Von den Segenswünschen meiner lieben Landsmännin und ihrem Gemahl, Herrn
Procurator M.... begleitet, verließ ich um 7 Uhr Morgens Christiania, und
fuhr auf demselben Dampfschiffe, das mich vor zehn Tagen hieher gebracht
hatte, nach Gothenburg zurück. -- Ich habe von dieser Fahrt nur noch die
herrliche Ansicht eines Theiles des Christians-Sundes -- auch _Fiord_
genannt -- nachzutragen, die mir bei der Herreise durch die Dunkelheit
entzogen wurde. -- Wir kamen da Nachmittags vorüber. -- Die Lage des
Städtchens _Lauervig_ gehört zu den ausgezeichnetsten. Es breitet sich
auf einer erhöhten Naturterasse aus, und ist im Hintergrunde von schönen
Gebirgen umgeben. Vorne liegt die Festung _Friedrichsver_ auf einem
Fels, der von vielen Klippen und Felsen umgeben ist, auf welchen einzelne
Wachhäuschen stehen. Links sieht man das weite Meer.
Bei _Friedrichsver_ hatten wir uns über eine Stunde verhalten. Es
wird nämlich, wie auf der Hinreise von Kopenhagen nach Christiania bei
Sandessund, so auf der Rückreise bei Friedrichsver angehalten, um die nach
_Bergen_ abgehenden Reisenden dem bereits vor Anker liegenden Dampfschiffe
zu übergeben.
Dieß Bild machte den Schlußstein des _Fiordes_, folglich auch des Schönen,
denn nun ging es hinaus in die offene See, und schon nach einigen Stunden
war alles Land unserem Blicke entschwunden. Wir sahen nun nichts als Himmel
und Wasser, bis wir am folgenden Morgen an die _Scherren_ kamen und nach
_Gothenburg_ einlenkten.