in Berlin 17,2
Charlottenburg 13,3
Schöneberg 10,8
Wilmersdorf 13,2
Neukölln 19,4
Lichtenberg 20,0
Damit ist ihre stärkere Beteiligung an der jüdischen Volksvermehrung,
die von Segall bestritten wurde, von Segall selbst erwiesen. Die Zahl
der 0-6jährigen Kinder war bestimmt eine bei den Ausländern
verhältnismäßig noch größere, da ihre Einwanderung -- wie wir sahen --
erst im Anfang dieses Jahrhunderts stark eingesetzt hat, kann ihr
Nachwuchs erst allmählich in die Erscheinung treten. Die 6-15jährigen
müssen daher beträchtlich weniger als die 0-6jährigen sein.
Ich habe in der bereits citierten Arbeit über die Berliner Juden des
weiteren nachgewiesen, daß die Eltern, welche ein drittes, viertes,
fünftes und sechstes Kind bekamen, in immer stärkerem Maßstabe Ausländer
waren. So daß letzten Endes die Familien mit sehr großer Kinderzahl in
50% ausländischen Juden angehören. Die Juden aus dem Ausland sind somit
1) überhaupt ehefreudiger 2) gehen weniger Mischehen ein und 3)
beschränken sie ihre Kinderzahl nicht so stark. Ohne diese Einwanderung
wäre die Kinderziffer der deutschen Juden nicht einmal zwei pro Ehe.
Ohne die Einwanderung wäre die Frage keine Frage mehr.
Bei dem Geburtenproblem operiert Jacob Segall immer mit den
ausgewanderten deutschen Juden, das heißt eine klare Sache verwirren
wollen. Wir kennen die Ziffer der Eheschließungen und kennen die
Geburtenziffern. Wenn keine Auswanderung erfolgt wäre, wäre die Zahl der
Eheschließungen und die Zahl der Kinder etwas größer; aber ihre Relation
bliebe die gleiche. D. h. mit anderen Worten, die Auswanderung hat das
Zweikindersystem der deutschen Juden nicht verursacht oder begünstigt.
Für mich ist eine derartige Deduktion wissenschaftlicher Unsinn!
Bei der Bedeutung Berlins mag die Anführung ihrer Statistik gestattet
sein. Es gab in Berlin allein