_Scrupkin_, Sekt auf Eis.

c) Für Japan:

_Daibuts_, große Buddhastatue.

_Daischi_, buddhistischer Heiliger.

_Gohai_, schintoist. Papierstreifen.

_Hatoba_, Bootshafen, Landungsplatz.

_Kagura_, schintoistischer Tanz.

_Kakemono_, Hängebild.

_Kawa_, Bach.

_Kiku-no-mon_, das kaiserliche Chrysanthemum-Wappen.

_Kuruma_ = Rikscha (Djinrikscha).

_Kwaisha_ = Gesellschaft.

_Kwankoba_, ein Basar.

_Mitsu-aoi_, die drei Blätter des Tokugawawappens.

_Nippon_ = Japan.

_Torii_, schintoistisches Tempeltor.

_Yama_, Berg.

=Seewesen.= Als Hilfsmittel für die Schiffsführung _=in der Nähe von

Land=_ dienen _Landmarken_ (Türme, Berggipfel, Gerüste, sogen. Baken),

schwimmende _Seezeichen_ (Tonnen verschiedener Form und Farbe) an den

Kanten von Riffen, Sandbänken und »blinden« (unter Wasser liegenden)

Klippen, auch _Feuerschiffe_. Nachts warnt die Küstenbeleuchtung auf

Leuchttürmen, Feuerschiffen und Leuchttonnen (Fettgas oder elektrisch)

vor Gefahren im Fahrwasser. Die Leuchtfeuer unterscheiden sich als

Festfeuer (gleichmäßig leuchtend), unterbrochene Feuer (mit zeitweisen

Verdunkelungen), Blinkfeuer (aufblinkend mit großen Dunkelpausen) und

Blitzfeuer (mit Blitzen von weniger als 2 Sekunden Dauer), ferner als

Wechselfeuer (Farbenwechsel rot, weiß oder grün); um verhängnisvolle

Verwechselungen zu meiden, brennen auf benachbarten Leuchttürmen

verschiedenartige Feuer. Seekarten, Seehandbücher (Beschreibungen der

Küste und der Gefahren des Fahrwassers und Anweisungen für die

Schiffahrt), Leuchtfeuerlisten sowie Kompaß, Lot, Logg, Sextant und

Chronometer dienen dem Kapitän zur Bestimmung des Schiffsorts. Durch

Peilungen (Kompaßrichtungen von Landmarken) wird der Schiffsort auf der

Seekarte in Sicht von Land bestimmt; der nach dem Kompaß gesteuerte Kurs

und die mit dem Logg gemessene Schiffsgeschwindigkeit geben die

Versegelung vom gepeilten Abfahrtspunkt. _=Auf hoher See=_ wird die

Koppelkurs- oder Loggrechnung berichtigt durch _astronomische Bestimmung_

des Schiffsorts, indem mit dem Sextant Sonnen- oder Gestirnshöhen

gemessen, dazu die Chronometerzeiten (nach Greenwich-Zeit) beobachtet

werden. Einfachste Bestimmung der geographischen Breite erfolgt durch

Beobachtung der Mittagshöhe der Sonne; die geographische Länge wird aus

Sonnenbeobachtungen vor- oder nachmittags gefunden, indem man den

Stundenwinkel der Sonne aus den Messungen berechnet und die daraus

gefundene Ortszeit mit der Greenwich-Zeit des Chronometers vergleicht;

der Unterschied ist die geographische Länge. Peilungen des

Sonnenauf- und -untergangs geben durch einfache Rechnung die wahre

Nordrichtung; mit ihr berichtigt man die Fehlweisung des Kompasses,

d. h. die örtliche magnetische Mißweisung und Ablenkung des Kompasses,

verursacht durch die Stahl- und Eisenmassen des Schiffs. Das tägliche

_Mittagsbesteck_ (geographische Breite und Länge) auf hoher See wird den

Reisenden bekannt gegeben.

=Signalwesen und Flaggen.= Wichtig für die Seeschiffahrt sind die

Signalsysteme zur Verständigung der Schiffe untereinander auf See. Das

Signalisieren mit _=Flaggen=_, vom englischen Kapitän Marryat 1848

eingeführt, geschieht mit Hilfe des (in allen Sprachen seefahrender

Völker herausgegebenen) _Internationalen Signalbuchs_.

Die 26 _Signalflaggen_ des Internationalen Signalbuchs zeigen die

Farben Rot, Gelb, Blau und Weiß und sind mit Buchstaben bezeichnet.

Die Flaggen können wie folgt zusammengestellt werden: 650 Signale

mit je zwei Flaggen, 15600 Signale mit je drei Flaggen und 358800

Signale mit je vier Flaggen. Zum Austausch von Mitteilungen sind

nur Signale mit zwei oder drei Flaggen erforderlich. Alle

dringenden Mitteilungen, z. B. Gesuche um Aufmerksamkeit, Anzeigen

von Gefahr oder Not, Aufforderung zur Hilfeleistung, werden nur mit

zwei Signalflaggen gemacht; z. B. bedeutet

Signal NC (Flagge N, darunter Flagge C): »Bin in Not, habe

unverzügliche Hilfe nötig.« Mit drei Flaggen werden ganze Sätze und

Satzteile, mit vier Flaggen geographische Namen, andre (zu

buchstabierende) Namen und Schiffsnamen signalisiert. Die

Signalgruppen von GQBC bis GWVT sind als Unterscheidungssignale für

Kriegsschiffe, die Gruppen von HBCD bis WVTS für Handelsschiffe

einer Landesflagge bestimmt. Von jedem Staat werden Listen der

eignen Schiffsnamensignale (Unterscheidungssignale) jährlich

veröffentlicht.

Auf Entfernungen, welche die Farben nicht mehr erkennen lassen,

treten an Stelle der bunten Flaggen die _=Fernsignale=_, für die

das Signalbuch nur Körper: Ball, Kegel, Zylinder etc., eingeführt

hat. Kein Fernsignal besteht aus mehr als drei Zeichen, und

höchstens zwei sind von gleicher Form. Die 18 Signalbuchstaben

werden durch Fernsignale wiedergegeben, die aus drei Signalzeichen

bestehen. _=Nachtsignale=_ werden auf Grund besonderer

Vereinbarungen durch Zeigen weißer oder farbiger Lichter, oft auch

nach dem Morsesystem durch lange und kurze Lichtblinke gegeben.

=Flaggen.= _Handelsschiffe_ sind als solche kenntlich an ihrer (am

Heck gehißten) Nationalflagge, die sie im Hafen stets, in See in

der Regel nur bei Begegnung von Schiffen führen. Die Reederei

erkennt man an der am Großmast gesetzten Reedereiflagge und bei

Dampfern auch am Anstrich oder Abzeichen des

Schornsteins.--_Kriegsschiffe_ führen die Kriegsflagge am Heck und

das Kommandozeichen (Wimpel, Stander, Admiralsflagge) am Topp.

Die beifolgenden =Flaggentafeln= geben die Handels- und

Kriegsflaggen der seefahrenden Nationen sowie die Reedereiflaggen

und Schornsteinabzeichen der wichtigsten Dampfergesellschaften

wieder.

[Einige nützliche Angaben für Weltreisende.]

=Entfernungen in Seemeilen= (1 Seemeile = 1852 Meter).

A. _=Von Hamburg nach=_:

Cuxhaven 56

Helgoland 90

London 430

Dover 390

Southampton 510

Plymouth 620

Amsterdam 290

Rotterdam 320

Boulogne 420

Havre 500

Ouessant 693

Lissabon 1340

Gibraltar 1614

Marseille 2300

Genua 2469

Neapel 2589

Malta 2594

Brindisi 2926

Port Saïd 3543

Alexandrien 3420

Suez S 3630

Aden S 4929

Bombay S 6576

Colombo S 7030

Calcutta S 8243

Rangoon S 8253

Singapore S 8560

Batavia S 8834

Bangkok S 9354

Saïgon S 9204

Manila S 9883

Hongkong S 10000

Schanghai S 10800

Tsingtau S 11100

Tschifu S 11250

Wladiwostok S 11570

Yokohama S 11450

Nagasaki S 10970

Vancouver M 14673

San Francisco M 13844

New Orleans 5090

Baltimore 3910

Philadelphia 4080

New York 3610

Boston 3444

Quebec 3286

Montreal 3430

B. _=Zwischen andern Häfen=_:

Bremerhaven-New York 3555

Harwich-Hoek van Holland 108

Antwerpen-London 191

Calais-Dover 23

Havre-New York 3110

Cherbourg-New York 3070

Liverpool-New York 3040

Southampton-New York 3190

Bordeaux-New York 3187

Genua-New York 4040

-- -Alexandrien 1300

Brindisi-Port Saïd 934

-- -Alexandrien 840

Triest-Port Saïd 1305

New York-Hongkong S 11610

-- - K 13590

-- -Yokohama S 13040

-- - K 15020

New York-San Francisco M 13090

-- -Honolulu M 13200

Colombo-Calcutta 1254

Bombay-Madras 1480

Hongkong-Yokohama 1560

Yokohama-San Francisco 4530

Yokohama-Honolulu 3400

-- -Vancouver 4340

Honolulu-San Francisco 2100

San Francisco-Shanghai 5800

S bedeutet durch den _Suezkanal_, K um das _Kap der Guten Hoffnung_, M

durch die _Magalhãesstraße_.--Tabelle B kann mit A zusammen benutzt

werden, um noch zwischen andern Plätzen die Dampferwege zu bestimmen.

Städte über 500000 Einwohner.

New York (1910) 4766883

London (1911) 4522961

Paris (1911) 2846986

Tōkyō (1908) 2186079

Chicago (1910) 2185283

Berlin (1910) 2070695

Wien (1910) 2030850

Philadelphia (1910) 1549008

Moskau (1909) 1459800

St. Petersburg (1909) 1454700

Buenos Aires (1910) 1272124

Osaka (1908) 1226590

Konstantinopel ca. 1200000

Peking (1911) 1017209

Tschöngtu ca. 1000000

Bombay (1911) 972892

Hamburg (1910) 932166

Kanton ca. 900000

Calcutta (1910) 890493

Budapest (1910) 881601

Rio de Janeiro (1908) 858000

Hankau ca. 820000

Tientsin ca. 800000

Glasgow (1911) 783401

Warschau (1909) 764054

Liverpool (1911) 746566

Manchester (1911) 714427

St. Louis (1910) 687029

Boston (1910) 670585

Kairo (1907) 654476

Schanghai ca. 651000

Bangkok (1910) 628675

Tschungking ca. 610000

Sydney (1909) 605900

Neapel (1910) 596000

München (1910) 595053

Leipzig (1910) 587635

Mailand (1910) 584000

Rom (1909) 574666

Amsterdam (1909) 568130

Melbourne (1909) ca. 562300

Cleveland (1910) 560663

Barcelona (1910) 560080

Baltimore (1910) 558485

Madrid (1910) 549416

Dresden (1910) 546882

Pittsburg (1910) 533905

Odessa (1909) 520000

Marseille (1906) 517498

Madras (1911) 517335

Köln (1910) 516167

Breslau (1910) 511891

Sutschou ca. 500000

Vergleichung der Thermometerskalen.

==============================

Celsius | Réaumur | Fahrenheit

--------+---------+-----------

-40 | -32 | -40

-35 | -28 | -31

-30 | -24 | -22

-25 | -20 | -13

-20 | -16 | -4

-15 | -12 | 5

-10 | -8 | 14

-5 | -4 | 23

0 | 0 | 32

5 | 4 | 41

10 | 8 | 50

15 | 12 | 59

20 | 16 | 68

25 | 20 | 77

30 | 24 | 86

35 | 28 | 95

40 | 32 | 104

45 | 36 | 113

50 | 40 | 122

55 | 44 | 131

60 | 48 | 140

65 | 52 | 149

70 | 56 | 158

75 | 60 | 167

80 | 64 | 176

90 | 72 | 194

100 | 80 | 212

==============================

=Windstärke= (Beaufortskala): 0. Still; 1. Leiser Zug; 2. Leichter Wind;

3. Schwacher Wind; 4. Mäßiger Wind; 5. Frischer Wind; 6. u. 7. Starker

Wind; 8. Stürmischer Wind; 9. Sturm; 10. u. 11. Starker Sturm; 12.

Orkan.

Flächeninhalt und Bevölkerung der Staaten über 5 Mill. Einwohner.

-------------------------------+-----------+-------------------+-------

| Fläche in | | Auf

Staaten | qkm | Bevölkerung | 1 qkm

-------------------------------+-----------+-------------------+-------

Argentinien | 2806400 | 7121822[1] | 2,5

Belgien | 29456 | 7516730 (10)[1] | 255

Kongokolonie | 2382800 | 18000000[1] | --

Brasilien | 8550000 | 20515000[1] | 2,5

China | 11138880 | 426000000[1] | 30

Deutsches Reich | 540778 | 64903423 (10) | 120

Davon: | | |

Preußen | 348702 | 40163333 | 115

Bayern | 75870 | 6876497 | 90

Sachsen | 14993 | 4802485 | 320

Württemberg | 19512 | 2435611 | 124

Kolonien | 2658500 | 13920000[1] | --

Frankreich | 536464 | 39252267 (06) | 73

Kolonien | 11319400 | 49286000[1] | --

Großbritannien und Irland | 314433 | 45365599 (11) | 144

Kolonien und Schutzstaaten | 30526214 | 356642113 (01) | --

Davon: Vorderindien | 4860000 | 316084000 (11) | 65

Kanada | 9700600 | 7081869 | 0,7

Australien und Südsee | 8259900 | 6235000 | 0,8

Italien | 286682 | 34686653 (11)[1] | 121

Kolonien | 484050 | 596000[1] | --

Japan | 382415 | 51591361 (11)[1] | 138

Kolonien | 291252 | 17015312 (11)[1] | 58

Mexiko | 1987201 | 15063207 (10) | 8

Niederlande | 33079 | 5857949 (09) | 180

Kolonien | 2045647 | 38101800[1] | --

Österreich-Ungarn | 676077 | 51304249 (10) | 75,9

Persien | 1645000 | 9000000[1] | 5,6

Portugal | 91943 | 5423132 (00) | 59

Kolonien | 2093000 | 8580000[1] | --

Rumänien | 131353 | 5956690 (99) | 45,3

Rußland in Europa | 5744058 | 114847043 (97) | 20

Sibirien und Mittelasien | 16061468 | 13505540 | 1,2

Schweden | 447864 | 5521943 (10) | 12

Siam | 600000 | 7000000[1] | 17

Spanien | 504530 | 19588688 (10) | 39

Kolonien | 238900 | 330000 | --

Türkisches Reich in Europa | 169300 | 6130200 | 36

Türkischer Besitz in Asien | | |

und Afrika | 2817800 | 17898700[1] | --

Außerdem Ägypten ohne Sudan | 994300 | 11287359 (07) | 11

Vereinigte Staaten | 7692225 | 91927267 (10) | 11,9

Kolonien und Alaska | 1854287 | 8361963 | --

-------------------------------+-----------+-------------------+-------

I. Ostindien, Siam, Sumatra, Indochina, Java.

1. _Aus Europa durch den Suezkanal nach Bombay_ S. 22-41

Von Triest, Brindisi, Genua, Neapel, Marseille S. 22-25.

-- Suezkanal S. 26. -- Rotes Meer S. 30. -- Port Sudan

S. 32. -- Suakin S. 33. -- Djibouti S. 36. -- Abessinien

S. 37. -- Aden S. 38.

2. _Bombay_ S. 53-63

3. _Von Bombay über Jaipur, Agra, Delhi und Benares nach S. 63-96

Calcutta_

Ahmedabad S. 65. -- Ajmer S. 67. -- Jaipur S. 68. -- Amber

S. 69. -- Delhi S. 70. -- Kutab Minar. Delhi - Umballa -

Simla S. 74. -- Delhi - Amritsar - Lahore - Peshawar

S. 75. -- Von Rawal Pindi durch den Baramulapaß nach

Srinagar (Kaschmir) S. 78. -- Khaiber Paß. Lahore -

Karachi S. 80. -- Delhi - Agra S. 82. -- Sikandarah.

Fatehpur Sikri S. 86. -- Gwalior S. 87. -- Cawnpore.

Lucknow S. 88. -- Allahabad S. 89. -- Benares S. 90. --

Buddh Gaya S. 95.

4. _Von Bombay nach Madras_ S. 96-104

Mahabaleshwar S. 97. -- Bijapur. Hyderabad S. 98. --

Golkonda S. 99. -- Tirupati. Madras S. 100. --

Mahabalipuram S. 104.

5. _Durch den Suezkanal nach Colombo. Ceylon_ S. 104-125

Von Genua oder Neapel S. 104; von Marseille; von

Brindisi S. 105. -- Von Triest, Ceylon S. 106. --

Colombo S. 110. -- Mount Lavinia S. 114. -- Kandy

S. 115. -- Peradeniya S. 117. -- Anuradhapura

S. 119. -- Adams Peak S. 121. -- Nuwara Eliya S. 122.

-- Hakgala. Badulla. Pedrotallagalla. Bandarawela

S. 123. -- Küstenfahrt um Ceylon S. 124. -- Point

de Galle S. 125.

6. _Von Colombo über Madras (-Ootacamund) nach Calcutta.

Darjeeling_ S. 125-143

Tuticorin. Madura S. 126. -- Trichinopoly. Tanjore

S. 127. -- Ootacamund S. 129. -- Mysore, Seringapatam,

Bangalore S. 131. -- Puri Jagganath S. 133. --

Calcutta S. 134. -- Assam S. 140. -- Darjeeling.

Tiger Hill S. 141. -- Phalut S. 142.

7. _Von Calcutta nach Rangoon. Birma_ S. 143-155

Oberbirma. Pegu S. 150. -- Mandalay S. 151. -- Von

Mandalay nach Bhamo u. Talfahrt auf dem Irawaddy

S. 153. -- Pagan S. 154.

8. _Von Colombo nach Singapore. Sumatra_ S. 155-169

Penang S. 156. -- Medan S. 158. -- Padang. Merapi.

Krakatau S. 160. -- Malacca S. 161. -- Singapore

S. 166. -- Johore S. 169.

9. _Siam. Indochina_ S. 169-190

Von Singapore nach Bangkok S. 169. -- Siam S.

170. -- Phrabat S. 176. -- Ajuthia. Von Singapore

nach Saïgon S. 177. -- Indochina. Cochinchina S.

178. -- Cambodja. Saïgon S. 179. -- Cholon S. 182. --

Pnom-penh S. 184. -- Angkor Thom. Anam S. 185. --

Hué S. 186. -- Haiphong S. 187. -- Hanoï S. 188. --

Hanoï - Yünnanfu S. 189.

10. _Von Singapore nach Batavia. Die Insel Java_ S. 190-212

Java S. 191. -- Batavia S. 195. -- Buitenzorg S. 200.

-- Sindanglaja S. 202. -- Bandoeng. Tangkoeban. Garoet

S. 203. -- Papandajan. Telaga Bodas S. 204. --

Djokjakarta. Prambanan S. 205. -- Boro-Boedoer.

Magelang S. 206. -- Soerakarta. Samárang S. 207. --

Soerabaja S. 208. -- Pasoeroean S. 210. -- Bromo.

Tosari S. 211. -- Probolinggo S. 212.

1. Aus Europa durch den Suezkanal nach Bombay.

Vgl. die beifolgende Karte.

A. Von Triest nach Bombay.

=Dampfer des Österreichischen Lloyd= am 1. und 16. jeden Monats

(Mai bis August nur am 1.) von _Triest_ über (1305 Seem.) _Port

Saïd_ durch den _Suezkanal_ nach (2690 Seem.) _Aden_ und von da

nach (4340 Seem.) _Bombay_ in 15-16 Tagen.

_=Fahrpreis=_ Triest-Bombay: Salonklasse 33,6 und 30 £ nach Kabine;

Intermediateklasse 23,6 £, Deckfahrt mit Kost 10 £. Rückfahrkarten,

zwei Jahre gültig, das Anderthalbfache. Reisende, welche die

Ausreise voll bezahlt haben, erhalten bei Rückreise innerhalb zwölf

Monate 25 Proz. Ermäßigung auf den Fahrpreis der Rückreise.

Auswechselbare Rückfahrkarten mit der Messageries Maritimes: von

Triest nach Bombay und von da nach Marseille oder umgekehrt

Lloyd-Salonklasse --Messageries Maritimes I. Kl. 66,12, 63,12 und

61,12 £; Lloyd-Salonklasse --Messageries Maritimes II. Kl. 53,14

und 51,14 £; Lloyd-Intermediateklasse-- Messageries Maritimes II.

Kl. 49,14 £.

In =Triest= (_Excelsior Palast-Hotel: De la Ville_, Z. von 3,50 K an;

_Delorme_, Z. von 3 K an; _Volpich zum Schwarzen Adler_, ebenso;

_Europa_, Z. 2-6 K) legen die Schiffe des Lloyd am Kai an. Die Ausfahrt

gewährt ein prachtvolles Landschaftsbild. Die Westseite des

_Adriatischen Meeres_ ist flach, einförmig und arm an Buchten und Häfen;

die Ostküste ist reich gegliedert, hafenreich, felsig und umsäumt von

zahllosen Kalkinseln, denn das Meer ist infolge einer Senkung des Landes

zwischen die parallelen Kalkzüge eingedrungen und hat diese teils in

Inseln, teils in Halbinseln verwandelt. Wohl infolge des geringen

Zuflusses von Süßwasser (außer Etsch und Po nur geringe Küstenflüsse)

ist der Salzgehalt der Adria sehr hoch, 3,8 Proz. (sonst Mittel 3,5

Proz.). Ebbe und Flut sind schwach, wie im Mittelmeer überhaupt (1/2-1

m); die durchschnittliche Tiefe beträgt nur 300 m, erreicht jedoch

zwischen Bari und Ragusa 1030 m.

Das Schiff umfährt die Halbinsel _Istrien_, so daß man nach und nach die

Städte _Capo d'Istria_, _Pirano_ mit altem Kastell, _Parenzo_, _Rovigno_

und zuletzt =Pola=, den Hauptkriegshafen der österreich.-ungarischen

Marine, meist noch am Horizont auftauchen sieht. Weiter behält man l.

die Küste Dalmatiens, reich an vorgelagerten Felseninseln, darunter die

weit vorgeschobene bergige Insel =Lissa=, die einen der besten Häfen des

Adriameers (Kriegshafen) hat und bekannt ist durch die Seeschlacht

zwischen der österreichischen und italienischen Flotte am 20. Juli 1866,

wo der österreich. Admiral Tegetthoff mit der Panzerfregatte Ferdinand

Max das italienische Admiralschiff Re d'Italia in den Grund

bohrte.--Nach etwa 24 St. Fahrt läuft der Dampfer mit SO.-Kurs durch die

nur 70 km breite Meerenge von Otranto, l. die Küste Albaniens mit der

Landmarke des über 2000 m hohen Kaps _Linguetta_, des Akrokeraunischen

Vorgebirges der Alten, und gelangt aus dem Adriatischen in das

_Ionische_ Meer. Weiterhin erblickt man l. die Ionischen Inseln _Korfu_,

_Kephalonia_ und _Zante_. Das Schiff durchläuft dann den Golf von

Arkadia mit den Bergen Messeniens l., passiert die Westseite der Insel

_Kreta_ (_Kandia_) mit großartiger Gebirgskette (bis 2498 m hoch) und

durchschneidet dann, außer Sicht von Land, das _Levantische_ _Meer_, um

am 5. Reisetag vor (1305 Seem.) =Port Saïd= anzukommen, dessen hoher,

schlanker Leuchtturm die einzige Landmarke ist. Port Saïd und Fahrt

durch den Suezkanal s. S. 25.

B. Von Brindisi nach Bombay.

=Expreßdampfer der Peninsular and Oriental Steam Nav. Co.= jeden

Sonntag abend, sobald die englisch-indische Post eingeschifft ist,

von Brindisi nach (930 Seem.) _Port Saïd_, wo die Reisenden auf den

über (2325 Seem.) _Aden_ nach (3989 Seem.) _Bombay_ bestimmten

Postdampfer umsteigen. Die Expreßdampfer fahren im Anschluß an

den »Brindisi-Peninsular and Oriental Limited-Express«, der als

Luxuszug jeden Fr. 9 Uhr abds. von London (Charing Cross) abfährt

und über Calais, Dijon, Mont Cenis, Turin, Ancona So. gegen Abend

ankommt. Der Zug nimmt nur Reisende für den Expreßdampfer der P. &

O.-Linie auf. Fahrpreis: London-Bombay nur I. Klasse 57 £ 10 sh. 2

d; Brindisi-Bombay I. 48 £. Näheres in _Cooks_ Reisebureau (London:

Ludgate Circus; Berlin: Weltreisebureau Union; Brindisi: Strada

Marina). Die Route ist für deutsche Reisende wenig geeignet.

In =Brindisi= (_Grand Hôtel International_; _Europa_), dem alten

_Brundusium_, dem besten und bedeutendsten Naturhafen der Ostküste

Italiens, legen die Schiffe am Kai an.--Das Schiff nimmt SO.-Kurs und

folgt der unter A. beschriebenen Fahrt von Triest, um am 3. Tage in (943

Seem.) =Port Saïd= (S. 25) einzutreffen. Weiterfahrt s. S. 27.

C. Von Genua und Neapel nach Bombay.

=Dampfer der Società Nazionale di Servizi Marittimi= am 17. jeden

Monats von _Genua_ über _Neapel_, _Messina_, _Port Saïd_,

_Massaua_, _Aden_ nach (4440 Seemeilen) _Bombay_ in 18 Tagen.

Fahrpreis I. Kl. 33,7 £ (Innenkabine 26,14 £), II. Kl. 23,7 £, III.

Kl. 11 £; Wein bei Tisch frei. Für Rückfahrkarten und Familien

Ermäßigungen.

In =Genua= (_Miramare_, Z. von 6 L. an; _Eden Palace_, ebenso;

_Bristol_, Z. von 7 L. an; _De la Ville_, Z. von 4 L. an; _Gr. Hôtel

Savoia_, ebenso; _Continental_, Z. 4-10 L.; _Central_, Z. 2-4,50 L.)

gelangt man mit Boot an Bord. Die Ausfahrt gewährt prächtigen Blick auf

die amphitheatralisch aufgebaute Stadt. Das Schiff läuft mit sö. Kurs

durch das Ligurische Meer, l. die Insel Elba, passiert Civitavecchia,

die Tibermündungen und das über 500 m hohe Vorgebirge _Monte Circello_

(der Mythe nach Wohnsitz der Zauberin Kirke). Dann erscheint am Horizont

der Vesuv und die Küste des Golfs von Neapel, in den das Schiff, unweit

der (l.) Insel _Ischia_ mit Monte Epomeo vorbeidampfend, einläuft, eins

der berühmtesten Landschaftsbilder. Neben dem erdbebenreichen Ischia

liegt die Insel Procida, dann folgen am Festland Bajä, Pozzuoli, mit der

Vulkangruppe der Phlegräischen Felder dahinter, das Vorgebirge des

Posilipp, die Stadt Neapel, beherrscht vom Castel Sant' Elmo, dann

Portici, Resina, darüber der Vesuv, weiter Torre Annunziata und jenseits

der Sarnoebene die Kalkberge der Halbinsel Sorrent mit den

Küstenstädtchen Castellamare und Sorrent, südl. die Insel Capri. (Das

Schiff wird von Führern und Händlern überschwemmt, vor denen man sich

hüte.)

(340 Seem.) =Neapel= (_Grand Hôtel Hauser_, Z. von 6 L. an;

_Continental_, Z. 3,50-7 L.; _Haßler_, Z. von 4 L. an; _Café-Restaurant

Gambrinus_, Piazza S. Ferdinando), die reichste, belebteste und größte

Stadt Italiens mit 596000 Einw. Man hat meist Zeit, eine Promenade an

der _Riviera di Chiaja_ (Villa Nazionale) und durch die _Strada di Roma_

(Toledo) zu unternehmen und nach _San Martino_ (10-4 Uhr 1 L., So. 9-2

Uhr frei) hinaufzusteigen (bzw. zu reiten), um die wundervolle

*_=Aussicht=_ zu genießen. (Der Norddeutsche Lloyd veranstaltet

Führungen durch die Stadt.) Man benutze Taxameterdroschken.

Bei der Weiterfahrt läßt das Schiff die Insel _Capri_ l. und steuert

dann südl. Nach etwa 16 St. erscheinen die vulkanischen _Liparischen

Inseln_, deren nördlichste, _Stromboli_, mit stets schwach tätigem, 920

m hohem Vulkan, man sieht. Dann taucht die Küste von Kalabrien (l.) und

die von Sizilien (r.) auf, alsbald läuft das Schiff in die an ihrer

schmalsten Stelle nur 3150 m breite *_Straße von Messina_ ein, ein

prachtvolles Landschaftsbild! Die Meerenge ist erst in geologisch junger

Vergangenheit durch einen Einbruch entstanden, der noch jetzt

fortdauert, wie die häufigen und starken Erdbeben beweisen. L. das

Städtchen _Scilla_, das antike Scyllaeum, am Abhang des hohen Felsens

_Scilla_, an den die Phantasie der Alten den Mythus von dem allen

Schiffen Verderben bringenden Seeungeheuer Scylla knüpfte, überragt vom

Granitmassiv des _Aspromonte_ (im _Montalto_ 1964 m), bekannt durch den

Angriff der Italiener auf den Nationalhelden Garibaldi am 27. Aug. 1862.

Vor Scilla, Torre di Faro und an andern Stellen der Straße liegen

Stromwirbel, von denen der durch die Gezeitenströmung erzeugte

_Charybdis-Strudel_ einer der gefährlichsten für kleinere Fahrzeuge ist;

auch Dampfer meiden dessen Nähe. R. das flache _Capo di Faro_ (oder

_Peloro_) mit Leuchtturm, die NO.-Spitze Siziliens; im Hintergrund die

Trümmer des vom Erdbeben 29. Dez. 1908 zerstörten =Messina=,

Provinzhauptstadt Siziliens, in reizender Lage. Gegenüber zeigt sich

weiter l. =Reggio=, die Hauptstadt von Kalabrien, wie in einem großen

Garten gelegen, doch von Erdbeben besonders arg heimgesucht. L. folgt

_Kap Pellaro_, r. die Küste Siziliens, vom 3313 m hohen Ätna beherrscht;

dann steuert der Dampfer östl. in die offene See, man behält noch lange

den Ätna in Sicht und erblickt nach 24 St. l. die Berge der Insel

_Kreta_, überragt vom _Psiloriti_ (2498 m), dem _Ida_ des Altertums.

Dann nimmt das Schiff Kurs auf (1410 Seem.) _Port Saïd_ (S. 25).

Weiterfahrt s. S. 27.

D. Von Marseille nach Bombay.

=Dampfer der Peninsular and Oriental Steam Nav. Co.= jeden Fr. von

Marseille über _Port Saïd_ (Anschluß von Brindisi, S. 23) und

_Aden_ nach (4545 Seem.) _Bombay_. Umschiffung in Aden mit jedem 2.

Dampfer, Fahrzeit etwa 16 Tage, Fahrpreis Marseille-Bombay I. 48 u.

42 £, II. 36 u. 30 £. Anschluß an den _Bombay-Marseille-Expreßzug_,

der Do. von London (Victoria-Holborn) abfährt.

Weltreise. Erster Teil: Indien, China und Japan · 第 3 / 63 段