Indianer-Gedanken

"Nehmet wahr der Raben;

sie säen nicht, sie ernten auch

nicht, und euer himmlischer

Vater nähret sie doch."

Lucas 12, 24

Wer in den letzten fünf oder sechs Jahren in einer der größeren

Städte des Continents seinen Aufenthalt hatte, oder gelegentlich dort

verweilte, erinnert sich vielleicht einer farbigen Truppe, die unter

der Aufsicht eines weißen Unternehmers von Ort zu Ort zog, ihre Zelte

aufschlug, in einem abgeschlossenen Raum ihre Künste, Kriegs-Tänze

und sonstige absonderliche Gewohnheiten vorführte, und unter denen

ein geschlossenes Contingent von etwa fünfzig bis sechzig Indianern

des _Sioux_- und _Cheyennes_-Stamms das Haupt-Interesse des Publicums

herausforderte.

Als junger Arzt in einer größeren Stadt Mittel-Deutschlands ansässig,

hatte ich damals, um Beschäftigung zu erhalten, gegen ein gewisses

Pauschale die Verpflichtung übernommen, allen durchziehenden

Gesellschaften, Circustruppen, Angestellten bei Menagerieen,

Variete-Gesellschaften und drgl., die alle auf den Platz und das

Etablissement eines und desselben Besitzers angewiesen waren, kostenlos

die erste ärztliche Hülfe angedeihen zu lassen.--Dieser Fall trat nun

auch bei den Indianern ein, die, aus einem wärmeren Klima kommend, und

mit einer feinen, auf den directen Contact mit der Luft angewiesenen,

Haut ausgestattet, unter den ungewohnten Kleidern, und in unserem

rauhen Klima, den mannigfachsten Erkältungen ausgesetzt waren. Während

meiner Besuche, die sich auf das Verordnen allgemein diätetischer

Maßregeln beschränkten, lernte ich auch den Häuptling kennen, der,

nichtwissend, daß ich für meine geringen Dienste bereits belohnt sei,

in jeder Hinsicht mir seinen überströmenden Dank bezeigte, mich in

manche Feinheiten ihrer Sitten und Sprache einweihte, und mit dem ich

zuletzt in ein förmlich freundschaftliches Verhältniß trat.--So weit

war dieß gut.--

Eines Tags saß ich zu Hause, als meine Aufwärterin hereinkam, und

mir mittheilte, draußen auf der Gasse treibe sich ein sonderbar

aufgeputzter Mensch herum, begleitet von einer Schaar neugieriger

Schuljugend, und scheine etwas zu suchen. Ich öffnete das Fenster.

Es war mein Freund, der Häuptling. Er war überglücklich, als er mich

sah. Ich bat ihn hereinzukommen. Er hatte mich aufsuchen wollen. Meine

Wohnung, in der es nach meiner Berechnung manches für ihn Wichtige und

Interessante zu sehen gegeben, reizte übrigens zu meiner Verwunderung

nicht im Mindesten seine Neugierde. Er hatte immer nur seinen Blick

freundlich aber fest auf mich gerichtet.--Eine Cigarre, die ich ihm

anbot, lehnte er ab. Ebenso eine Tasse Kaffee, die ich ihm machen

lassen wollte. Ein Stückchen Kautabak, von dem ich die Hälfte abbrach

und in meinen Mund steckte, nahm er an. Mit Mühe vermochte ich ihn,

sich auf mein Sopha niederzulassen. Er stand sofort wieder auf,

und gab durch einen Seufzer seine Verlegenheit und Unzufriedenheit

kund. Er wollte sich dann auf den Boden niederlassen. Bis ich einen

gewöhnlichen, hölzernen Küchenstuhl hereinbrachte. Den acceptirte er.

Der Häuptling war in voller Kriegsrüstung; auf dem Kopf den bekannten

mit starrenden Federn besetzten Kranz, dessen Enden auf die Schultern

niederflossen; in den Ohren zwei große goldene Spangen; die nackten

Körpertheile mit einer Art pompejanisches Roth prachtvoll bemalt; im

Hüft-Gürtel, der ein kurzes enganliegendes Beinkleid zusammenhielt, ein

kostbar gearbeiteter Tomahawk; der ganze Mann noch einmal eingehüllt

in eine dunkelblaue, mandelartige Hülle, die aber kein indianisches

Kleidungsstück, sondern eine Art Reisekleid und Schutz gegen die

Unbilden des europäischen Klimas war. Der Häuptling hatte jenen

misanthropischen Zug in dem mageren Gesicht, der die meisten seiner

Stammesgenossen auszeichnete, und der auf eine, ich möchte sagen

Jahrhunderte lang genährte und organisch gewordene Unzufriedenheit und

Verbitterung des Gemüthes hinwies. Er starrte mich lang und penetrirend

an, wie ich es von ihm nicht gewohnt war. Er sprach etwas englisch,

und so war die Möglichkeit der Verständigung gegeben. Ich vermied es,

ihn auf kalt-europäische Weise zu fragen, was ihn zu mir führe. Und so

stockte die Unterhaltung für längere Zeit. Endlich, nachdem er geraume

Weile seine zwitterhaft glänzenden Augen wie spitze Pfeile auf mir

hatte ruhen lassen, begann er in dem ruhigen, freundlichen Ton, den ich

an ihm gewohnt war.--

"Doctor, Du hast mit Deiner Geheimkunst meine Leute wieder zufrieden

gemacht, und der große Geist, den ich gebeten habe, wird sein Auge

auf Dir ruhen lassen!"--"Das ist nicht der Mühe werth,"--meinte

ich,--"Durch Wärme und gute Nahrung wären sie sowieso gesund

geworden."--"Aber, Doctor, diese Leute sind es nicht allein; unser

ganzer Stamm ist krank!"--"Wieso,"--fragte ich verwundert,--"was ist

passirt?" "Unser Stamm ist krank, und will sterben!"--wiederholte

der Indianer mit unverbrüchlicher Ruhe, als wäre es der einfachste

Gedanke der Welt.--"Warum wollt Ihr sterben?"--frug ich mit tiefer

Theilnahme.--"Doctor,"--sagte der Häuptling,--"Dein Auge gefällt

mir; es ist ein See der Wahrheit; Du wirst nicht lügen; nenne

mir Deine Geheimkunst, und der große Geist wird sein Auge auf Dir

ruhen lassen!"--"Was soll ich Euch sagen? Was wollt Ihr von mir

wissen?"--"Die _Sioux_ und die _Cheyennes_ und die _Arapahons_

und die _Dakota_ wollen sterben!"--"Und warum?"--"Weil wir nicht

leben können!"--"Und warum"--"Weil die Todtengesichter um uns herum

uns erwürgen, und uns mit den Feuerschlünden zusammenschießen wie

Büffel!"--"Wer sind das, die Todtengesichter?"--"Die Pferds-Leute um

uns herum mit den dicken Knochen und der Lügenspur im Angesicht."--"Um

Euch herum wohnen doch die Amerikaner?!"--"Ja, die Pferds-Leute!"--"Und

deshalb wollt Ihr sterben?"--frug ich verwundert, und nicht wenig

erschrocken im Innern über den grauenhaften Gedankengang des Indianers.

Der Häuptling saß mir gegenüber, vollständig ruhig und ohne jede

Erregung, als wäre dieser Gedanke seit Jahren nach allen Seiten von

ihm erwogen worden, als wäre diese Frage eine immer wiederkehrende

Erörterung in den Versammlungen seines Stamms.--"Was meinst Du zu

_Brandy_, Doctor,"--nahm der Indianer wieder das Wort,--"die _Sioux_

trinken gern das Feuerwasser der Pferds-Leute?"--"Ja, was wollt Ihr

mit dem Brandy?" frug ich erwartungsvoll.--"Wir könnten alle unsere

Thierfelle, die wir noch haben, gegen Feuerwasser eintauschen, und alle

unsere Leute berauschen, und, wenn sie wie todt daliegen, ihnen die

Hälse abschneiden."--"Das wär' ja eine fürchterliche Metzelei!"--"Ja,

aber wir wären schön gestorben!"--"Wieviel seid Ihr da drüben?"--"Die

Sioux sind fünftausend, Männer und Weiber."--"Und wieviel Kinder habt

Ihr?"--"Wir haben keine Kinder."--"Was?"--rief ich erstaunt,--"es

müssen doch Kinder da sein!"--"Doctor, nein, es sind keine Kinder da;

seit zehn Jahren ersticken wir sie."--"Mein Gott!"--rief ich,--"wie

gräßlich; so habt Ihr Euer Zerstörungswerk schon begonnen?"--Der

Indianer schien mich nicht zu verstehen, oder meine Verwunderung

für gegenstandslos zu halten; wenigstens gab er mir keine Antwort.

Erst nach längerer Pause, wie mir schien, des Selbstbesinnens,

sagte er, "Doctor, was hast du gegen den Brandy?"--"Ich habe nichts

gegen den Brandy;"--antwortete ich halb gleichgültig,--"ich finde

es nur scheußlich, ein ganzes Volk so hinzumorden; aber, wenn Ihr

es nun doch vorhabt, so finde ich es gräßlich durch Schnaps zu

sterben."--"Ja, Doktor"--antwortete der Alte, der diesmal aufmerksam

zugehört hatte,--"Du hast Recht, der Brandy ist ein schlechtes Wasser,

er macht so gemeine Grimassen,--wie die der Pferdsleute...."--"Wie

wer?"--warf ich dazwischen.--"Wie die Pferdsleute!"--betonte der

Alte nachdrücklicher, und ergänzte sich dann noch mit: "wie die

Todtengesichter mit den dicken Knochen, die um unsere Jagdgründe

wohnen...."--"Wie die Amerikaner, willst du sagen?"--frug ich

noch;--"ja," ergänzte der Häuptling fast schläfrig,--"wie die

Amerikaner;---nein, Doctor, der Brandy ist nichts; auch würde der

große Geist uns zürnen, wenn wir in seine Jagdgründe kämen;--Doctor,

nenn' mir ein anderes Mittel aus deiner Geheimschachtel."--"Mein

lieber Freund,"-sagte ich; das furchtbare Vorhaben des Indianers

zwängte mir unwillkürlich das vertrauliche 'Du' auf die Lippen,--"ein

solches Vorhaben ist nie an mich gestellt worden; unser Arzneischatz

hat zwar starke Gifte, aber wir theilen sie in kleine und kleinste

Gaben, und verdünnen sie mit viel Flüssigkeit, weil wir Segen und

Heilung damit wirken wollen;--übrigens,"-fuhr ich nach einigem Besinnen

weiter,--"Ihr habt ja selbst tötlich wirkende Kräuter; Ihr habt ja

das Pfeilgift...."--"Doctor!"--fiel der Indianer mir langsam und

schlau blinzelnd in's Wort,--"Du hast keinen so scharfsinnigen Gott

wie wir; der große Geist kennt das Gift unserer Pfeile; er würde es

riechen; und wir kämen nicht in die ewigen Jagdgründe!--Doctor, nenn

mir ein anderes Mittel aus Deiner Geheimschachtel, und Du sollst

einstmals neben mir Deine Pfeile in den leuchtenden Jagdgründen

des großen Geistes abschießen!"--"Warum pactirt Ihr nicht mit den

Amerikanern, mit den Pferds-Leuten, wie Ihr sie nennt,"--versuchte

ich dem Gedankengang des unheimlich gleichgültigen Indianers eine

andere Richtung zu geben,--"grenzt Euer Gebiet ab; es ist ja noch

so viel Platz da drüben."--"Doctor, spricht auch der Hirsch mit

dem Jäger über die Bedingungen des Lebenbleibens?!"--(dann nach

einer Pause) "nein, Doctor, wir müssen sterben; aber weil wir keine

Hirsche sind, sondern doch jedenfalls Sioux, Cheyennes und Dakota

sind, wollen wir sterben; wir wollen wie flinkfüßige Hirsche den

Pferds-Leuten zuvorkommen, und schneller sterben, als es ihnen lieb

ist...."--"Der Plan ist teuflisch, der Plan ist infernal,"--rief ich

voll Entsetzen,--"welches Scheusal unter Euch hat diesen fürchterlichen

Plan ausgeheckt?"--"....Doctor,"--fuhr der Häuptling fort, indem er

das Letzte entweder überhört hatte, oder nicht würdigen wollte,--"was

hälst Du vom Tabak?"--"Ich halte nichts vom Tabak!"--erwiderte ich

unmuthig,--"Der Tabak ist ein langsames Gift, er umwirbelt Euren

Geist; er täuscht Euch, aber er tödtet Euch nicht."--"... Und er

macht die Menschen im Innern so schmutzig!"--ergänzte der rothfärbige

Schlaukopf, der diesmal scharf aufgepaßt hatte,--"auch würden die

Weiber den scharfen Saft spüren, Verdacht schöpfen und zu kreischen

anfangen!... Unsere Weiber wissen nichts.... ihre Seele ist zu

klein;... nein, Doctor,--aber ich habe gehört die Schachtel des weißen

Medizinmanns hat Gift von denen, was in einen hohlen Zahn hineingeht,

genügt, Tausende zu morden, und man riecht nichts und schmeckt nichts,

und es färbt sich nichts, und bleibt Alles inwendig wie auswendig;

Doctor, zeige Dein Herz so rein, wie Dein Aug' ist, und hilf Deinem

Freund, den großen Geist betrügen!"--"Berühmter Häuptling," ich, "was

Du hier von unseren Giften behauptet hast, ist nicht so wörtlich zu

nehmen, vielleicht hat es einer von den Unsern einmal ausgerechnet;

aber so viel Gift bereiten wir nicht im Voraus; weil wir nicht Tausende

hinmorden; der tausendste Theil dessen, was unter einen Fingernagel

hinunter geht, hat schon heilkräftige Wirkung; woher denn Centner Gifte

auf einmal herholen, um die drei Stämme zu vernichten!?"-Der Häuptling

schaute mich mit dem pfeilspitzen Blick seines zugekniffenen Auges

an; alles, was ich vorgebracht hatte, war nicht ganz wahr; vielleicht

gibt es in unserem Gesicht eine feine Reaction der Unwahrheit, welche

diese fremden Völker erkennen, und welche eintritt, wenn sie mit

dem Griffel ihres stahlgrauen Auges die Probe machen; ich fühlte

der Häuptling wisse, daß ich Ausflüchte suchte. Als er aber meine

Verlegenheit merkte, und, daß ich mich durchschaut fühlte, schonte

er mich, und schaute weg.--"Wir _Sioux_ und _Cheyennes_,"--fügt er

dann nach längerem Besinnen hinzu,--"sind doch noch zu sehr Menschen;

wären wir Thiere!... Dem Thier verhüllt man das Auge, und treibt ihm

einen Stachel durch das Hirn; aber die Sioux sind doch noch Menschen.

Welches Unglück, zwischen den Pferdsleuten, und Thieren in der Mitte

stehen zu bleiben!... (dann nach einer längeren Pause) Wir könnten

auf allen Vieren im Wald herumlaufen, uns Hörner aufsetzen, wie die

Hirsche bellen, und uns zusammenschießen lassen!... aber schließlich

würden die Pferdsleute dahinter kommen, sich enttäuscht von unseren

blutenden Körpern zurückziehen, und wir müßten hilflos im Wald

verrecken."--"Häuptling,"--entgegnete ich--"Deine Phantasie ist

schrecklich; was Du vor hast, ist das Unerhörteste in der Geschichte

der Völker; und wie Du es vor hast, ist es eine Grausamkeit, die an

Wahnsinn grenzt!--Wenn Ihr partout sterben wollt, warum ergreift Ihr

nicht die Waffen, und stürzt Euch geschmückt und bemalt mit wildem

Kriegsgeschrei auf Eure Feinde, vernichtend und niedermetzelnd, was

sich Euch in den Weg stellt, und zuletzt der Uebermacht erliegend? Wäre

das nicht der schönste Todt für den Krieger?"--"Doctor,"--entgegnete

mit großer Schläfrigkeit der Indianer--"warum grundlos so viel Blut

vergießen?!--Wir haben unsere Skalpe;... Jeder _Sioux_ muß so viel

Skalpe genommen haben, als er Finger hat; seit vierzig Jahren haben wir

gesammelt; die Stärkeren haben für die Schwachen gearbeitet; die Skalpe

unserer Feinde liegen vertrocknet tief im Wald aufgehäuft, und die

Blaßgesichter haben auf der Reise in die Ewigkeit ihre nackten Schädel

dem großen Geiste vorgezeigt; er hat sie gezählt; und den _Sioux_

steht offen der Weg zu den großen Jagdgründen!--Warum jetzt noch

schmutziges Blut vergießen?--Nein! Doctor, Du kennst nicht das Gefühl

der _Sioux_ und _Dakota_; wir sind wie ein verwundetes Thier, das weiß,

daß es sterben muß, und sich tief im Gebüsch verkriechen möchte, um

das dumme, unreinliche Geschäft allein und unentdeckt zu vollbringen;

aber ein tiefer, alter Gedanke, will uns immer wieder hindern und

uns daran erinnern, daß wir mehr wie Thiere sind;... (nach längerem

Besinnen) Unser Fleisch soll sehr gut schmecken!..."--"Was meinst

Du, Häuptling?"--entgegnete ich,--"Habt Ihr gutes Wild und reiche

Jagdreviere?"--"Nein,--unser Fleisch soll gut schmecken!"--"Wessen

Fleisch?--Euer Fleisch!--Ihr seid keine Menschenfresser?!"--"O

nein der _Sioux_ müßte ausspeien!--Aber wir könnten unsere jungen

Mädchen und Jünglinge sehr sorgfältig braten und mit Kräutern und

Lorber geschmückt den Pferdsleuten überschicken,--unser Fleisch gilt

höher als das des Ebers,--und die andern würden sich inzwischen im

tiefsten Wald aufhängen; und die Blaßgesichter würden erkennen, unsere

Religion erlaubt uns, großmüthiger zu sein, als ihr an einem Balken

aufgehängter, todter Gott!..."--In diesem Augenblick wurde der rothe,

kriegsgeschmückte Mann vor mir auf dem Holzstuhl von heftigem Zittern

und Schluchzen befallen; er reckte und dehnte die mageren Arme vor

sich zwischen den Knieen und verbarg das verrunzelte, wie in einem

Krampfanfall zusammengekniffene Gesicht gegen die Brust hin; war es

ein Raptus des Schmerzes, oder die indianische Weise zu weinen; keine

Thräne stahl sich über sein Gesicht; aber gleich darauf sprang er

plötzlich mit einem einzigen Satz, und mit einem Schrei in die Höhe,

als sei er von einem schrecklichen Gedanken erlöst worden, wobei ich

zu meinem höchsten Erstaunen bemerkte, daß er den funkelnden Tomahawk

in der hoch emporgehaltenen Rechten hielt. "Doctor",--sagte der

Häuptling,--"der große Geist hat sein Auge auf Dich gerichtet, und

Deinen Weg behütet."--Dann wurde der Alte wieder sehr ruhig und still,

setzte sich wieder auf einen Moment hin, sah mich mit einer freien,

fast freudigen Miene an, musterte jetzt erst mit einiger Neugierde

mein Zimmer, brach dann seinen Besuch ab, und empfahl sich zuletzt mit

derselben Freundlichkeit und Ehrerbietung, mit der er mich immer in

seinem Lager ausgezeichnet hatte, und mit den englisch gesprochenen

Worten: Well, Doctor, we shall see about all that, when we have coming

home. (Nun, Doctor, wir werden über dem allen ins Reine kommen, wenn

wir erst wieder zu Hause sind).

Visionen: Skizzen und Erzählungen · 第 12 / 17 题