*Hofapotheke,* Eckhaus am Markt. 1543 in got.renss. Mischstil aus einem

Bau des 16. Jh. adaptiert.

*Wohnhaeuser* des 16.-18. Jh. in groesserer Zahl und oft gut erhalten;

namentlich ist Coburg eine Stadt schoener Erker. -- Besterhaltenes

Renss.Haus Herrengasse no 17 ao. 1591; ebenda no 4 sog. Kemnate

(Trinkstube der fuerstl. Beamten); Spitalgasse no 25 mit steinernen

Hofarkaden. Zahlreiche Renss.Portale in Rosengasse und Ketschengasse.

Erker in der Judengasse, Spitalgasse und am Markt. -- SpBarock:

Gymnasiumsgasse no 5 um 1700, Spitalgasse no 5 ao. 1739, ebenda no 12 mit

reicher Stuckdekoration. Das Rokoko ist schwach vertreten (ganz huebsch

Spitalgasse no 14 ao. 1785), reichlicher der Klassizismus. -- Die einst

zahlreichen Fachwerkhaeuser zusammengeschmolzen oder durch Putz verdorben;

von ihm kuerzlich befreit Steingasse no 14 ao. 1627.

*Brunnen* Rueckertstr. 1679, zwei auf dem Markt 1687.

*Veste* (166 m ueber der Stadt). Unter Otto III. als koenigliches Gut

erwaehnt, als castrum zuerst 1265. Damals im Besitz der Grafen von

Henneberg (bis 1248 des Herzogs von Meran). 1353 durch Erbgang an das Haus

Wettin, dem es verblieben ist. -- 3 rom. Pfll. im Erdgeschoss des jetzigen

"Fuerstenbaues" sind Reste des Palas aus 12. oder 13. Jh. Heideloff wollte

1840 Spuren einer rom. Doppelkapelle entdeckt haben; nicht mehr zu

kontrollieren. Auch die im sp. Ma. mehrmals genannte Doppelkap. ist

verschwunden. Im heutigen Bestande der Veste ist nur weniges (das Zeughaus

in den Aussenmauern) aelter als der Brand von 1500. Auf diesen folgte eine

umfassende Erneuerung, bei welcher der Kriegszweck schon der bestimmende

war. 1540 Verlegung der Residenz in das Stadtschloss. Der Plan von 1553

zeigt in Uebereinstimmung mit dem heutigen Bestande eine doppelte Ringmauer

mit Zwinger. Verstaerkung der Aussenwerke unter Johann Kasimir durch _Gideon

Bacher_ 1614 ff. Belagerung 1635. Ausbesserung und letzte Vollendung

1669-71. Die 1838 begonnene Restauration beeinflusste die bauliche

Erscheinung stark, weshalb dem Beschauer Vorsicht zu empfehlen ist. -- Die

Ringmauern umschreiben, dem natuerlichen Fels sich anschliessend, ein

ungefaehres Oval von ungefaehr 230 : 110 m. Haupteingang von S durch ein

imposantes Bar.Tor von 1671 (der Strassenzug, sowie der hinter dem Tor ueber

der inneren Mauer sich erhebende Turm ist modern). Die beiden keilfoermigen

SBasteien mit ihren malerischen kleinen Auslugtuermen schon auf Abbildungen

von 1625 und 1626. Die SFront hat uebereinander 3 Verteidigungsgaenge. Der

Wehrgang des obersten, oestl. vom "hohen Haus", ist moderne Imitation. Der

vom NWEingang ausgehende Tunnel um 1553. Der ihn schuetzende Rote Turm

verschwunden. Die Baerenbastei (W) aus 17. Jh. Die am meisten gefaehrdete

OSpitze durch den grossen runden Eselsturm (Ruine) gedeckt. Hier wird der

Bergfried der ma. Burg vermutet. Die ueber ihr liegende "hohe Bastei" eine

kuenstliche Aufschuettung nach dem 30jaehrigen Kriege. -- Das Innere des

Berings wird durch eine Quadermauer in 2 weitraeumige Hoefe ohne

geschlossene Gebaeudefolge zerlegt. a) _der oestl. Burghof_. Das

Hauptgebaeude besteht aus 2 im rechten Winkel zusammenstehenden Fluegeln:

"Hohe Kemenate" und "Fuerstenbau", der letztere auf den Grundmauern des

rom. Palas, die spgot. Teile nach 1501, die in Fr.Renss.-Formen

ausgefuehrten von _Nik. Grohmann_ 1553-58; im wesentlichen jedoch die

Fassade M. 19. Jh. Hinter der offenen Galerie 2 Raeume mit wohlerhaltenen,

z. T. reich geschnitzten hoelzernen Decken. Der schoene Kachelofen aus A.

17. Jh. (im Kupferstichkabinett) neuerlich in Muenchen erworben. Im O.

schliesst sich die Kapelle an; durch oefteren Umbau, namentlich auch im 19.

Jh., historisch entwertet; "Wiederherstellung" beabsichtigt. Der WFluegel

("Hohe Kemnate") hat spgot. Mauerwerk und z. T. spgot. Fenster. Der alte

Bankettsaal jetzt Waffensaal; die Tuerumrahmung neu, alt der eiserne Ofen

mit Reliefplatten um 1480. Im selben Geschoss das sog. Lutherzimmer; die

Erscheinung wesentlich neu, alt der eiserne Ofen, bez. 1548. (Das Zimmer,

in dem Luther 1530 in Wirklichkeit gewohnt hat, ist ein anderes und

vollstaendig veraendert.) In den Zimmern des Obergeschosses ist Altes und

Neues sehr gemischt; bmkw. das Rosettenzimmer mit spgot. Tuergestell und

renss. Kachelofen (wohl fremd). Im Jagdzimmer (sog. Hornzimmer) die

Wandbekleidung mit Intarsia und Schnitzerei von 1632 aus der Ehrenburg

uebergefuehrt; sie gehoert zum Schoensten, was in dieser Art in Deutschland zu

finden; die Vorlagen zu den Jagdszenen von _Wolfgang Birkner_; die Moebel

verschiedenen Ursprunges, aus den Vorraeten der Veste zusammengestellt. --

b) _der westl. Burghof_. An der SMauer, deren Wehrgang neu, das Zeughaus

("hohes Haus") von 1489, rest. nach Brand 1500, mehrstoeckiger Giebelbau,

von huebscher Wirkung die Dacherker (Fialen aus Zink 1850); der Turm hat

den ma. Charakter eingebuesst. Die Zisterne mit gutem Renss.-Baldachin um

1540. Im uebrigen enthaelt der Hof schlichte Wirtschaftsgebaeude. -- Die

Verlegung der Residenz in die Stadt 1540 ist Ursache, dass die

baukuenstlerische Entwicklung der Veste ueber diese Zeitgrenze nicht

fortschritt. Die Restaurationen des 19. Jh. sind im einzelnen aergerlich

und irrefuehrend genug, fuer den summarischen Eindruck aber sind sie

ziemlich unschaedlich, und zumal die Aussenansichten von unvergaenglichem

Reiz. Ein wertvoller Zuwachs die im 19. Jh. angelegten _Kunstsammlungen_,

aus denen hervorzuheben: 2 Altarfluegel, fraenkisch, 1. H. 15. Jh., 12

Tafelbilder von _Cranach_ und seiner Werkstatt; 7 Fuerstenbilder von _Jost

Stettner_ M. 16. Jh.; zahlreiche Portraets aus 2. H. 16. und 17. Jh.;

karolingischer Elfenbeindeckel aus Gandersheim; Sandsteinmadonna aus

Koenigsberg A. 15. Jh.; Holzmadonna A. 16. Jh. aus der H. Kreuz-K. in

Coburg; von einem ausgezeichneten Werkstattgenossen Riemenschneiders; von

demselben Altarwerk, 2 Engel und 3 Relieftafeln; Kruzifix von _Veit Stoss_

(?) und zahlreiche andere Holzskulpturen des 15. und 16. Jh.

Ausgezeichnete Moebel, Glaeser, Waffen. Bedeutende Kupferstichsammlung, auch

mit Miniaturen und Handzeichnungen.

_KOHREN._ K. Sachsen AH Borna.

*Stadt-K.* Ursp. rom. Pfl.Basilika, von M. 15. Jh. ab wiederholt

ueberarbeitet; 1878 rest. -- _Altarwerk_ 1616, Holzaufbau mit bmkw.

Gemaelden.

*Burg*. 2 starke Rundtuerme erhalten.

_COLDITZ._ K. Sachsen AH Grimma.

*Gottesackerk. St. Nikolai*. Rom. 12. Jh., einfache rom. Tuer. Denkmaeler

des 16.-18. Jh.

*Stadt-K.* 15. und 16. Jh., verbaut. Gute Abendmahlsgeraete.

*Rathaus* 1540, Giebel 1650. -- *Wohnhaeuser* des 16. und 17. Jh. --

*Schloss.* Genannt schon im 11. Jh.; der jetzige Bau erneuert 1578-91 von

_Hans Irmisch_ unter Beibehaltung got. Teile. Spaeter verwahrlost. Am

besten erhalten die eingebaute Allerheiligen-Kap. mit _Portal_ in

prunkvoll derben Formen von 1584.

_COeLLEDA._ Pr. Sachsen Kr. Eckartsberga.

*Peter-Pauls-K*. 1266 den Cisterc.-Nonnen ueberwiesen. Ursp. 3sch.

Basilika, jetzt sehr entstellt. Im Hochschiff kleine rundbg. Fenster,

dagegen die Arkaden spitzbg.

*Wiperti-K*. Bmkw. grosses _Alabasterepitaph_ der Familie v. Werthern 1586.

_KOLMDORF_ bei Bayreuth OFranken.

*Schloesschen* Karolinenruhe 1760.

_KOeNIGSBERG I. FR._ Sachsen-Coburg LA Coburg.

*Stadt-K.* beg. 1397, gew. 1432, Gwbb. voll. 1460. Mittelgrosser, mit

Aufwand durchgefuehrter Bau; durch Brand im 30j. Kriege sehr beschaedigt.

(Rest. A. 20. Jh.) -- Hallenkirche von 3 Sch. und 5 Jochen. Langchor von 2

Jochen und 5/8 Schluss. Im nordoestl. Winkel Turm, im suedoestl. Sakristei.

Der Chor war durch reichen plastischen Schmuck ausgezeichnet; in Hoehe der

Fensterbank figurierte Kragsteine; die Statuen fehlen. Aussen die

Strebepfll. durch Blenden gegliedert; von den in diese eingeordneten

_Statuen_ nur die eine der Maria verschont; von den uebrigen wenigstens die

Konsolen mit Tragefiguren. Unter dem Mittelfenster Blende mit 3

Baldachinen, denen ehemals 3 Statuen entsprochen haben. Unter dem

Kaffgesims Spuren von Wandmalerei. Naechst der Sakristei _Oelberg-Relief_. --

Mit dem Chor gruppiert sich der Turm, voll. 1446; davon erhalten, doch mit

Beschaedigung und Umarbeitung im einzelnen, die 4 ersten Geschosse; Friese,

rundbg. mit Nasen besetzt, trennen sie; an den Ecken breite Lisenen und

uebereck gestellte Streben, aehnlich denen des Chors mit Statuenblenden und

Baldachinen geschmueckt. Das letzte Geschoss E. 17. Jh. -- Viel staerker hat

das Lhs. gelitten; das Innere E. 17. Jh. ganz erneuert; duerftig. -- Die

*Ausstattung* des Chors mit niedrigen Schranken, Lesepult und Kanzel

sprenss. -- _Grabsteine_ 1593, 1675, 1676, 1682, 1703.

*Gottesacker-K*. 1428, rest. 1607 noch in got. Formen. -- Unter den

zahlreichen Grabsteinen einige von gediegener Arbeit, andere

gegenstaendlich interessant.

*Wohnhaeuser*. Das bemerkenswerteste Marienstr. 111 von 1733; reiche

Holzbildhauerei, doch nicht im Sinne des volkstuemlichen Fachwerkbaues,

sondern vom Steinbau beeinflusst.

_KOeNIGSBRUeCK._ K. Sachsen AH Kamenz.

*Stadt-K.* 1682 von _Chr. Gottschick_ und _G. J. Spiess_. Praechtiger

_Altar_ 1692 mit leidlichen Gemaelden. Interessantes _Epitaph_ M. v.

Schellendorf 1763, Holz, vergoldet. -- Auf dem *Friedhof* charakteristische

Gruftkapellen und Denkmaeler des 18. Jh.

Die *Wohnhausarchitektur* bietet zahlreiche schlicht reizvolle Stuecke aus

18. Jh.

_KOeNIGSFELD._ K. Sachsen AH Rochlitz.

*Dorf-K.* erneuert 1754. -- Kostbarer Altarbau aus Marmor, Serpentin und

Alabaster 1613.

*Schloss,* ursp. 13. Jh., wesentlich spgot. und frrenss.

_KOeNIGSHAIN._ K. Sachsen AH Zittau.

*Kath. Pfarr-K*. 1766 von _J. J. Kuntz_ in Reichenberg, 1sch. Rck.,

gedeckt mit 2 boehmischen Kappen. Entlang der Laengswaende unter den Fenstern

Emporen auf gewoelbten Arkaden. -- _Hochaltar_; ueber dem Tabernakel grosses

Rahmengemaelde, von fliegenden Engeln getragen; bez. _Phil. Leubner_ 1780.

-- Schoener _Kelch_ E. 15. Jh.

_KOeNIGSHOFEN_ im Grabfeld UFranken.

*Pfarr-K.* 1442-1496. Die Architektur von bmkw. hoher Qualitaet. Quaderbau.

Hallenkirche von 5 Jochen mit maessig gestrecktem 1sch. Achteckchor. Die

Raumverhaeltnisse ungewoehnlich in die Breite gehend, zum Ausgleich das

Msch. stark ueberhoeht. Engmaschige Netzgwbb. Bmkw. zierliche Portale,

leider stark rest. Die WEmpore mit gesuchter Einzelbildung ist das

Bravourstueck eines got. Nachzueglers aus der Juliuszeit; aus eben derselben

das noch got. Oktogon des im SO stehenden Turmes, das mit einer welschen

Haube uebrigens recht gut ins Verhaeltnis gesetzt ist; kunstvolle 2laeufige

Schneckenstiege. -- Das Relief des _Juengsten Gerichts_ im Bogenfeld des

WPortals sehr aehnlich dem in der Michaels-Kap. in Ochsenfurt. Mehrere

_Messingkronleuchter_ 17.-18. Jh. Ueberlebensgrosse _Madonna_, Holz, um

1500. Andere spgot. _Skulpturen_ in der Kapelle ueber der Sakristei. In

letzterer frgot. _Aquamanile_ (Pferdchen) und elegante _Elfenbeingruppe_

der Kreuzigung, 18. Jh.

*Rathaus* ansehnlich, spgot. und renss. (Kleine Sammlung staedtischer

Altertuemer.)

*Wohnhaeuser* am Markt, bar. und rok., im Uebergang zum thueringischen Typus.

*Marktbrunnen,* Schmiedeeisen, 16. Jh.

*Befestigung* (Fuerstbisch. wuerzburgisch) nach Specklinschem System, einige

Bastionen erhalten.

_KOeNIGSTEIN._ K. Sachsen AH Pirna.

*Stadt-K.* 1810. -- *Festung*. Die Anfaenge gehen bis ins 12. Jh.

Regelrechte Fortifikation seit M. 16. Jh. Der Haupteingang nach den Plaenen

des Nuernbergers _P. Buchner_ 1591. Die Christiansburg 1589-91 von

_Buchner_ und _Irmisch_. Johannissaal ("Neues Zeughaus") 1631. Die

Friedrichsburg 1721 erweitert; ihr reicher innerer Schmuck durch Brand

1744 zerstoert. Das alte Zeughaus 1594, die alte Kaserne ("Gardehaus")

1598, beide von _Buchner_. Aus A. 17. Jh. die Johann-Georgenburg, die

Magdalenenburg und die Kommandantur, veraendert nach Brand 1806. Bildnisse

in grosser Menge, u. a. J. R. v. Patkul und Chevalier de Saxe 1768 von _A.

Graff_. Der 180 m tiefe Brunnen 1581, das Brunnenhaus 1735 von _Joh. v.

Bodt_. Die Garnisons-K. hat im Chor noch Konstruktionen aus 13. Jh., vgl.

Kaempfer; umgebaut 1515 und 1631. -- Schoenes _Elfenbein-Kruzifix_ von

_Melchior Barthel_ um 1670.

_KOeNIGSWALDE._ K. Sachsen AH Zwickau.

*Dorf-K.* Normale rom. Anlage, Kunstformen nicht erhalten. -- Spgot.

_Schnitzaltar_.

_KOeNIGSWARTHA._ K. Sachsen AH Bautzen.

*Dorf-K.* 17. Jh. mit got. Resten. -- Adlige _Grabdenkmaeler_ in grosser

Menge.

Schloss erb. fuer den Reichsgrafen v. Dallwitz {~DAGGER~} 1796. Nuechterne

Lisenenarchitektur. -- _Bildnisse_ des wenig bekannten aber vortrefflichen

Malers _Hagelganss_ 1755.

_COeNNERN._ Pr. Sachsen Saalkreis.

*Stadt-K.* 1498. 2sch. Halle mit fehlendem suedl. Ssch. WTurm im Kern rom.

-- Spgot. _Taufkessel_.

_CONRADSBURG._ Pr. Sachsen Mansfelder Gebirgskreis.

Kloster-K. (Benediktiner). Erste Gruendung vor 1133, jetziger Bau

undatiert, nach seinen reichen Schmuckformen um 1200. Qsch. und Lhs.

fehlen (waren sie etwa ueberhaupt nicht zur Ausfuehrung gekommen?). Der Chor

nach dem Hirsauer Schema; die Nebenchoere kommunizieren mit dem Hauptchor

durch je eine Doppelarkade, von einem Blendbogen ueberstiegen. Die

abgefasten 8eck. Pfll. von origineller Ausbildung: an den Fasen Rundstaebe,

die oben in ein ueberfallendes Blatt zusammenlaufen. Die graetigen

Kreuzgwbb. ruhen an der Wandseite auf Konsolen. Das Gwb. des Hauptchors

eingestuerzt; als Ruine abgebildet bei Puttrich; jetzt notduerftig

eingedeckt. In der wohlerhaltenen Krypta sind die Pfeiler und Saeulen

Prachtstuecke bluehendster rom. Dekorationskunst; glatte Schafte wechseln

regellos mit spiralisch kannelierten.

_CONSTAPPEL._ K. Sachsen AH Meissen.

*Dorf-K.* (ehem. Wallfahrt). Rom. Backsteinbau, einer der aeltesten des

Meissener Landes. Lhs. 1sch., stark vorspringendes Qsch., Chorquadrat (bei

der Erweiterung 1884 die Schlusswand durchbrochen und im W ein Turm

hinzugefuegt). -- _Taufstein_ mit Reliefs 16. Jh. _Altartafel_, Beweinung,

von einem nicht unbedeutenden Kuenstler aus der Naehe _Cranachs_.

Lebensgrosse Bildnisse Luthers und Melanchthons aus _Cranachs_ Werkstatt.

_CORBETHA._ Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

*Dorf-K.* mit rck. WTurm im Uebergangsstil.

_KORBUSSEN._ Sachsen-Altenburg LA Altenburg.

*Dorf-K.* Rom. 12. Jh. quadr. Chor und Apsis, sonst veraendert um 1500.

_KORNBERG._ RB Cassel Kr. Rotenburg.

*Kirche* des ehem. *Benedikt.-Nonnen-Klst*. Ganz schmuckloser 1sch. got.

Bau mit 8 (meist zerstoerten) Kreuzgwbb., Chorschluss aus 8Eck, WEmpore ueber

2sch. Halle. -- Zweistoeckige Klostergebaeude um einen Hof ohne Kreuzgang.

_KOSELITZ._ K. Sachsen AH Grossenhain.

*Dorf-K.* Bmkw. Altargemaelde von _C. Roesler_ 1800.

_KOeSSERN._ K. Sachsen AH Grimma.

Herrenhaus, erb. 1695 fuer Oberhofjaegermeister Dietrich v. Erdmannsdorf. In

reicheren Formen das Kavalierhaus, nach Entwurf von _Poeppelmann_;

besonders stattlich der grosse Saal.

_KOeSTRITZ._ Reuss j. L. LA Gera.

*Fuerstl. Schloss* 1689-1704. Der Park eine interessante Anlage der

klassizistischen Zeit; Tempelchen usw.

_COSWIG._ K. Sachsen AH Meissen.

*Pfarr-K.* 1sch. Saal mit 3/8 Schluss 1497, erhoeht und mit Volutengiebeln

versehen 1611. Aus dem letzteren Jahr der Gemaeldezyklus an der Empore und

der flachen Decke. -- _Schnitzaltar_ E. 15. Jh., neu montiert A. 17. Jh.

_KOeTIZ._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Herrenhaus.* M. 18. Jh. Einfacher stattlicher Bau von _Samuel __ Locke_;

in der Ausstattung manches Huebsche.

_KOeTZSCHENBRODA._ K. Sachsen AH Dresden-N.

*Pfarr-K.* Netzgewoelbter polyg. Chor 1477, Sch. 1884. -- _Altar_ 1638 von

_Zach. Hegewald_, auseinandergenommen, von Interesse die Alabasterreliefs

und Sandsteinstatuetten; _Denkmaeler_ 1675, 1738. -- Im Dorf reizende renss.

_Brunneneinfassung_ mit Puttenrelief von _Hans Walther_ (?).

_KOTTMARSDORF._ K. Sachsen AH Loebau.

*Dorf-K.* 1735, die huebsche einheitliche Ausstattung (Herrschafts- und

Loebauer Ratslogen) gleichzeitig.

_KRAKAU._ K. Sachsen AH Kamenz.

*Dorf-K.* Mehrere Oelgemaelde 16. Jh. und gute _Bildnisgrabsteine_ 17. Jh.

_KRANICHFELD._ Sachsen-Meiningen Kr. Saalfeld.

*Stadt-K.* 1496, 1sch. flachgedeckt, gewoelbter polyg. Chor. Aenderungen

1702. -- Huebsches _Gestuehl_ 1520; _Grabstein_ einer Graefin Gleichen 1570.

*Schloss* ("Oberschloss"). Die auf einer Abb. von 1682 noch sehr stattliche

Gruppe hat seither viel verloren. Der aelteste Teil der sog. dicke Turm,

aus 12. Jh. Die sprom. Kap. einfaches Quadrat, Kreuzrippengewoelbe,

Ecksaeulen mit Wuerfelknaeufen; die Aussenwand mit fein profilierten Lisenen.

-- Sonst das Aeussere des Schlosses in der Haupterscheinung von 1530; eine

Menge groesserer und kleiner Giebel in einfacher FrRenss. (allein an der

SSeite ihrer 8). -- *Unterschloss* mit umfaenglichen ma. Resten, jetzt

modernisiert.

_KRANLUCKEN._ Sachsen-Weimar VB Dermbach.

*Dorf-K.* (kath.), Architektur und Ausstattung einheitlich 1750.

_KRAUTHAUSEN._ Sachsen-Weimar VB Eisenach.

*Dorf-K.* spgot. mit Kielbogenfenstern. Sch. 1709 verlaengert. -- *Schloss*

1710 einfach.

_CRAWINKEL._ Sachsen-Gotha LA Ohrdruf.

*Dorf-K.* im Kern und manchen Einzelheiten 1421 (I.).

_KRAYENBURG._ Sachsen-Weimar VB Dermbach.

*Burg*. Ausgedehnte, sehr zerstoerte Anlage. Der Palas aus der Zeit der

Grafen v. Frankenstein, 2. H. 12. Jh. [Sll. zur Rest. der Wartburg

verwendet.]

_KREINITZ._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Schloss* seit 1776.

_KREIPITZSCH._ Pr. Sachsen Kr. Naumburg.

*Schloss.* 1865 abgebrannt. Vom alten Bau erhalten Treppenturm 1611 und die

in reicher Rustika gehaltene Hofeinfahrt mit Seitenpfoertchen 1628.

_KREUSSEN._ OFranken BA Pegnitz.

*Pfarr-K.* Got. 5/8 Chor, Lhs. 17. Jh. Huebsches spgot.

_Sakramentshaeuschen_. Grosser _Altar_ 1688. -- An der SSeite 2stoeckige got.

Kapelle, jetzt Sakristei.

_KREUZBERG._ UFranken BA Neustadt a. S.

*Franziskaner-Klst*. 1681-95.

_KREUZBURG._ Sachsen-Weimar VB Eisenach.

*Nikolai-K*. Rom. Apsis 1215 in sehr grossen Abmessungen; in 7 Nischen je 1

Fenster zwischen einfachen Sll. Lhs. wiederholt abgebrannt, erneuert 1785.

Hoher WTurm 1428.

*Liborius-Kap*. 1499; Quaderbau; Netzgwb. auf gewundenen Diensten; Fenster

und Strebepfll. in ziemlich reichen Formen.

*Friedhofs-Kap*. (ehem. Pfarr-K.) 1252; die Rest. 1624 und 1710 haben von

den rom. Formen wenig uebriggelassen. Friedhofstor reich renss. 1624.

Got. *Klst.-K*. vor der Stadt, jetzt Scheune.

*Wohnhaeuser* mit Renss.Portalen.

*Stadtmauer* aus Ma., z. T. bis hinauf in rom. Zeit.

*Schloss.* Palas 1170, stark veraendert. Ringmauer gut erhalten, Zinnenkranz

und Spuren des Wehrgangs.

*Werrabruecke* 16. Jh., vielleicht mit Resten von 1223.

_KREUZEBER._ Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

*Dorf-K.* (kath.) 1738, 4 Kreuzgwbb. und 3/8 Schluss, Pilaster und

Fenstereinfassungen in Sandstein.

_KREUZWERTHEIM._ UFranken BA Marktheidenfeld.

*Pfarr-K.* Chor und Lhs. erb. 1443, unbedeutend, Turm 1753. _Schnitzaltar_

ca. 1510-20.

*Schloss* der Fuersten Loewenstein-Wertheim-Freudenberg, erb. 1736,

unbedeutend und verrenoviert.

_KRIEBSTEIN._ K. Sachsen AH Doebeln.

*Schloss.* Die gut ueberlieferte Baugeschichte laesst 4 Abschnitte

unterscheiden: vor 1382, nach 1382, 1451, nach 1465; 1566 ausgebaut. An

den alten Teilen bmkw. Einzelheiten. In der Ruestkammer gut erhaltenes

_Wandgemaelde_ um 1400.

_CRIMMITSCHAU._ K. Sachsen AH Zwickau.

*Stadt-K.* 1513. Einfach behandelter wohlraeumiger Hallenbau von 15 : 22 m,

geteilt in 5 Netzgewoelbe; der unsymmetrisch anschliessende rck. Chor mit

NTurm aus 14. Jh. -- _Epitaph_ v. Schoenberg 1597, reicher Saeulenbau mit

vielen Reliefs, von einem Dresdener Bildhauer (Walther?) aus der Schule

_Nossenis_. Halbzerstoerter _Taufstein_ mit Reliefs, treffliche Arbeit aus

1. H. 17. Jh. -- Mehrere schoene _Kelche_ aus M. 15. und A. 16. Jh.

_CROeBERN._ K. Sachsen AH Leipzig.

*Dorf-K.* 1750-55, stattlich. -- _Denkmaeler_ der Familien v. Breitenbach

und v. Seydewitz aus 16. Jh.

_CROCK._ Sachsen-Meiningen Kr. Hilburghausen.

*Pfarr-K.* (ehem. Wallfahrt) spgot. 1489, die damalige Gestalt nicht sehr

veraendert. -- Lhs. 1sch. mit Flachdecke, eingezog. polyg. Chor.

Vorspringender WTurm. Charakteristischer spaetestgot. _Taufstein_ 16. Jh.

_CROeLLWITZ._ Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

*Dorf-K.* spgot., durch zierliches Masswerk in den Fenstern, einen in

dieser Gegend ziemlich seltenen Schmuck, sich auszeichnend.

_KRONACH._ OFranken BAmtsstadt.

*Stadt-K.* Stattlicher got. Hausteinbau aus 3 Bauperioden, interessant

durch deren klare Abgrenzung bei guter Erhaltung. Chor 2 Joche und 5/8

Schluss, Kreuzgwbb. mit grossen dekorierten Schlusssteinen, 1. H. 14. Jh. --

Lhs. 5jochige Halle nach 1404, Kreuzgwbb. auf Rundpfll. -- M. 16. Jh.

Verlaengerung nach W., Empore, Decke gerippte Flachtonne. Portal mit

reicher Stabueberschneidung, darueber Statue des Joh. Bapt. 1540. --

Ausstattung grossenteils neu. In einer Seitenkap. _Pietas_ M. 15. Jh.

_Grabdenkmal_ von 1580 von einem Nachfolger des Eichstaedters _Loy Hering_.

-- In der Naehe (NO) zierliche 2stoeckige Kap. 1512.

*Rathaus.* Origineller hochgiebeliger Bau von 1583, Schule der

Plassenburg.

*Wohnhaeuser* in Stein und Fachwerk, 16.-18. Jh.

*Brunnen* mit S. Michael um 1650.

*Stadtbefestigung* des 16. Jh. grossenteils erhalten. Entwuerfe zu ihrer

Modernisierung von _Balth. Neumann_ 1741.

*Veste Rosenberg,* ehem. der Bischoefe von Bamberg. Gut erhaltene, fuer die

Geschichte des Wehrbaues lehrreiche Anlage. In der Kernburg hoher 4eck.

Buckelquader-Bergfried aus 13. Jh. Gut erhaltener got. Bering, an einer

Stelle bez. 1487. Einfache Renss.Bauten 1572, 1590, 1595. Der 3.

Befestigungsguertel 17. Jh. Kraeftiges Rustikator 1662 aehnlich wie in

Forchheim. (Kleines Museum zur Stadtgeschichte.)

_KROSIGK._ Pr. Sachsen Saalkreis.

*Dorf-K.*, Ruine einer typischen rom. Anlage.

_KRUKENBURG._ RB Cassel Kr. Hofgeismar.

*Burgruine*. Bmkw. die 1126 gewoelbte sehr hohe rom. Kap. In der Mitte

kreisf. Raum, von 12 m lichtem Durchmesser, ehem. mit Kuppelgwb., 4 rck.

Anbauten mit Tonnengwbb, schliessen sich kreuzfoermig an. Der got. Palas aus

der Zeit des Bischofs Wilhelm von Paderborn (1401-15) in grossen Teilen

erhalten.

_CRUMBACH._ Kr. Cassel-Land.

*Dorf-K.* got., rest. 1770, 1sch. mit polyg. Schluss. Interessant der runde

WTurm, der als Bergfried diente; Einsteigeloch vom Kirchenschiff aus; an

der Kirchhofsmauer Spuren eines Wehrganges.

_KUeHNDORF._ Pr. Sachsen Kr. Schleusingen.

*Dorf-K.* Lhs. rck., schmaelerer 5/8 Chor mit gutem Masswerk 1323. --

_Kanzel_ 1630 mit schoenen Intarsien. -- Als Gattung bmkw. die baeuerlichen

_Epitaphien_.

*Schloss,* frueher Johanniterkomturei, 1398 abgebrannt, Hauptbau noch

mittelalterl., Nebenturm renss.

_KULM._ Reuss j. L. LA Gera.

*Dorf-K.* gew. 1223, die ursp. Anlage vollst, erhalten, 1sch. Lhs. mit

quadr. Chor und 1/2kr. Apsis.

_KULMBACH._ OFranken BAmtsstadt.

*Pfarr-K.* Stattlicher spgot. Hausteinbau. Am Chor Inschr. 1439.

Wohlraeumige Hallenkirche von 5 Jochen, stark eingezogener Chor 2 Joche und

5/8 Schluss. Emporen und Gwbb. des Lhs. modern (1535 hoelzerne Tonne), WTurm

mit Masswerkfriesen und Spitzhelm. -- Imposanter _Barockaltar_ mit flotten

Skulpturen, am Sockel Portraetrelief des Markgrafen Christian (1603-55).

_Taufstein_ mit 4 guten Marmorreliefs A. 17. Jh., vielleicht von _Hans

Werner_ von Bamberg. _Grabsteine_ 17. Jh., recht gut der des Georg Wolf v.

Lainack. Glasgemaelde ca. 1550. -- Pfarrhaus 1730.

*Spital-K*. Kleiner, gut gegliederter Barockbau 1738, wohl vom

Hofbaudirektor _Fr. Grael_.

*Friedhofs-Kap*. gotisierend 17. Jh., gute Epitaphe 17. und 18. Jh.,

zahlreiche kapellenartige kleine Gruftbauten.

*Rentamt* (ehem. Langheimer Klosterhof). Reich gegliederter und

geschmueckter Barockbau 1694. Zwei schoene Toranlagen.

*Bezirksamt* (ehem. Regierung) einfache Renss. mit geschweiften Giebeln

wie auf der Plassenburg, Erker bez. 1562 _Caspar Vischer_.

*Rathaus* 16. Jh., Fassade 1752. -- Einige _Wohnhaeuser_ der Renss.

*Stadtbefestigung* teilweise erhalten; Gerichtsturm, wie ueblich rot

angestrichen, und Pranger.

_CUNEWALDE._ K. Sachsen AH Loebau.

*Dorf-K.* 1780. Grosser Saalbau mit Doppelemporen. -- Kanzel 1656. Bmkw.

Reste von spgot. _Altarplastik_. Zahlreiche _Grabdenkmaeler_ des 17. und

18. Jh.

_KUNITZ._ Sachsen-Weimar VB Apolda.

*Dorf-K.* 1774 und 1860. Gutes dreifluegeliges _Altargemaelde_.

*Burgruine* (jetzt Kunitzburg genannt, der alte Name Gleissberg). Vom rom.

Bau der Bergfried und die Suedwand des Palas erhalten.

_KUeNITZSCH._ K. Sachsen AH Grimma.

*Dorf-K.* Einheitlich von 1706. -- Zwoelf _Denkmaeler_ 1608-1782.

_KUeNSBERGK._ UFranken BA Mellrichstadt.

Bedeutende *Burgruine*, z. T. rom.

_KUPFERBERG._ OFranken BA Stadtsteinach.

*Stadt-K.* 1280-1300. Frgot. Basilika mit grossem Chorturm. -- Ansehnliches

Spitalgebaeude mit Kirche, 1738-42, angeblich unter Einfluss von _Balthasar

Neumann_ (?).

_KUeRBITZ._ K. Sachsen AH Plauen.

*Dorf-K.* 1624-26 auf Kosten des Frhr. v. Feilitzsch. Fuer diese dem

Kirchenbau unguenstigste Zeit ein ausserordentlich stattlicher Bau, dem

protestantischen Kultus angepasst. Der Hauptraum Quadrat von 16,5 m, die

Ssch. 2geschossig, Erdgeschoss 5 m h., Empore 7,7 m h. Im O polyg.

Altarhaus, im W starker vierseitiger, oben 8seitiger Turm; in die Winkel

dieser Bauteile gegen das Gemeindehaus je eine Wendeltreppe (im ganzen 4)

eingeschoben, aeusserlich mit 3 Achteckseiten hervortretend. Auf der WEmpore

die herrschaftliche Winterbetstube, ehemals reich und behaglich

eingerichtet (erhalten ein _Kamin_ von einfach vornehmen Formen, die als

Hermen fungierenden Gestalten der Fides und Spes vortreffliche Arbeiten).

Die Formen aussen und innen ernst und schlicht, mit manchen got.

Nachklaengen; z. B. die Fenster der unteren Reihe spitzbg., der oberen

rundbg., aber mit Masswerk. Aufwendiger nur das Hauptportal, Rustika mit

toskan. Ordnung, uebrigens von strengster Behandlung. -- _Altarwerk_ aus der

Erbauungszeit mit Teilen eines Schnitzaltars von ca. 1500. -- _Kanzel_ bez.

1626; die tragende Mosesstatue sowie die Evangelisten der Bruestung,

ueberraschend durch Formenreinheit im Sinne der Hochrenss., von derselben

ausgezeichneten Kuenstlerhand, die den Kamin schuf; das Tektonische in

aeusserstem Gegensatz zu der Durchschnittsneigung der Zeit von puritanischer

Einfachheit und Trockenheit. -- _Familiengruft_ der Herren v. Feilitzsch

mit Bildnisgrabsteinen von 1511 ab. In der Kirche Oelportraets derselben

Familie aus 17. und 18. Jh. Vierfluegeliger _Altar_ um 1500 (schlecht

rest.).

_KUeRNACH._ UFranken BA Wuerzburg.

*Pfarr-K.* 1723, vielleicht nach Angaben _B. Neumanns_. Eingezogener Chor

mit 3seit. Kappenschluss, im N und S Sakristeien, Lhs. flachgedeckt,

Kuppeldachreiter, Pilasterfassade, Fenster mit reicher Hausteinumrahmung.

-- Im Dorf 4 _Bildstoecke_, einer mit Kreuzigungsrelief bez. 1598. Sehr

stattlich die grosse Freigruppe der _Kreuzigung_ bei der Griessmuehle,

Zielpunkt der Flurprozession, bez. 1766.

_CORSDORF._ Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

*Dorf-K.* mit rom. Chorturm, Apsis, schmalen rundbg. Fenstern.

_KYFFHAeUSER._ Schwarzb-Rudolst. LA Frankenhausen.

*Burgruine*. Angeblich 1116 zum Schutz der kaiserl. Pfalz Tilleda gegr.

Die Konstruktion des Bergfrieds weist auf hoeheres Alter (?). Von der sehr

ausgedehnten Anlage fast nur noch die Grundmauern zu erkennen. -- Die

_Kapelle_ von derselben einfachen Anlage wie die rom. Landkirchen dieser

Gegend.

_L_

_LAAS._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Dorf-K.* Normale rom. Anlage: flachgedecktes kurzes Schiff, eingezogener

quadr. Chor und ueberwoelbte Apsis; von rom. Kunstformen nichts erhalten,

_LAMPERTSWALDE._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Dorf-K.* 1722. Flachgedeckter, nach O aus 8 Eck geschlossener Saal. --

Denkmaeler.

*Schloss* um 1690-1700.

_LANDESWEHR_ bei Meiningen.

*Burgruine.* Von der 1525 zerstoerten ma. Burg stammt der schraeg am Boden

liegende Hauptturm. Derselbe wurde 1685 durch Pulver gesprengt. Die Steine

der Burg wurden 1682 zum Bau der Elisabethenburg, des Residenzschlosses in

Meiningen, verwendet.

_LANDSBERG_ bei Meiningen.

*Schloss* des Herzogs von Sachsen-Meiningen, neugot. 1836-40 von _Doebner_.

Innen grosse Kunst- und Waffensammlung. 2 Oefen des 16. Jh, aus Saalfeld.

Wertvoll 4 geschnitzte und gemalte thueringische _Altaere_ E. 15. bis A. 16.

Jh. Vertreten sind: _Valentin Lendenstreich_, der _Meister der

architektonischen Baldachine_ und der _Meister des Neusitzer Altars_.

_LANDSBERG._ Pr. Sachsen Kr. Delitzsch.

*Stadt-K.* sprom. Schiff von 7 : 20 m, im O 1/2k. Apsis, WTurm in gleicher

Breite mit dem Sch. und gegen dieses in 2 Bogen geoeffnet. Rom. Tympanon,

S. Nikolaus zwischen Gotteslamm und Loewe.

*Doppelkapelle* der seit 1180 genannten Burg. Das weitaus interessanteste

Denkmal des Kreises. E. 12., A. 13. Jh. -- Rck. von 11,5 : 9 m, Aufbau in 2

gesonderten Geschossen, die durch eine Oeffnung im Boden des oberen in

Verbindung stehen. Jedes hat 3 graetig gewoelbte Schiffe von gleicher Hoehe.

2 Doppeljoche, in denen schwere kreuzf. Pfeiler und schlanke elegant

dekorierte Saeulen kontrastieren (Kapitelle interessante Weiterbildung des

Koenigslutterer Typus); im W ein quer durchlaufender Gang, im O 3 durch

beide Geschosse durchgehende Apsiden. Die enge Treppe liegt ausserhalb der

SWand und ist geraden Laufs. Das zweite Obergeschoss, als Wohnraum dienend,

ist spaetere Zutat. -- Die 2 merkwuerdigen _Portale_ in Sachsen analogielos.

Das groessere in der Architekturform einfach, nur Ruecksprung, aber die

Leibungsflaeche reich ornamentiert, an den Pfosten figuerliche Reliefs, im

Tympanon Christus in der Mandelglorie zwischen Engeln, alles sehr

verwittert. Am kleineren giebelfoermiger Sturz ohne Entlastungsbg.

Schnitzaltar, um 1500.

_LANGBURKERSDORF._ K. Sachsen AH Pirna.

*Schloss.* Fester 8eckiger Bau mit westl. im Mittel vorgelegtem 8eckigen

Turm, 1611 erneuert; im Innern Stuck- und Schnitzarbeiten 1749.

_LANGENAUE._ Pr. Sachsen Kr. Zeitz.

*Dorf-K.* rom., sehr verbaut; die ursp. Formen an Apsis und Portal;

_skulptiertes Tympanon_, Christus im langen Rock am Kreuze stehend, zu

Fuessen die Weltkugel, oben Sonne und Mond in ornamentaler Stilisierung,

neben ihm 2 Palmenbaeume; hoechst baeuerisch, wohl 12. Jh.

_LANGENDORF._ Pr. Sachsen Kr. Weissenfels.

Ehem. *Cisterc.-Nonnen-Klst*. M. 13. Jh. Nach Brand 1505 whgest., 1873

rest. Quaderbau, Saalanlage mit Flachdecke. Nonnenempore auf 3sch.

Kreuzgewoelbehalle.

_LANGENHESSEN._ K. Sachsen AH Zwickau.

*Dorf-K.* Triumphbg. und Chor sprom. -- Grosses spgot. _Altarwerk_ von 1502

mit 4 beweglichen und 2 festen Fluegeln, in den Gemaelden Einfluss der

fraenkischen Schule.

_LANGENLEUBA._ K. Sachsen AH Rochlitz.

*Dorf-K.* rom., sehr verbaut; ein schoenes Portal mit 2 Saeulenpaaren 1841

zwecklos zerstoert.

_LANGENLEUBA._ Sachsen-Altenburg LA Altenburg.

*Dorf-K.* Rom. OTurm ueber dem Chor; Lhs. E. 16. Jh.; reiche Ausstattung im

18. Jh. -- Vornehmes _Grabmal_ fuer Joh. v. Kuntsch {~DAGGER~} 1714.

*Schloss* 1707, gross und ehemals praechtig, jetzt in Verfall.

_LANGENNAUNDORF._ Pr. Sachsen Kr. Liebenwerda.

*Dorf-K.* 1715, hoher WTurm in Fachwerk. Bemalte Holztonne. Ausstattung

fast lueckenlos erhalten, behagliche Stimmung.

_LANGENREINSDORF._ K. Sachsen AH Zwickau.

*Dorf-K.* Der gerade geschl. Chor mit Giebelkreuz und die westl. Vorhalle

mit massivem Turm enthalten rom. Formen. -- _Schnitzaltar_ 1500.

_LANGENSALZA._ Pr. Sachsen Kreisstadt.

*Bonifazius-K*. Beg. A. 14. Jh., nach langer Unterbrechung im 15. Jh.

weitergefuehrt. Breit hingelagerte Hallenkirche mit hohem Dach und

eingezogenem Chor. Letzterer weicht aus der Hauptachse und hat im Innern

nur eine hoelzerne Flachdecke. Die spgot. Netzgwbb. des Schiffes stehen auf

kunstreichen Rundpfll. aus 14. Jh. Es waren 2 Fassadentuerme projektiert,

von denen nur der noerdl. ausgefuehrt; Unterbau 1470, Renss.Oberbau erreicht

die fuer dieses Gebiet ungewoehnliche Hoehe von 81 m. Das grosse WPortal hat

seinen _plastischen Schmuck_ im Bauernkriege verloren; es waren am Gewaende

12 Statuen in zwei Raengen und 2x3x4 Statuetten an den Bogenlaeufen; das von

einem Mittelpfosten getragene Tympanon enthaelt (ziemlich unversehrt) in 3

Reliefstreifen das _Juengste Gericht_, Kompositionsschema von S. Lorenz in

Nuernberg; von einem fraenkischen Kuenstler (?) am Pfosten ein _Opferstock_.

Um einiges einfacher das noerdl. Seitenportal, im Tympanon _Kreuzigung_. --

Das Obergeschoss ueber der Sakristei hat eine bmkw. _bemalte Bretterdecke_

aus A. 16. Jh.

*Stephans-K*. 1394 ff. Ursp. Hallenkirche. Die Gwbb. vielleicht im

Stadtbrande von 1506 zerstoert. Die duerftige Herstellung gab nur

Bretterdecken und erhoehte das Msch., welches schlichte Stichbogenfenster

erhielt. Reichere Bauformen enthaelt nur die gerettete Aussenansicht der

Sschiffe. Sie sind mit einer Masswerkbalustrade und kleinen Staffelgiebeln,

zwischen denen die Fialen der Strebepfll. aufragen, gekroent. Die Fenster

des Masswerks beraubt. An der SSeite grosses, lebhaft gegliedertes Portal.

Der unorganisch in die SWEcke eingeschobene Turm scheint im Unterbau aus

einer aelteren Anlage zu stammen; der Oberbau neugot. 1860. -- Unter den

_Grabsteinen_ sind die aeltesten die des Dietrich v. Salza {~DAGGER~} 1308 und

Guenther v. Salza {~DAGGER~} 1322; roh in der Zeichnung und sehr beschaedigt.

*Augustiner-K*. gegr. 1280, war ein sehr gestrecktes einfaches Rechteck;

abgebrochen. Vom Kreuzgang sind Bruchstuecke erhalten.

*Rathaus* 1742. -- *Marktbrunnen* 1582. -- Zahlreiche Reste der

*Stadtbefestigung*.

_LANGENSELBOLD._ RB Cassel Kr. Hanau.

*Dorf-K.* des 18. Jh., Rundbau mit 4 Vorbauten.

*Schloss* des 18. Jh. auf den Grundmauern des ehem. Klosters. Im Garten

_Grabstein_ eines Abtes aus 15. Jh.

_LANGENSTEIN._ RB Cassel Kr. Kirchhain.

*Dorf-K.* Spgot. flachged. Sch. ohne Streben. Der polyg. Chor hat Netzgwb.

mit doppeltem Rippensystem, das untere frei schwebend.

_LANGEWIESEN._ Schwarzburg-Sondersh. LA Gehren.

*Stadt-K.* 1675.

_LANGHEIM._ OFranken BA Lichtenfels.

*Cistercienser-Klst.,* gegr. 1132, verwuestet 1525, Neubau des

Konventshauses 1657-80, Abtshaus 1700 ff., Erweiterung des Konventshauses

1730 ff., Brand 1802, Saekularisierung 1803, darauf Abtragung der Ruinen.

Erhalten hat sich: eine Kap. vor dem Klostertor und ein Fluegel des

Konventsbaues (jetzt Brauerei). Die erstere frgot. 13. Jh., 1sch. mit 6

Kreuzgwbb., deren Kaempfer bis zur Fensterbank hinabreichen (ungefaehr wie

im Refektorium zu Heilsbronn), der Schluss 5rippig ueber 1/2kreisfoermigem

Gr. Die K. zeigt sich auf Abb. als sehr langgestreckte, platt geschlossene

Anlage; Stilformen nicht erkennbar. Die Klosterbauten wetteiferten in

Groesse und Opulenz mit denen von Ebrach. Der erhaltene Fluegel traegt am

Giebel die Zahl 1792, die Formen zweifellos um oder vor M. 18. Jh.;

wahrscheinlich von _Balth. Neumann_; Plaene desselben fuer Langheim in der

Sammlung Eckart in Wuerzburg.

_LANGHENNERSDORF._ K. Sachsen AH Freiberg.

*Dorf-K.* 1530 got. mit einigen Resten aus 13. Jh. in der angebauten

Wendelin-Kap. Turm im W querrck., Satteldach. Glasgemaelde.

_LANGULA._ Pr. Sachsen Kr. Muehlhausen.

*Dorf-K.* modern, reich geschmueckter spgot. _Taufstein_.

_LAUB._ UFranken BA Gerolzhofen.

*Dorf-K.* Bedeutende ueberlebensgrosse _Sandsteinmadonna_, stilistisch der

Madonna im Wuerzburger Dom nahe verwandt; durch das Stifterwappen auf der

Konsole datierbar auf ca. 1320.

_LAUCHA._ Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

*Stadt-K.* 1479-96. Grosser einheitlicher Bau, flachgedeckter Saal, aber

vielleicht ursp. auf Gwbb. angelegt; gute Quadermauern und ringsum

Strebepfll. WTurm ueber nach S und W offener Halle.

*Rathaus.* Renss., wohl juenger als die Wappentafel 1563. --

*Stadtbefestigung* teilweise erhalten, am besten das Obertor.

_LAUCHROeDEN._ Sachsen-Weimar VB Eisenach.

*Dorf-K.* A. 17. Jh. Der Turm steht abweichend von der Sitte der Gegend im

W. Emporen und hoelzernes Tonnengwb. -- [Schnitzaltar jetzt in der

Nikolai-K. in Eisenach.] Gedenktafeln 18.Jh. -- _Kemenate_ der v. Rotenhan

mit Inschr. 1562, 1575. Huebsches Hoftor. Kamin.

_LAUCHSTAeDT._ Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

Allerlei bescheidene kleine Architekturen erinnern an die Zeit, als L. zu

E. 18. Jh. ein besuchter Badeort war. Das unter Mitwirkung Goethes 1802

errichtete Sommertheater jetzt geschickt wiederhergestellt.

_LAUDENBACH._ UFranken BA Karlstadt.

*Dorf,* Kirche und Burgruine bildeten eine malerische Gruppe am hohen

Mainufer.

*Pfarr-K.* Charakteristischer Juliusbau von 1613.

*Burg*. Bis 1291 hohenlohisch, dann hennebergisch und wertheimisch, im

Bauernkrieg zerstoert. 2 rom. Bergfriede, in z. T. kolossalen Quadern (1,50

m l., 0,50 m h.). -- Nettes Schloss im Dorf einfach renss.

_LAUENSTEIN._ OFranken BA Teuschnitz.

*Burg.* Aus der 1. Bauperiode, vor der Zerstoerung 1290, der Stumpf des

Bergfrieds in aehrenfoermigem Verband und Teile der Ringmauer und die

Torhalle. Aus E. 14. Jh. der sog. Orlamuender Bau (O). Der Hauptbau (N)

1551 bis 1554, von dem Meister von Rottweindorf; Innenraum mit

Rippengwbb., Tafeldecken, stattlichem Kamin, geschnitztem Jagdfries, in

der Kap. Fresken.

_LAUENSTEIN._ K.Sachsen AH Dippoldiswalde.

*Stadt-K.* Kleine Hallenkirche E. 15. Jh., Schiff nach Brand 1594

erneuert, System aehnlich Stadt-K. zu Pirna, Pfll. mit renss. Elementen.

_Altarbau_ aus Sandstein, zugleich als Epit. des Rudolf v. Buenau {~DAGGER~} 1609

und seiner Gemahlin Anna v. Schleinitz {~DAGGER~} 1591; grossartiges, in 3

Stockwerken staffelfoermig sich verengendes Geruest von starken Sll.,

zwischen denen Reliefbilder; auf den Absaetzen Freifiguren, zuunterst der

kniende Stifter; das ebenso gediegen als prachtvoll durchgefuehrte Werk

stilistisch aus niederlaendischen und italienischen Elementen gemischt,

gehoert zu den bedeutendsten seiner Art und Zeit in Deutschland. -- Von

demselben Kuenstler die grosse _Moseskanzel_ und der _Taufstein_; Maessigung

der Architekturformen, Uebergewicht der figuerlichen Plastik. --

_Buenaukapelle_ (Erbbegraebnis) beg. 1609 von _Lorentz Hornung_, einem aus

der Schule Nossenis hervorgegangenen Bildhauer in Pirna. Hauptstuecke das

Portal und das Epit. von 9 m H. und 5 m Br. Sandstein mit Heranziehung von

Alabaster, Achat und Jaspis; sonst Verzicht auf Faerbung und Vergoldung;

virtuosenhafte Feinarbeit, zumal im Kostuemlichen, ein Fortwirken jener

niederlaendischen Tradition, deren bedeutendstes Beispiel das Grabmal des

Kaisers Maximilian I. in Innsbruck ist.

*Burg.* Oft umgebaut, ihre Anlage wesentlich 15. Jh. Die glanzvollere

Erneuerung und Ausschmueckung durch Guenther v. Buenau aus Bruchstuecken zu

ahnen.

_LAUSA._ K. Sachsen AH Dresden-N.

*Dorf-K.* einheitlich um 1650; gotisierende Erinnerungen noch nicht ganz

vergessen. -- _Altar-Kanzel_ 1789. -- _Sandstein-Denkmaeler_ 1632, 1688,

1738, 1759, 1762, 1768, 1787, 1805, 1808, 1810, 1817 -- eine

stilgeschichtlich bezeichnende Reihe. -- *Pfarrhaus* um 1650.

_LAUSIGK._ K. Sachsen AH Borna.

*Stadt-K.* (Benedikt.-Priorat) gegr. 1105; in den Umfassungen voellig

erhaltene 4achsige Pfeilerbasilika mit normalem kreuzf. Gr., keine Tuerme,

sparsamste Formen; nur die Tuer (W) hat flachgeritztes Blattornament im

Charakter des 12. Jh,. und rck. Umrahmung mit Schachbrettfries, oben

Bogenfries, am Gewaende 1/4 Rundstaebe anstatt Sll.

_LAUSKE._ K. Sachsen AH Loebau.

*Schloss.* Umgebaut 1770 von Graf v. Bressler in einem an die ital. Renss.

sich anlehnenden Klassizismus; bmkw. der runde Speisesaal mit

kassettierter Kuppel. -- Familienbildnisse und Moebel.

_LAUSNITZ,_ s. Klosterlausnitz.

_LAUSNITZ._ Sachsen-Weimar VB Neustadt a. d. O.

*Dorf-K.* 1725; Kanzelbau und andere Ausstattungsstuecke aus derselben

Zeit.

_LAUTER._ UFranken BA Kissingen.

*Dorf-K.* 3/4 lebensgrosse _Steinmadonna_ E. 13. Jh., eine der

allerschoensten der Epoche, wohl sicher vom Meister des Botenlaubengrabmals

in Frauenroth und sehr wahrscheinlich von dort verschleppt (eine Zeitlang

als Bildstock benutzt).

_LAUTERBACH._ K. Sachsen AH Marienberg.

*Dorf-K.* 2. H. 15. Jh. Aus dieser Zeit der bmkw. Dachstuhl (ein gleicher

in Grossrueckerswalde). Guter _Schnitzaltar_ A. 16. Jh. und Reste der

Altarbekleidung. _Kindergrabsteine_ 1585, 1586.

_LAUTERBACH._ K. Sachsen AH Grossenhain.

*Schloss.* 18. Jh. Schoener Saal mit dekorativen Gemaelden. Huebsches

Gartenhaus um 1770.

_LAWALDE._ K. Sachsen AH Loebau.

*Dorf-K.* 1777 mit reizvoller Raumwirkung. Bmkw. _Kirchhof_, Torturm 17.

Jh.

_LEBIEN._ Pr. Sachsen Kr. Torgau.

*Dorf-K.* rom., Raseneisenstein, rck. WTurm in Backstein, spgot. Netzgwb.

-- Kanzel, Altaraufsatz, Emporen renss. E. 16. Jh.

_LEHESTEN._ Sachsen-Weimar VB Apolda.

*Dorf-K.* 1683. -- Schloss, ehemals Besitz des Deutschordens; Wasseranlage;

Rundturm mit Eingang von 1551.

_LEIDENHOFEN._ RB Cassel Kr. Marburg.

*Dorf-K.* 1. H. 13. Jh. Flachgedecktes Sch. (etwa 12,5 : 9 m), schmucklose

rundbg. Tuer und vermauerte rundbg. Fenster, der Chor im Erdgeschoss des

OTurms, kuppeliges Kreuzgwb. mit spitzen Bogenlinien.

_LEIHA._ Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

*Dorf-K.* wesentlich in rom. Gestalt erhalten. Kleiner Saal mit

eingezogenem Turmchor, rundbg. Portal an noerdl. Langseite. Die bar.

Ausstattung charaktervoll und gut.

_LEIMBACH._ Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

*Schloss.* A. 17. Jh. mit dem Wappen der v. Butlar; gut erhalten.

_LEIPZIG._ K. Sachsen. Kr. Meiningen.

*Nikolai-K*. Aelteste Pfarr-K. der Stadt; 1017 dem Bischof von Merseburg

geschenkt; 1213 den Augustiner-Chorherren von St. Thomas untergeordnet.

Etwa aus dieser Zeit der rom. WBau; Ziegelmauern mit Hausteingliederung; 4

breite Lisenen, an den Ecken mit Rundstaeben und oben in Saegefries und

Hohlkehle schliessend; 2 vermauerte frgot. Fenster der alten Glockenstube,

etwa M. 13. Jh., sonst alle Fenster aus spaeteren Umbauten; im 14. Jh.

Aufloesung des rck. Mauerkoerpers in drei 8eckige Tuerme; 1555 durch

_Hieronymus Lotter_ der Mittelturm erhoeht und mit einem Helm versehen, die

Seitentuerme mit Hauben gedeckt. Der 5/8 Chorschluss mit gestrecktem Vorchor

vor 1400; aus gleicher Zeit die im NO anschliessende Michaels-Kap.; die

SOKap. 1467. Die Schiffe Umbau 1513 ff.; Halle von 3 Sch. und 5 Jochen.

Die Ssch. durch Emporen erweitert, aehnlich wie in Schneeberg; 1555 Umbau

des Turmes; nach dem 30j. Kriege umfassende Reparaturen; von der alten

Ausstattung ist vieles beseitigt. [Die _Gemaelde_ im Museum, anderes in der

Sammlung des Ver. f. Geschichte Leipzigs.] _Kanzel_ spgot., sehr reich

ornamentiert; jetzt in der Turmhalle. -- 1784-97 eingreifende Umgestaltung

des Innern durch Dauthe. Die spgot. Pfll. (8eckig mit konkaven Flaechen)

als antik kannelierte Sll. verkleidet; kein Kapitell, dafuer ueber dem

Astragal ein kuehn geschwungener Kranz von Palmenwedeln -- offenbar ein

durch das got. Netzgwb. eingegebener Gedanke. -- _Altartisch_, _Leuchter_

und _Taufstein_ aus Stuckmarmor zeigen den Zeitstil von seiner besten

Seite. Die _malerische_ Ausschmueckung von _Oeser_. Schmerzensmann Stein

ca. 1400.

*Thomas-K*. gegr. vor 1213 als K. des Augustiner-Chorherrenstiftes. Oft

umgebaut. Der aelteste Teil wohl die suedl. Turmhalle, 14. Jh. Der

gestreckte polyg. geschlossene Chor und die Sakristeien 15. Jh. Das Lhs.

1482-96 voellig neu aufgebaut von _Claus Roder_; 3 Sch. von gleicher

Breite, 8 schmale Joche, schlanke 8eck. Pfll. Emporeneinbau 1570. --

[_Altar_ 1721 jetzt in der neuen Johannis-K.], bmkw. _Taufstein_ 1614 von

_Georg Kriebel_. [Der reiche und interessante hoelzerne Deckel im Ver. f.

Gesch. Leipzigs; ebenda der Fuerstenstuhl von 1683, dessen Trophaeenkroenung

an die Befreiung Wiens aus der Tuerkengefahr erinnern soll.] _Grabstein_

des Ritters _Hermann v. Harras_ {~DAGGER~} 1451 (ausgefuehrt wohl einige Jahrzehnte

spaeter). Stein fuer Georg und Apollonia _v. Wiedebach_ 1517, kniend von

vorn, lebensvolle Figuren, vorzuegliches spgot. Rankenwerk. -- Grosses

Alabasterdenkmal der Familie _Bachofen_ nach 1550 mit Weltgericht und

Auferstehung. -- Epitaph fuer _Seb. Hillger_ {~DAGGER~} 1570, Messing mit Email. --

Bronzeplatte fuer _Nic. Selneccer_ {~DAGGER~} 1592, saubere Arbeit. -- Denkmal des

_Joh. Jenitz_ 1593 in mehrfarbigem Marmor aus der Schule _Nossenis_. --

Grosses Haengeepitaph fuer _Daniel Leicher_ {~DAGGER~} 1617; wohl von _Georg Kriebel_

aus Magdeburg; die malerisch virtuos behandelten Alabasterreliefs in

dreiteilig aufgebauter archit. Umrahmung; das Ornament in extravaganter

Knorpelmanier. -- Vortreffliche Sandsteinplatte fuer _Georg Weinrich_ 1687.

-- Zahlreiche Superintendentenbilder, die 5 aeltesten 1573-1617 von _Johann

de Perre_.

*Pauliner-K*. (Universitaets-K.). Vom aeltesten Bau (1221? 1231?) nichts

erhalten ausser ein paar Fundstuecken. Die jetzige Gestalt durch drei

Umbauten i. J. 1480 ff., 1519-21 und 1709-12. Als ursp. Kern erkennt man

die normale Anlage einer Bettelordens-K.: Lhs. 3 Sch. und 7 Joche (45 m

L.) und schmaler gestreckter Chor mit polyg. Schluss (29 m L.); im 16. Jh.

hinzugefuegt die Nebenchoere und im S des Lhs. ein zweites Nebenschiff. Von

dem die ganze Breite der 3 Choere einnehmenden Lettner nur geringe Reste

erhalten. Das Lhs. Hallenkirche mit Netzgwbb. -- _Fluegelaltar_ A. 16. Jh.,

die Teile zerstreut; im Mittelschrein die jetzt im Chor auf einer Konsole

aufgestellte lebensgrosse Figur des h. Paulus. -- Von einem Nebenaltar

stammen zwei wertvolle _gemalte Tafeln_ des 14. Jh. -- Holzstatue des _h.

Dominicus_, sitzend, in Meditation (1,13 m hoch), eine kuenstlerisch

hochbedeutende Arbeit um 1400, vielleicht von derselben Hand wie der

Grabstein des Kanonikus Bruchterte im Dom zu Naumburg. -- Holzstatue des

_Markgrafen Diezmann_ {~DAGGER~} 1307, im Stil Nachklang von Naumburg, weicher,

manierierter, doch immer noch eine hochstehende Kunst. -- Grabstein des

_Nickel Pflugk_ {~DAGGER~} 1482, hohes Relief in Sandstein. -- Grabplatte der

Herzogin _Elisabeth von Sachsen_ {~DAGGER~} 1484, flaches Relief, interessant durch

die Technik der getriebenen Bronze. -- Schoener Grabstein mit der

Reliefgestalt eines _Unbekannten_ 1515. -- Wandgrab des _Lorenz v.

Reutlingen_ 1528. -- Desgl. des _Caspar Boerner_ 1547. -- Drei Bronzeepitaphe

von gleichartiger Behandlung: des _Christopher __ v. Kruschwitz_ {~DAGGER~} vor

1549, keine Figg., nur Inschr., Wappen und knappes ornamentales Beiwerk in

fruehen, noblen Renss.Formen (Meister _NT_, Giesser _J. Behem_); des _Adam

Moller_ 1549; des Dr. _Joachim v. Kneitlingen_ 1553; drei Grabplatten der

_Familie Maw_ 1616-20, Sandstein, ganze Figg. in hohem Relief mit wenig

Ornament, ehrlich und gruendlich, zumal im Stofflichen musterhaft. --

Haengeepitaph des _B. Golnitz_ {~DAGGER~} 1635, Holzarchitektur mit Uebergewicht des

Figuerlichen, wilde Sp.Renss. -- Charakteristische Beispiele aufwandreicher

und schwulstiger Barockkunst die Steindenkmaeler des _J. J. Pantzer_ von

1673 und des _G. T. Schwendendoerffer_ von 1685. -- Mehrere _Gedenktafeln_

in der Form von Oelgemaelden, darunter bmkw. das der Familie Lawe 1548 von

einem Cranachschueler. -- "Lasset die Kindlein zu mir kommen" von _L.

Cranach d. Ae._ -- Die sehr stattlichen spgot. Klst.-Gebaeude 1830 und 1893

abgebrochen; erhalten ein Teil der umfangreichen _Wandmalereien_

(abgehoben, jetzt in der Univers.-Bibliothek, in der auch andere bmkw.

Kunstwerke).

*Barfuesser-K*. (Franziskaner). Von dem 1239 beg. Klosterbau nichts

erhalten. Die jetzige K. ist Umbau 1494-1504. 2sch. Halle. Die trennenden

4 Pfll. vielleicht Reste der alten NMauer; im S Erweiterung durch eine

ueber dem Kreuzgang angeordnete Empore (wie in der Pauliner-K.).

Nochmaliger Umbau 1698. Liturgisch bmkw. die Verlegung der Kanzel auf die

Mitte der SSeite; gegenueber tiefe Emporen. Die Rest. 1879 und 1894

gotisierend.

[*Johannes-K.,* ursp. Kap. des Siechenhauses, 1582 in einfachen Formen

erneuert, 1894 abgebr. mit Ausnahme des Turmes. Mobilien und Denkmaeler

erhalten. Bmkw. das Epitaph der Familien _Meyer_ und _Perger_ 1616, eine

3,8 m breite und bis zur Kirchendecke reichende Holzarchit. mit

Knorpelornament, die Gemaelde von _Johann de Perre_; Marmorepitaph des

_Andr. Winckler_ 1675, in der Mitte die lebensgrosse Statue des

Schmerzensmannes, hervorragende Barockarbeit. -- Marmorepitaph des _J. G.

Sieber_ von 1680, Relief der Kreuzigung, wohl von _Melchior Barthel_. --

Marmordenkmal fuer Ch. F. _Gellert_ {~DAGGER~} 1769, einfacher Wandsarkophag mit den

trauernden Genien der Tugend und Religion, das Reliefportraet des Dichters

haltend. -- Schoener Altar von 1721 (mit Christusstatue nach Thorwaldsen)

aus der Thomas-K.]

*Johanneskirchhof*. Abteilung III 1680 eingerichtet. [Die schmiedeeisernen

Gitter der Erbbegraebnisse z. T. im Kunstgewerbemuseum.] Charakteristische

Grabmaeler des 18. Jh.

*K. zu Eutritzsch,* stattl. 1sch. Dorf-K. mit polyg. Schluss und spgot.

Netzgwb. -- [Marienaltar, baeuerische Holzskulptur um 1400; wertvoller der

Annenaltar und Erasmusaltar aus A. 16. Jh.; Museum des Altert.-Ver. in

Dresden.]

*Paulinum* (Pauliner-, d. i. Dominikaner-Klst., spaeter im Gebrauch der

Universitaet). Nahm ursp. das ganze Dreieck zwischen Pauliner-K., der alten

Stadtmauer und der heutigen Universitaetsstrasse ein. Die letzten Reste 1893

abgetragen. -- Die _Wandgemaelde_ im Durchgang zur Paulinumsbibliothek

(jetzt abgesaegt) um 1511 ff. Von den Kollegiengebaeuden der Universitaet hat

sich nur erhalten: das _Fuerstenhaus_, erb. 1558, wahrscheinlich von _Paul

Wiedemann_, als Privathaus, seit 1648 der Universitaet gehoerig. Die Fassade

mit got. profilierten rck. Fenstern, Prunkstuecke die runden zweistoeckigen

Erker.

*Rathaus,* 1556 ff. unter Leitung des Buergermeisters Hieronymus Lotter von

_Sittich Pfretschner_ und _Paul Wiedemann_, 1907 vollstaendig, aber getreu

im Sinne des alten Baues, umgebaut. In dem Neubau der Turm der im uebrigen

abgebrochenen Pleissenburg aufgenommen. -- Der alte Bau gestreckt und

niedrig, 92m lang, 19m tief. Nur 2 durch rck. Zwillingsfenster gegliederte

Geschosse, hohes Dach mit je 7 dreigeschossigen, etwas reicher

gegliederten Zwerchhaeusern. Auf der Marktseite an Stelle des dritten

Zwerchhauses ein 8eckiger Turm; in dessen Erdgeschoss ein Tor in feiner,

wohlverstandener, jon. Ordnung (_Paul Wiedemann_). In verwandter

Auffassung und von derselben Hand, doch in dor. Ordnung, die Tuer im

Hauptsaal; darueber Trompeterempore. Derberer Art der Erker am Salzgaesschen

und das Tor am Naschmarkt. Drei Kamine in schwulstiger SpRenss. 1610. In

der Ratsstube Bildnisse saechsischer Fuersten. [Die Bildnisse L. Cranachs an

das Mus. der Bild. Kuenste, andere an die Stadtbibliothek, das Ratssilber

an das Kunstgew.-Mus. abgegeben.]

*Boerse,* 1678 von _Christian Richter_ (?). Ein nicht grosser, aber

praechtiger Bau: Einziges Hauptgeschoss ueber niederem Unterbau. Die schmalen

Mauerpfeiler zwischen den Fenstern mit jon. Pilastern besetzt, darauf

hollaendisch-naturalistisches Laubwerk. Abschluss durch Balustrade. An der

Schmalseite geraeumige Freitreppe (im 19. Jh. erweitert). Das ueppig schwere

Stuckornament der Decke vom kurbrandenburgischen Hofmaurermeister _Giov.

Simonetti_. Deckengemaelde von _Hans am Ende_ 1687.

*Wage,* 1555 und 1570.

*Fleischbaenke,* um 1560, mit eigenartig dekoriertem Giebel.

Die *Nikolaischule,* 1568, umgebaut 1746, jetzt Hauptwache.

Die *Innungshaeuser,* soweit erhalten, nur durch Bildnis- und sonstige

Sammlungen von Interesse.

Verhaeltnismaessig arm an bedeutenden Monumentalbauten, besitzt Leipzig eine

lehrreiche Folge von *Wohnhaeusern* des 16.-18. Jh. Spgot. Reste: Burgstr.

19; Grimmaische Str. 5; Reichsstr. 4; Katharinenstr. 2, 4, 20 u. a. m.

_Renaissance_: 1523 Markt 5 (die Fassade jetzt in den Hof versetzt);

Auerbachs Hof, Durchgang von Grimmaische Str. 2 zu Neumarkt 14, mit

Gemaelden aus der Faustsage um 1615; Bruehl 15 um 1540, Katharinenstr. 9 um

1550; Reichsstr. 21; Hainstr. 3 Webers Hof, um 1550, bmkw.; Katharinenstr.

26 um 1560; Reichsstr. 10 bez. 1605; Reichsstr. 6 Specks Hof um 1615,

Gerbergasse 12 bez. 1690. -- Gute Beispiele von _Hoefen mit Holzgalerien_

Katharinenstr. 4, Neuermarkt 26 bez. 1698, Reichsstr. 27. -- _Erker_ in

reicher _Holzschnitzerei_: Katharinenstrasse 21 um 1660; Katharinenstr. 20

um 1680; Grimmaische Str. 31 um 1670; Hainstr. 8 um 1680; Petersstr. 12 um

1680; Petersstr. 39 um 1690, einer der schoensten. -- Fassaden unter

_hollaendischem_ Einfluss: Reichsstr. 8 Deutrichs Hof, Giebel um 1670,

zweite sehr stattliche Fassade nach Nikolaistrasse 15; Hainstr. 17 sehr

charakteristisch; Bruehl 21 unverletztes altes Geschaeftshaus. -- In

_deutschem Barock_: Markt 17 von 1705, Markt 2 von 1707; Hainstr. 23,

Baermanns Hof mit sprenss. Portal; sehr stattlich, palastartig

Katharinenstrasse 31 vom Maurermeister _Fuchs_ 1701-4; vom selben ebenda

23, wahrscheinlich auch ebenda 11 Fregesches Haus, und Markt 17

Hohmannsches Haus, der Hoehepunkt des Leipziger Barocks; Katharinenstr. 16

von 1715 mit wohldurchdachtem Grundriss, das Detail der Fassade sehr

manieriert. In Poeppelmanns Art von _G. Werner_ Hohmanns Hof 1728

Petersstrasse 15; vom selben Kochs Hof 1732 Markt 3; der Dresdner Richtung

gehoeren ferner Ritterstr. 10; Neumarkt 12; Katharinenstr. 22; Reichsstr.

37 bez. 1720; Bruehl 24 bez. 1735; Stiglitzens Hof Markt 13 und

Klostergasse 6 um 1740; etwa gleichzeitig Neumarkt 18 mit ausgebildetem

Mansardendache. -- _Rokokobauten_: Katharinenstr. 27, das Portal im

Grundgedanken noch barock; Markt 5 im Stil der Dresdener Bauten

Longuelunes; Klostergasse 5 von 1740 mit barocken Nachklaengen;

Katharinenstr. 29 vornehmes Kaufmannshaus; Thomasgaesschen 5 und Petersstr.

22 mit Erkern. -- Kleine Fleischergasse 4 das erste Kaffeehaus Sachsens

(1694) hat darauf bezueglich ueber der Tuer eine treffliche Hochreliefgruppe

von etwa 1720.

Ehemalige *Landhaeuser,* schlossartig: [Gerberstr. 2-4, 1742 fuer Kammerrat

Richter, die Fassade in _Knoeffels_ Art; 1845 abgebr., Abb. im Inventar];

Schloss Gohlis, um 1750, ausgemalt von _A. F. Oeser_ um 1780; Johannesgasse

6, um 1750, mit zwei bmkw. Statuen von _Pierre Coudroy_ um 1780.

*Denkmal* des Kurfuersten Friedrich August III, auf dem Koenigsplatz, 1780

nach _A. F. Oeser_, Sockel von _Dauthe_.

*Stadtgeschichtliches Museum* im alten Rathaus.

_LEISLAU._ Sachsen-Meiningen Kr. Saalfeld.

*Dorf-K.* Einfache rom. Anlage, OTurm gut erhalten, Lhs. verbaut.

_LEISNIG._ K. Sachsen AH Doebeln.

*Stadt-K.* 2. H. 15. Jh., rest. nach Brand 1637 und 1882 in stilistisch

aelteren Formen. -- Hallenkirche von 3 fast gleich breiten Schiffen und 4

Jochen, Chor 3 Joche in der Br. des Msch. und 5/10 Schluss. Pfll. 8seitig

mit leicht konkaven Flaechen, Gwbb. stern- und netzfoermig, Fenster und Turm

in charakteristischen Formen der Spaetzeit des 15. Jh. -- _Hochaltar_ 1663

von _J. Richter_ und _V. Otte_; der Aufbau setzt das spgot. Schema in

Barockformen um (ca. 9 m h.). -- _Taufstein_ 1638 unbedeutend.

*Gottesacker-K*. S. Nikolai 1540 und 1674. -- _Schnitzaltar_ 1509. -- Auf

dem Fussboden zahlreiche Grabsteine. _Wanddenkmaeler_ 1592, 1671, 1708,

1725, 1727, letzteres an der aeusseren WWand, durch Feinheit ausgezeichnet.

*Schloss Mildenstein*. Der aelteste Teil die schlicht rom. Kapelle; Portal

und darueber kreisf. Fenster gut erhalten, etwa 1. H. 12. Jh. Grosser runder

Turm unten in vorzueglichem Quaderwerk, oben Backstein. Die Wohngebaeude 14.

und 15. Jh. mit starken Veraenderungen im 17. Jh.

_Sammlung des Altertumsvereins_.

_LENGEFELD._ Pr. Sachsen Kr. Sangerhausen.

Rom. *Dorf-K*. Anlage wie in Hain.

_LENGENFELD UNTERM STEIN._ Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

*Kath. K*. neu. Auf dem Altar flotte Bar.Plastik.

*Fachwerkhaus* 1619 aus Buchenholz.

_LENGFURT._ UFranken BA Marktheidenfeld.

*Pfarr-K.* 1612-13. Hochaltar gefaelliger Baldachinaufbau aus der Zeit um

1780, die lebensgrossen Figg. in der Richtung _P. Wagners_. Auf dem linken

Seitenaltar Elfenbeinkruzifix um 1730, Wiener Arbeit, in der Durchbildung

des hageren Koerpers von aeusserster Feinheit und Delikatesse.

*Dreifaltigkeitssaeule* am Markt, 1. H. 18. Jh., Aufbau aus Wolkenballen

und Engelskoepfchen. Die Uebertragung einer oesterreichischen Sitte nach

Franken erklaert sich aus der Person des Stifters, des von hier gebuertigen

Wiener Hofkammerrats v. Neuff.

_LENGSFELD._ Sachsen-Weimar VB Eisenach.

*Kirche* mit Benutzung eines Chors aus dem sp. Ma. erb. 1790, einheitlich

klassizistische Ausstattung.

*Zwei Schloesser*. Am aelteren maechtige Ruinenreste aus Ma.

_LEUBA._ K. Sachsen AH Zittau.

*Dorf-K.* neu. Zahlreiche _Grabdenkmaeler_ des 17. und 18. Jh.

*Schloss.* Stattlich schlichter Bau um 1700, fuer H. Chr. v. Schweinitz.

_LEUBACH._ UFranken BA Mellrichstadt.

*Dorf-K.* Einheitlicher Bau von 1795 mit huebscher Fassade und Mittelturm.

_Ausstattung_ feine Rok.Altaere (aus Kloster Bildhausen stammend).

_LEUBEN._ K. Sachsen AH Dresden-N.

*Dorf-K.* neu; aus der alten _Glasgemaelde_ von 1512 und das schoene

_Denkmal_ des Hans Dehn v. Rotfelser (aus der Frauen-K. zu Dresden).

_LEUBEN._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Schloss* um 1770, kleiner Bau von vornehmer Haltung; rok. Moebel,

Porzellan, Bildnisse.

_LEUBINGEN._ Pr. Sachsen Kr. Eckartsberga.

*Dorf-K.*, quadr. Chor und Apsis rom.

_LEUBNITZ._ K. Sachsen AH Dresden-A.

*Dorf-K.* Der WTurm und der vordere Teil des Lhs. A. 15. Jh., der OTeil

1511, weitere Veraenderungen 1705. Malerische Innenansicht. Die Felderdecke

ausgemalt 1671 von _Gottfr. Lucas_; von demselben die Bruestungen der

3geschossigen Empore. _Sandsteinaltar_ mit grossfiguriger Plastik 1730 von

_J. B. Reinboth_ und _J. Ch. Ebhardt_. _Sandsteinepitaphe_ 1573, 1609,

1726, hervorzuheben das undatierte des Hans Allnpeck d. J. in der Art der

_Walther_.

_LEUTENBERG._ Schwarzburg-Rudolstadt LA Rudolstadt.

*Stadt-K.* neuklassisch 1812. -- *Friedhofs-Kap.,* geschnitzter sitzender

_Schmerzensmann_ aus 16. Jh. -- Schloss *Friedensburg*, grosse unregelmaessige

Anlage aus 15. und 17. Jh. in schlichtesten Bauformen mit umfangreicher

Verwendung von Fachwerk. Einige Decken von italienischen Stuckatoren; die

Dekoration des sog. Apfelzimmers unter hollaendischem Einfluss.

_LEUTERSDORF._ Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

*Kirche,* rok. Ausstattung von 1758. 3 Geschosse Emporen auf geschnitzten

Holzsaeulen. Der WTurm hat auf ma. Unterbau 3 abgestufte Fachwerkgeschosse.

-- Der Friedhof mit starker Mauer, hohem Torturm und ungefaehr 15 Gaden.

*Wirtshaus* Zur schwarzen Henne mit steinernem Unterbau des 16. Jh.

_LEUTRA._ Sachsen-Weimar VB Apolda.

*Dorf-K.* mit geradem Chorschluss, rom. und frgot. Einzelformen, stark

verbaut.

_LEUZENDORF._ UFranken BA Ebern.

*Pfarr-K.* 1732 im Charakter des fruehen Rok. Einheitliche Einrichtung,

geschnitzte Holzepitaphien 1749 und 1781 in flotter Ausfuehrung. -- In der

Sakristei gute Rok.Ornate um 1730. Malerisch gelegenes *Renss.Schloesschen*

mit Wassergraben; innen Stuckdecken um 1750.

_LICHTENAU._ RB Cassel Kr. Witzenhausen.

*Stadt-K.* 1415. Unsymmetrisch 2sch. Hallenkirche. -- *Stadtmauer* z. T.

erhalten, u. a. bedachter Rundturm.

_LICHTENBERG._ OFranken BA Naila.

*Rathaus* 1560. -- *Schloss* 1562, 1628 (Ruine).

_LICHTENBURG._ Pr. Sachsen Kr. Torgau.

*Schloss* renss. 3fluegelig, im Hof stark vortretendes Risalit auf 3 Pfll.

Schoene Portale. 3seitiger Neptunsbrunnen.

*Schloss-K*. 1600. 2sch. mit WEmpore.

_LICHTENBURG._ Sachsen-Weimar VB Dermbach.

*Burgruine.* Sitz fuldischer, dann hennebergischer Voegte; erst A. 19. Jh.

verlassen und grossenteils abgebrochen. Umfaengliche Anlage mit doppeltem

Mauerring. Gut erhalten nur der Bergfried. Die Kemenate bez. 1604, an der

NSeite kleiner rom. Mauerrest.

_LICHTENFELS._ OFranken BAmtsstadt.

*Pfarr-K.* 1483 (Inschr.) ursp. 3sch. gewoelbte Halle, jetzt durchgehende

Flachdecke; eingezogener netzgewoelbter Chor; Turm seitlich. -- Aussen am

Turm spgot. _Oelberg_.

*Klosterlangheimer Hof,* jetzt Rathaus, 17. Jh. -- Auf dem Markt S.

*Florianssaeule*. -- Zwei stattliche ma. *Tortuerme*.

_LICHTENHAIN._ Vorort von Jena Sachsen-Weimar.

*Kirche.* In der Anlage rom., Veraenderungen got. und spaeter. An der NWand

aussen _Wandgemaelde_ 14. Jh., Szenen aus dem Alten Testament.

_LICHTENSTEIN._ K. Sachsen AH Glauchau.

*Stadt-K.* 1781. Einfaches, bezeichnendes Beispiel der klassizistischen

Richtung, dabei der traditionelle Charakter der protestantischen

Predigtkirche gewahrt. Rck. mit abgerundeten Ecken, ringsum Emporen. --

_Altargemaelde_ von _Christ. Leberecht Vogel_ 1790.

*Schloss.* Infolge haeufiger Veraenderungen ohne archit. Bedeutung.

_LICHTENSTEIN._ UFranken BA Ebern.

*Burg.* Eine der stattlichsten Burgen im nordoestl. UFranken. Stammburg der

Stein-Lichtenstein. Auf dem weithin sichtbaren Burgberg liegen 3

Hoehenburgen nebeneinander; die oestliche fast intakt erhalten mit starkem

Torbau. Rom. Reste (12.-13. Jh.) enthaelt besonders die westl. Burg; die

uebrigen Bauten got. und spaeter.

_LICHTENTANNE._ Sachsen-Meiningen Kr. Saalfeld.

*Dorf-K.*, wesentlich 18. Jh.; der 8eckige Turm ueber dem spgot. polyg.

Chor. -- Rest eines _Schnitzaltars_ um 1500 aus einer "sehr guten

oberfraenkischen Schule".

_LICHTENWALDE._ K. Sachsen AH Floeha.

*Schloss.* Aus dem rom. Bau ein _Tympanon_, Kampf eines Loewen mit einem

Drachen, grossartig stilisiert. -- Grosser Neubau fuer Graf v. Watzdorf,

1722-26; hoechst stattliche Anlage bei einfacher Formbehandlung; beruehmter,

gut erhaltener Garten.

_LIEBENGRUeN._ Pr. Sachsen Kr. Ziegenrueck.

*Dorf-K.* 1718, das quadr. Altarhaus mit Turm auf ma. Grundlage. Die

Malereien an Decke und Emporen Proben einer tiefstehenden doerflichen

Kunst. -- _Bauernhaeuser_ in Blockverband.

_LIEBENSTEIN._ Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

*Burgruine.* Got. Palas in 3 Geschossen grossenteils erhalten.

*Kirche* 1822 nach Idee eines antiken Theaters.

_LIEBENWERDA._ Pr. Sachsen Kreisstadt.

*Nikolai-K*. Weitraeumige Saal-K. (ursp. got. 3sch. Hallenkirche). Turm neu

(1903). _Taufstein_ 1671.

*Rathaus* 1800. -- *Schloss*. Vom got. Bau der maechtige Torturm (Lubwort)

erhalten, quadr. mit rundem Aufsatz. -- _Amtsgericht_ 1579 und 1766.

_LIEBSTADT._ K. Sachsen AH Pirna.

*Stadt-K.* bez. 1499. 1sch. mit 8Eck-Chor; Holzdecke 1577. Die Portale

aehnlich denen der Stadt-K. zu Pirna. -- _Altargemaelde_ aus 15. Jh. (nicht

_Dirk Bouts_) mit Umrahmung von 1673. -- _Ikon. Grabstein_ des Rudolf v.

Buenau {~DAGGER~} 1615; des Pfarrers Jos. Simon {~DAGGER~} 1618 (vielleicht vom Meister des

Kademannschen Epitaphs in Pirna).

*Schloss Kukukstein*. Malerisch ueber der Stadt gelegen. Im Ma. Besitz der

Burggrafen von Dohna. Der untere Teil auf alten Substruktionen nach 1402,

der obere 16. Jh. Das Innere 1726 ausgebaut. Gute Glasgemaelde. Portraets u.

a. von _A. Graff_.

_LIEBSTEDT._ Sachsen-Weimar VB Weimar.

*Schloss* (ehemals Komturei des Deutschordens). Was sich an Kunstformen

erhalten hat, gehoert der spaetesten Gotik mit Hinneigung zur Renss.

_LIMBACH._ UFranken BA Hassfurt.

*Wallfahrts-K*. Grosser Bar.Bau 1751-55. 1sch. mit Stichkappengwb. und

ringsumlaufenden flachen Emporen. Nach Entwurf von _Balth. Neumann_.

Bedeutende Raumdisposition, Behandlung trocken, Stuckdekoration sparsam.

Grossartiger Hochaltar von _P. Wagner_, um die freistehende Mensa eine

1/2kreisfoermige Saeulenstellung mit Baldachin. Gnadenbild. _Madonna_ E. 15.

Jh. _Pietas_ A. 15. Jh. -- Huebsche, charakteristische Dorfstrasse.

_LINDENHART._ OFranken BA Pepnitz.

*Pfarr-K.* Chor got., uebrigens 1684.

_LINDENTAL._ K. Sachsen AH Leipzig.

Stattliche Dorf-K. 1710. [Reste eines hervorragenden _Schnitzaltars_ um

1510, jetzt im Altert.-Ver. in Dresden.]

_LINDEWERRA._ Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

*Dorf-K.* (kath.) 1738. Spgot. _Schnitzaltar_ mit Fluegelgemaelden.

_LINDFLUR._ UFranken BA Wuerzburg.

Evang. K. 1596, rest. 1782. -- _Epit. Wolfskeel_ 1562, das Ehepaar

symmetrisch kniend vor dem Kruzifix, gut angeordnet und kraftvoll im

Ausdruck; wohl vom Meister des Zobeldenkmals von 1558 im Wuerzburger Dom.

_LIPPERSDORF._ Sachsen-Altenburg LA Roda.

*Dorf-K.* 1630. Decke im Chor und Lhs. 1718 von _Michael Zanck_ ausgemalt,

55 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament in kleinen quadr. Feldern.

_LIPPOLDSBERG._ RB Cassel Kr. Hofgeismar.

*Kirche* des ehem. *Benedikt.-Nonnen-Klst*. Rom. 2. H. 12. Jh.

Gwb.Basilika auf kreuzf. Gr. Chor 3sch. mit 3 Apsiden. Gebundenes System,

im Chor 1, im Sch. 3 Doppeljoche. Den Raum zwischen dem WTurm und dem

ersten Doppeljoch des Msch. nimmt die Nonnenempore ein. Die WJoche der

Ssch. haben ein Obergeschoss, das durch eine kleine Tuer mit der

Nonnenempore in Verbindung steht. Die Arkaden des Schiffes werden von

Pfll., die Empore von Sll. getragen. Alle Gwbb. graetig, verstaerkt durch

rck. Quer- und Schildgurten. Nur die Hauptpfll. und nur deren

Mschiffsseite mit Vorlagen, kraeftig rck., versehen, welche die 1/2kr.

Schildbgg. aufnehmen. Die Quergurten ruhen auf Auskragungen. Die

Zwischenpfll. an den Ecken ausgekehlt und mit duennen eingelegten Saeulchen;

der sonst ungegliederte Arkadenbogen leicht abgefast. Das ganze System

zeigt den Gewoelbebau in einer noch sehr befangenen Auffassung. Sehr

schlicht das Aeussere, ohne Bg.Friese und Lisenen. Das groesste Portal im

suedl. Ssch. Sein gerader Sturz, an dessen beiden Seiten die Wuelste der

Sockelgliederung mit kleinen Wuerfelknaeufen endigen, ist sehr eigentuemlich

mit vertieften Kreisen und uebereck gestellten Quadraten verziert. --

_Taufstein_ rom., sehr reich, besetzt mit 6 halbrunden Tuermchen, in denen

Figg. stehen, dazwischen figuerliche Reliefs; stark verwittert.

_LIPTITZ._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Dorf-K.* 1560. Flachgedecktes, nach O aus 8Eck geschlossenes Schiff. --

Denkmaeler des Hans und Dietrich v. Gruenrode A. 17. Jh., Portraetfiguren von

tuechtiger Charakteristik.

_LISBERG._ OFranken BA Bamberg II.

*Burg.* Gilt fuer eine der aeltesten in Franken.

_LISSEN._ Pr. Sachsen Kr. Weissenfels.

*Pfarr-K.*, im Ma. mit einem kleinen Moenchskonvent verbunden, verstuemmelte

kleine got. Basilika.

_LITZENDORF._ OFranken BA Bamberg.

*Pfarr-K.* 1715-1718 von _L. Dientzenhofer_. Saalbau. Die SSeite als

Hauptschauseite; Pilaster und Gebaelk dorisch; in der Mitte das in dieser

Verwendung originelle Motiv einer grossen durchgehenden Nische, in welcher

das Portal.

_LOeBAU._ K. Sachsen Amtshauptstadt.

*Nikolai-K*. 1513 ff. Unregelmaessige Hallenkirche, im 18. Jh. stark

veraendert, rest. 1884. -- Die reizvolle Inneneinrichtung fiel der Rest. zum

Opfer. [Schnitzaltar ins Mus. zu Bautzen, die Denkmaeler in das Rathaus

uebergefuehrt.]

*Johannis-K*. (Franziskaner). Spgot. Backsteinbau, oft rest. 1sch. Lhs.,

gestreckter Chor, seitlich von diesem schlanker Turm mit zierlicher 8eck.

Kroenung.

*H. Geist-K*. Einfacher Saalbau, spgot. mit bar. Veraenderungen. Die

Sakristei hat die von der Meissener Albrechtsburg bekannten

tiefausgehoehlten Kappen.

*Kirchhof* der abgebrochenen Frauen-K. Gruefte und Denkmaeler des 18. Jh.

*Rathaus.* Anstaendiger Bar.Bau nach 1711, Benutzung aelterer Mauerteile. --

*Wohnhaeuser* des 18. Jh.

_LOBEDA._ Sachsen-Weimar VB Apolda.

*Stadt-K.* spgot. Chor mit Netzgwb., Lhs. mit Holztonne 1622. -- Got.

_Kirchenstuehle_; _Lesepult_ 1622; _Kanzel_ 1556; sitzende _Madonnenstatue_

spgot. In der Turmhalle spgot. _Wandgemaelde_. _Grabstein_ renss.

*Schloss* (sog. untere Lobdaburg, 15.-17. Jh.), unbedeutend.

_LOBENSTEIN._ Reuss j. L. LA Schleiz.

*Fuerstl. Schloss,* A. 18. Jh., ganz einfach.

_LOeBICHAU._ Sachsen-Altenburg LA Altenburg.

*Schloss* fuer Herzogin Dorothea von Kurland 1798, gutes Beispiel des

neuklassischen Stils; die Einrichtung aus der Zeit der Befreiungskriege in

seltener Einheitlichkeit erhalten.

_LOeBSTEDT._ Sachsen-Weimar. VB Apolda.

*Dorf-K.* Chor got., Sonstiges 1616 und 1712. Kanzelbau ueber dem Altar. --

_Schnitzaltar_ A. 16. Jh., gehoert zu den besseren. -- Bmkw. rom.

_Altarleuchter_.

_LOCKWITZ._ K. Sachsen AH Dresden-A.

*Dorf-K.* Massgebender Umbau 1670. In 3/8 geschlossener Saal mit

2geschossiger Empore, Kanzel und Altar aus derselben Zeit. Das Ganze ein

bezeichnendes Stilbild. Schoener _Kelch_ 1. H. 16. Jh.

_LODERSLEBEN._ Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

*Dorf-K.* 1518. Herrschaftsstuehle (im Chor) und Altarbau Musterstuecke

ueppigen Barocks.

_LOeFFELSTEIG._ UFranken BA Schweinfurt.

*Dorf-K.* 1732 im _Greising_'schen Typus.

_LOHMEN._ K. Sachsen AH Pirna.

*Stadt-K.* 1786. Aus der Schule _G. Baehrs_. Gr. 8eckig mit verlaengerter

westoestl. Achse; chorlos; Kanzel an der suedl. Langseite, an der noerdl. der

ausgebaute Turm. -- 3 Gemaelde des alten Fluegelaltars 1575. -- *Schloss* 1524.

_LOHR._ UFranken BAmtsstadt.

*Pfarr-K.* Von der aelteren rom. K. erhalten nur die Sakristei und ein

merkwuerdiges dekoratives Bruchstueck, Arkatur mit Kleebogen, eingemauert an

der noerdl. Seitenwand. -- Im uebrigen got. Umbau, im Msch. die Arkaden

rundbg. auf got. ueberarbeiteten Pfeilern, 6 Achsen, Decke flach. Sschiffe

1488 (Inschr.). Der Turm (W) von 1496, stattlich, auch im Stadtbilde von

Wirkung. Der Chor war Grabgelege der 1559 ausgestorbenen Grafen v.

Rieneck; 11 meist ansehnliche _Bildnissteine_ sind noch vorhanden;

hervorzuheben der des Thomas v. R. {~DAGGER~} 1431. Gut sind auch Reinhard {~DAGGER~} 1518

und Agnes {~DAGGER~} 1519. Die Tafel fuer Philipp v. R. {~DAGGER~} 1559 von P. Dell d. J. Die

Lehnsleute und Beamten haben ihre Epitaphe im Schiff; die besten die der

Elisabeth v. Lauter 1543, Friedrich v. Kerpen 1629 in der Richtung des M.

Kern. -- _Taufstein_ 1488.

*Rathaus.* 1601. Got. und renss. Formen noch sehr naiv gemischt. Im

Erdgeschoss ringsum grosse (ursp. offene) Blendarkaden, die Pfll. in ganz

ma. Weise aus lebhaftem Wechsel von Hohlkehlen und Rundstaeben. Die beiden

Obergeschosse modern umgestaltet; regelmaessig verteilte breite 2teilige

Fenster mit got. Profilierung. Die Treppe in einem vorgebauten polyg.

Turm. Im Innern Vorplaetze und Saele mit renss. Decken.

*Kurmainzisches Schloss,* jetzt kgl. Bezirksamt, mehrere schlanke Rundtuerme

zu einer originellen Gruppe verbunden, Nordfluegel 1561, Suedbau 17. Jh.

Maechtiger *Stadtturm* mit grossem Gusserker (14. Jh.).

_LOHRA._ RB Cassel Kr. Marburg.

*Pfarr-K.* Uebergangsstil 1. H. 13. Jh. Gewoelbte Pfl.Basilika ohne Qsch.

und Turm. Chor rck. Im Chor und Msch. spitzbg. Rippengwbb. Die Gwbb. der

Ssch., wie Arkaden und Fenster rundbg. Bmkw. Orgel 1695.

_LOHRA._ RB Erfurt Kr. Hohenstein.

Bedeutende Burgruine. Ziemlich gut erhalten die rom. *Doppelkapelle*. Im

Erdgeschoss tragen 4 Sll., davon 2 mit gewundener Kannelierung, 3x3

graetige, zwischen Gurten eingespannte Kreuzgwbb. Obergeschoss flachgedeckt;

Altarhaus quadr.

_LOHRHAUPTEN._ RB Cassel Kr. Gelnhausen.

*Dorf-K.*, einfacher Saal von 1765, an die NSeite lehnt sich der ma. Turm

(vgl. Woelfersheim), in dessen Erdgeschoss ehemals der Chor; die Fenster der

Glockenstube mit frgot. (?) Teilung.

_LOMMATZSCH._ K. Sachsen AH Meissen.

*Pfarr-K.* Lhs. 1504-14 von _Peter Ubrich_ von Pirna; als 3sch.

Hallenkirche geplant, doch nur mit Holzdecke ausgefuehrt, neuerdings

gewoelbt. Ein sonderbares, kuenstlerisch nicht reizloses Bild gewaehrt der

WBau; ein frgot. rck. Turm 14,3 m br., nur halb so tief, ohne Eingang (das

jetzige Portal modern), wurde von Ubrich erhoeht, um das steile Dach der

Hallenkirche zu maskieren; abgewalmtes Satteldach, mit einer Gruppe von 3

Spitzhelmen bekroent.

_LOMNITZ._ K. Sachsen AH Dresden-N.

*Dorf-K.* neu, spgot. _Schnitzaltar_.

_LONNEWITZ._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Dorf-K.* Kleine rom. Anlage wie Laas. -- Baeurischer _Fluegelaltar_ um 1510.

_LORENZKIRCH._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Dorf-K.* Rom. Anlage wie in Laas und Lonnewitz, doch etwas groesser als

diese. An der Apsis Spuren eines Bogenfrieses: alle sonstigen Formen sind

juengere Umgestaltungen. -- _Denkmaeler_ des 17. Jh.

_LOSCHWITZ._ K. Sachsen AH Dresden-N.

*Kirche* 1705 von _George Baehr_, veraendert 1848. -- Flachgedeckter Saal in

laenglichem 8Eck, umlaufende Emporen, Kanzel-Altar, Mansarddach mit

Dachreiter, Formen sehr einfach. -- Mehrere _Gedaechtnistafeln_ in Bronze. --

Charakteristische *Wohnhaeuser* E. 18. und A. 19. Jh.

_LOeSSEN._ Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

*Dorf-K.* mit angebl. wertvollem, doch schlecht erhaltenem Gemaelde, bez.

1522 _J. L._

_LOeSSNITZ._ K. Sachsen AH Schwarzenberg.

*Rathaus* 1606.

_LUeCKENDORF._ K. Sachsen AH Zittau.

*Pfarr-K.* 1690.

_LUDWIGSCHORGAST._ OFranken BA Stadtsteinach.

*Pfarr-K.* Der eingezogene quadr. Chor frgot., Lhs. spgot. Hallenkirche,

aehnlich denen zu Marktschorgast und Kupferberg. -- Schoener messingner

_Kronleuchter_ 1697.

_LUDWIGSTADT._ OFranken BA Teuschnitz.

*Pfarr-K.* 18. Jh., aeltere Grabsteine.

*Marien-Kap.* (profaniert) frrom. Bruchsteinbau, rund mit 8 halbrunden

Exedren. Die Anlage aehnelt der Kap. auf dem Marienberg in Wuerzburg und der

karoling. Pfalzkap. in Altoetting. Zur genaueren Altersbestimmung fehlen

die Grundlagen.

_LUDWIGSTEIN._ RB Cassel Kr. Witzenhausen.

*Burg.* Nicht bedeutend, doch gut erhalten.

_LUGAU._ K. Sachsen AH Chemnitz.

*Kirche* neu. Bmkw. Reste von _Plastik_ des fr. 16. Jh. Darunter ein

grosses Altarwerk bez. 1516, schon mit Fruchtschnueren der Renss.

_LUNGWITZ._ K. Sachsen AH Dippoldiswalde.

Wohlerhaltener *Landsitz* aus M. 16. Jh. 2 Fluegel im rechten Winkel,

Treppenturm, zahlreiche Giebel ergeben hoechst malerische Gruppe bei

einfacher Behandlung des Einzelnen.

_LUPPA._ K. Sachsen AH Oschatz.

*Dorf-K.* Rom. flachgedeckte Anlage der gewoehnlichen Art, doch von

stattlichen Abmessungen; WTurm schmal rck. in gleicher Breite mit dem Sch.

_LUSAN._ Reuss j. L. LA Gera.

*Dorf-K.* Quadr. Chor mit 1/2-kr. Apsis romanisierend frgot., 1sch. Lhs.

M. 16. Jh.

_LUeTZEN._ Pr. Sachsen Kr. Merseburg.

*Stadt-K.* bez. 1488; 3sch., jetzt ohne Gwb.

_M_

_MACHERN._ K. Sachsen AH Grimma.

*Dorf-K.* spgot. 1615. -- Zahlreiche _Denkmaeler_, meist der Familie v.

Lindenau.

*Schloss* 16.-18. Jh. Im Park (seit 1760) ein dorischer "Tempel der

Hygieia" und eine "Ritterburg", in welche manche alte Bruchstuecke

eingebaut sind.

_MAGDALA._ Sachsen-Weimar VB Weimar.

*Dorf-K.* des 14. Jh., grosse 1sch. Anlage, oft veraendert. -- Mehrere

_Gedenktafeln_ aus 17. Jh. _Kanzelbau_ 1739.

*Rathaus* mit schoenem renss. Portal 1571.

_MAIBACH._ UFranken BA Schweinfurt.

*Dorf-K.* nachgot. 1613-1617. Hochaltar klassiz. um 1780. Nebenaltaere

schweres Rok. um 1750.

_MAIDBRONN._ UFranken BA Wuerzburg.

Ehem. *Cisterc.-Nonnen-Klst*. Gegr. 1232, im Bauernkrieg beschaedigt und

noch im 16. Jh. aufgeloest. Der vorhandene, ziemlich kleine Bau frgot. E.

13. Jh. Am besten erhalten der platt geschl. rck. Chor. Ueber dem WBau mit

flacher Nonnenempore ein kleiner Turm, eine fraenkische Eigentuemlichkeit

der Cisterc.-Nonnen-K. (vgl. Himmelpforten bei Wuerzburg). -- Auf dem bar.

steinernen Hochaltar _Steinrelief_ der Beweinung von _Riemenschneider_,

nach 1520. Die Grabsteine liegen noch groesstenteils im Pflaster des Lhs.

_MAIENLUFT._ Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

Von der 1444 zerstoerten *Burg* ist der sehr hohe Bergfried aus

Quadersteinen gut erhalten.

_MAINBERG._ UFranken BA Schweinfurt.

*Dorf-K.* um 1486. 5/8 Chor mit Holzgwb., Lhs. teils gleichzeitig, teils

1686. Einrichtung spgot. und bar.

*Schloss* (ehem. Hennebergisch). Grosse giebelreiche Anlage um rechteck.

Binnenhof. Nordtrakt um 1485-89, die uebrigen Teile 16. Jh. mit

Veraenderungen im 18. und 19. Jh. In der netzgewoelbten spgot. Kapelle drei

_weibl. Heilige_, Stein, E. 15. Jh. Auf der Terrasse _Steinfig_. der

Katharina v. Henneberg E. 15. Jh. und _Grabstein_ des Wilh. v. H. {~DAGGER~} 1534.

_Kacheloefen_ 17. Jh. -- Stattlicher _Pflegamtshof_ um 1700 in der Art

_Greisings_.

_MAINBERNHEIM._ UFranken BA Kitzingen.

*Pfarr-K.* 1732, Turm (N) in den unteren Geschossen 13. Jh. -- Gutes

_Kreuzigungsrelief_ 1498.

Altertuemliches Stadtbild, auch im einzelnen bmkw. *Wohnhaeuser* (Herrenstr.

no 87 praechtiger Hof mit Holzgalerien) und vollstaendig erhaltene

*Befestigung* (21 Tuerme, teils halb-, teils vollrund). Am Obertor die

Barockkroenung um ihres trefflich gefuehrten Umrisses willen zu beachten.

Vor der Stadt Friedhof mit Renss. Portal von 1546 und steinerner

Freikanzel von 1816.

_MAINROT._ OFranken BA Lichtenfels.

*Kirche* 1680 in gutem deutschem Barock unter Einfluss der gleichzeitigen

Bamberger Architektur.

*Rathaus* 1733. Mehrere *Haeuser* in gut erhaltener Holzarchit. 17. und 18.

Jh.

_MAINSONDHEIM._ UFranken BA Kitzingen.

*Pfarr-K.* nachgot. 1583. -- _Altaere_ um 1700, gute Kanzel mit

Evangelistenreliefs, Stein, um 1583; ebenso der _Taufstein_. -- 4

Bechtolsheimsche _Grabmaeler_ 18. Jh.

*Schloss* (seit 18. Jh. Frhr. v. Mauchenheim gen. Bechtolsheim, vorher

Fuchs v. Dornheim). Sehr stattliche spgot. Anlage um 3eck. Innenhof,

ausgebaut um 1727. Mehrere Zimmer mit schwerer Stuckdekoration bez. _H_

1628.

_MAINSTOCKHEIM._ UFranken BA Kitzingen.

*Pfarr-K.* 1717 mit got. Turm.

Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bd.1, Mitteldeutschland, 1914 · 第 9 / 20 题