen

Anlaß, etwas zu bedenken und zu unternehmen.

Als sie eines Tages zusammen durch das Dorf gingen, bemerkten sie

mißfällig, wie weit es an Ordnung und Reinlichkeit hinter jenen Dörfern

zurückstehe, wo die Bewohner durch die Kostbarkeit des Raums auf beides

hingewiesen werden.

„Du erinnerst dich“, sagte der Hauptmann, „wie wir auf unserer Reise

durch die Schweiz den Wunsch äußerten, eine ländliche sogenannte

Parkanlage recht eigentlich zu verschönern, indem wir ein so gelegnes

Dorf nicht zur Schweizer Bauart, sondern zur Schweizer Ordnung und

Sauberkeit, welche die Benutzung so sehr befördern, einrichteten“.

„Hier zum Beispiel“, versetzte Eduard, „ginge das wohl an. Der

Schloßberg verläuft sich in einen vorspringenden Winkel herunter; das

Dorf ist ziemlich regelmäßig im Halbzirkel gegenüber gebaut; dazwischen

fließt der Bach, gegen dessen Anschwellen sich der eine mit Steinen,

der andere mit Pfählen, wieder einer mit Balken und der Nachbar sodann

mit Planken verwahren will, keiner aber den andern fördert, vielmehr

sich und den übrigen Schaden und Nachteil bringt. So geht der Weg auch

in ungeschickter Bewegung bald herauf, bald herab, bald durchs Wasser,

bald über Steine. Wollten die Leute mit Hand anlegen, so würde kein

großer Zuschuß nötig sein, um hier eine Mauer im Halbkreis aufzuführen,

den Weg dahinter bis an die Häuser zu erhöhen, den schönsten Raum

herzustellen, der Reinlichkeit Platz zu geben und durch eine ins Große

gehende Anstalt alle kleine, unzulängliche Sorge auf einmal zu

verbannen“.

„Laß es uns versuchen!“ sagte der Hauptmann, indem er die Lage mit den

Augen überlief und schnell beurteilte.

„Ich mag mit Bürgern und Bauern nichts zu tun haben, wenn ich ihnen

nicht geradezu befehlen kann“, versetzte Eduard.

„Du hast so unrecht nicht“, erwiderte der Hauptmann; „denn auch mir

machten dergleichen Geschäfte im Leben schon viel Verdruß. Wie schwer

ist es, daß der Mensch recht abwäge, was man aufopfern muß gegen das,

was zu gewinnen ist, wie schwer, den Zweck zu wollen und die Mittel

nicht zu verschmähen! Viele verwechseln gar die Mittel und den Zweck,

erfreuen sich an jenen, ohne diesen im Auge zu behalten. Jedes Übel

soll an der Stelle geheilt werden, wo es zum Vorschein kommt, und man

bekümmert sich nicht um jenen Punkt, wo es eigentlich seinen Ursprung

nimmt, woher es wirkt. Deswegen ist es so schwer, Rat zu pflegen,

besonders mit der Menge, die im Täglichen ganz verständig ist, aber

selten weiter sieht als auf morgen. Kommt nun gar dazu, daß der eine

bei einer gemeinsamen Anstalt gewinnen, der andre verlieren soll, da

ist mit Vergleich nun gar nichts auszurichten. Alles eigentlich

gemeinsame Gute muß durch das unumschränkte Mejestätsrecht gefördert

werden“.

Indem sie standen und sprachen, bettelte sie ein Mensch an, der mehr

frech als bedürftig aussah. Eduard, ungern unterbrochen und beunruhigt,

schalt ihn, nachdem er ihn einigemal vergebens gelassener abgewiesen

hatte. Als aber der Kerl sich murrend, ja gegenscheltend mit kleinen

Schritten entfernte, auf die Rechte des Bettlers trotzte, dem man wohl

ein Almosen versagen, ihn aber nicht beleidigen dürfe, weil er so gut

wie jeder andere unter dem Schutze Gottes und der Obrigkeit stehe, kam

Eduard ganz aus der Fassung.

Der Hauptmann, ihn zu begütigen, sagte darauf: „laß uns diesen Vorfall

als eine Aufforderung annehmen, unsere ländliche Polizei auch hierüber

zu erstrecken! Almosen muß man einmal geben; man tut aber besser, wenn

man sie nicht selbst gibt, besonders zu Hause. Da sollte man mäßig und

gleichförmig in allem sein, auch im Wohltun. Eine allzu reichliche Gabe

lockt Bettler herbei, anstatt sie abzufertigen, dagegen man wohl auf

der Reise, im Vorbeifliegen, einem Armen an der Straße in der Gestalt

des zufälligen Glücks erscheinen und ihm eine überraschende Gabe

zuwerfen mag. Uns macht die Lage des Dorfes, des Schlosses eine solche

Anstalt sehr leicht; ich habe schon früher darüber nachgedacht.

An dem einen Ende des Dorfes liegt das Wirtshaus, an dem andern wohnen

ein Paar alte, gute Leute; an beiden Orten mußt du eine kleine

Geldsumme niederlegen. Nicht der ins Dorf Hereingehende, sondern der

Hinausgehende erhält etwas; und da die beiden Häuser zugleich an den

Wegen stehen, die auf das Schloß führen, so wird auch alles, was sich

hinaufwenden wollte, an die beiden Stellen gewiesen“.

„Komm“, sagte Eduard, „wir wollen das gleich abmachen; das Genauere

können wir immer noch nachholen“.

Sie gingen zum Wirt und zu dem alten Paare, und die Sache war abgetan.

„Ich weiß recht gut“, sagte Eduard, indem sie zusammen den Schloßberg

wieder hinaufstiegen, „daß alles in der Welt ankommt auf einen

gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluß. So hast du die

Parkanlagen meiner Frau sehr richtig beurteilt und mir auch schon einen

Wink zum Bessern gegeben, den ich ihr, wie ich gar nicht leugnen will,

sogleich mitgeteilt habe“.

„Ich konnte es vermuten“, versetzte der Hauptmann, „aber nicht

billigen. Du hast sie irregemacht; sie läßt alles liegen und trutzt in

dieser einzigen Sache mit uns; denn sie vermeidet davon zu reden und

hat uns nicht wieder zur Mooshütte eingeladen, ob sie gleich mit

Ottilien in den Zwischenstunden hinaufgeht“.

„Dadurch müssen wir uns“, versetzte Eduard, „nicht abschrecken lassen.

Wenn ich von etwas Gutem überzeugt bin, was geschehen könnte und

sollte, so habe ich keine Ruhe, bis ich es getan sehe. Sind wir doch

sonst klug, etwas einzuleiten! Laß uns die englischen

Parkbeschreibungen mit Kupfern zur Abendunterhaltung vornehmen, nachher

deine Gutskarte! Man muß es erst problematisch und nur wie zum Scherz

behandeln; der Ernst wird sich schon finden“.

Nach dieser Verabredung wurden die Bücher aufgeschlagen, worin man

jedesmal den Grundriß der Gegend und ihre landschaftliche Ansicht in

ihrem ersten, rohen Naturzustande gezeichnet sah, sodann auf andern

Blättern die Veränderung vorgestellt fand, welche die Kunst daran

vorgenommen, um alles das bestehende Gute zu nutzen und zu steigern.

Hievon war der Übergang zur eigenen Besitzung, zur eignen Umgebung und

zu dem, was man daran ausbilden könnte, sehr leicht.

Die von dem Hauptmann entworfene Karte zum Grunde zu legen, war nunmehr

eine angenehme Beschäftigung; nur konnte man sich von jener ersten

Vorstellung, nach der Charlotte die Sache einmal angefangen hatte,

nicht ganz losreißen. Doch erfand man einen leichtern Aufgang auf die

Höhe; man wollte oberwärts am Abhange vor einem angenehmen Hölzchen ein

Lustgebäude aufführen; dieses sollte einen Bezug aufs Schloß haben; aus

den Schloßfenstern sollte man es übersehen, von dorther Schloß und

Gärten wieder bestreichen können.

Der Hauptmann hatte alles wohl überlegt und gemessen und brachte jenen

Dorfweg, jene Mauer am Bache her, jene Ausfüllung wieder zur Sprache.

„Ich gewinne“, sagte er, „indem ich einen bequemen Weg zur Anhöhe

hinaufführe, gerade soviel Steine, als ich zu jener Mauer bedarf.

Sobald eins ins andre greift, wird beides wohlfeiler und geschwinder

bewerkstelligt“.

„Nun aber“, sagte Charlotte, „kommt meine Sorge. Notwendig muß etwas

Bestimmtes ausgesetzt werden; und wenn man weiß, wieviel zu einer

solchen Anlage erforderlich ist, dann teilt man es ein, wo nicht auf

Wochen, doch wenigstens auf Monate. Die Kasse ist unter meinem

Beschluß; ich zahle die Zettel, und die Rechnung führe ich selbst“.

„Du scheinst uns nicht sonderlich viel zu vertrauen“, sagte Eduard.

„Nicht viel in willkürlichen Dingen“, versetzte Charlotte. „Die Willkür

wissen wir besser zu beherrschen als ihr“.

Die Einrichtung war gemacht, die Arbeit rasch angefangen, der Hauptmann

immer gegenwärtig und Charlotte nunmehr fast täglich Zeuge seines

ernsten und bestimmten Sinnes. Auch er lernte sie näher kennen, und

beiden wurde es leicht, zusammenzuwirken und etwas zustande zu bringen.

Es ist mit den Geschäften wie mit dem Tanze: Personen, die gleichen

Schritt halten, müssen sich unentbehrlich werden, ein wechselseitiges

Wohlwollen muß notwendig daraus entspringen, und daß Charlotte dem

Hauptmann, seitdem sie ihn näher kennengelernt, wirklich wohlwollte,

davon war ein sicherer Beweis, daß sie ihn einen schönen Ruheplatz, den

sie bei ihren ersten Anlagen besonders ausgesucht und verziert hatte,

der aber seinem Plane entgegenstand, ganz gelassen zerstören ließ, ohne

auch nur die mindeste unangenehme Empfindung dabei zu haben.

Die Wahlverwandtschaften · 第 14 / 55 题