Als wir noch gestern spät in der Nacht Wennersborg verließen, und uns
auf dem See herumtrieben, erhob sich ein widriger Wind, oder vielmehr ein
kleiner Sturm, der zwar für ein gutes Fahrzeug nichts zu bedeuten gehabt
hätte, dem aber das unsrige doch nicht gewachsen war. Vergebens mühte sich
der arme Kapitain die ganze Nacht hindurch ab, das Fahrzeug über den See
zu bringen, -- er mußte seinem Versuche entsagen, wieder zurückkehren, und
irgend an einer Stelle Anker werfen. -- Wir verloren bei dieser Gelegenheit
unser Hilfsboot; eine mächtige Welle schlug über das Schiff und riß es
mit sich fort; wahrscheinlich war es so gut befestiget gewesen, als unsere
Kisten und Koffer.
Obwohl es erst neun Uhr Morgens war, erklärte der Kapitain dennoch, während
des Tages nicht weiter fahren zu können; nur wenn es gut ginge, wäre er im
Stande die Reise gegen Mitternacht fortzusetzen. -- Glücklicherweise wagte
sich ein Fischerboot heran, und einige von uns ließen sich ans Land setzen.
Auch ich that dieß und benützte diesen Zufall, einige Bauernhütten zu
besuchen, die unfern des Sees am Saume eines Waldes lagen. Ich fand sie
zwar auch ärmlich, aber doch aus zwei Gemächern bestehend, die einige
Betten und andere Geräthschaften enthielten; auch die Leute waren etwas
besser gekleidet als jene in Norwegen. Selbst die Kost der Leute war nicht
so übel; sie kochten aus grobem schwarzen Mehle ein dickes Muß, das dann
mit süßer Milch verspeiset wurde.