Die römisch-klerikale Verschwörung in Rußland

Es ist nicht lange her,[32] daß ich in den „Moskauer Nachrichten“

folgende Stelle im Leitartikel fand:

„Vor drei Tagen lenkten wir in einem Leitartikel die Aufmerksamkeit

unserer Leser auf eine gewisse Partei, die innerhalb Rußlands im

Einverständnis mit unseren Feinden ihre häßliche Tätigkeit betreibt und

sogar bereit ist, den Türken zu helfen. Es ist eine Partei russischer

Anglo-Magyaren, denen jede Offenbarung unseres Volksgeistes, sowie jede

Handlung unserer Regierung in diesem Geiste verhaßt ist, und die der

russische Patriotismus auf eine Stufe mit dem Nihilismus und der

Revolution stellt, – eine Partei, die mit der denkbar schändlichsten

Korrespondenz die uns feindliche ausländische Presse nährt. Kaum war der

Artikel in Druck gegeben worden, als ein Telegramm unseres Petersburger

Korrespondenten uns von der im ‚Regierungsanzeiger‘ veröffentlichten

Aufdeckung neuer Taten dieser Partei benachrichtigte. Zur selben Zeit,

da unsere Armee zwischen Plewna und Orchanie glänzende Siege errang,

verbreitete man in Petersburg Gerüchte von Niederlagen, die diesen

selben siegreichen Truppen beigebracht sein sollten. Das Ziel dieser

Intrige ist natürlich, dem Volk auf diese Weise den Mut zu rauben, und

zwar fährt man auch jetzt noch fort, sich so eifrig darum zu bemühen,

daß die Regierung für nötig befunden hat, das Publikum vor ähnlichen

Gerüchten ein für allemal zu warnen.“

Die „Neue Zeit“ schrieb darauf am folgenden Tage, übrigens nur ganz

flüchtig, daß die „Moskauer Nachrichten“ wohl ein wenig zu weit

gegriffen hätten, und daß der „Regierungsanzeiger“ vielleicht einfach

irgendein bedeutungsloses Geschwätz gemeint haben werde. Möglich, daß es

sich so verhält und die Warnung des „Regierungsanzeigers“ in der Tat nur

durch ein „Geschwätz“ hervorgerufen worden ist. Nichtsdestoweniger hat

die Annahme der „Moskauer Nachrichten“ fraglos ihren Grund. Nur weiß ich

nicht, was das für Anglo-Magyaren sein sollen? Bei uns – meine ich

vielmehr –, besonders in unseren Grenzgebieten, aber auch im Innern,

ließen sich vielleicht nicht wenige „römische Klerikale“ finden, die in

verschiedenen Röcken stecken. Heute wissen und schreiben bereits alle

von der klerikalen Allerweltsverschwörung, und sogar unsere liberalsten

Blätter geben zu, daß dieser Bund seine Bedeutung hat. Wäre es nun,

meine ich, nicht sonderbar, wenn die vatikanische Verschwörung unsere

römischen Klerikalen außer acht lassen und sie nicht zu ihren Zwecken

gebrauchen würde? Unruhen im Rücken der russischen Armee kämen dem

Vatikan gerade recht, besonders im gegenwärtigen Augenblick. Doch ich

will noch einen Auszug aus der „Neuen Zeit“ anführen. Sie zitiert u. a.

die Meinung der „Stimme“ über verschiedene Artikel, die in der „Morning

Post“ und anderen ausländischen Zeitungen erschienen sind.

„Die ‚Morning Post‘ vom 22. Oktober bringt einen interessanten Artikel,

in dem das turkophile Blatt von Unterhandlungen spricht, die

zwischen Rußland und Deutschland in betreff der Abtretung des

West-Weichselgebietes an Deutschland stattgefunden haben sollen.

Selbstverständlich handelt es sich hier in den Augen der ‚Morning Post‘

um das Ergebnis einer Abmachung, derzufolge Deutschland sich

verpflichtet, Rußland ‚bei den Eroberungen am Balkan zu helfen‘. Das

Londoner Blatt fährt darauf fort, auf das bestimmteste zu behaupten, daß

die Polen des Weichselgebiets an einen Aufstand jetzt überhaupt nicht

dächten, ‚da sie nicht in noch bitterere Sklaverei fallen‘, d. h. nicht

an Preußen fallen wollten, und daß, wenn im ‚russischen Polen‘

irgendwelche Unordnungen vorkommen sollten, diese einfach ‚die Folgen

der russisch-preußischen Intrigen‘ sein würden ... Es ist auffallend,

daß ein paar Tage vorher der ‚Dziennik Polski‘ über dasselbe Thema

gesprochen, wenn auch in etwas anderem Tone, indem er mitteilte, die

russische Regierung habe, als sie die Truppen aus dem Weichselgebiet

zurückzog, daselbst unter den Bauern Blätter verteilt, in denen sie die

Bauern aufforderte, von sich aus eine Art Dorfwacht zu bilden zur

Beaufsichtigung der Pane und zur Unterdrückung etwaiger Versuche eines

Aufstandes. Die ‚Stimme‘, die diese beiden Auszüge bringt, fragt

verwundert, wozu der ‚Dziennik Polski‘ und die ‚Morning Post‘ plötzlich

die unsinnige Fabel von dem russischen Aufruf an die Weichselbauern und

den russisch-preußischen _agents provocateurs_ erfunden haben – zu welch

einem Zweck?

Irgendein Ziel müssen diese unerwarteten Ausfälle doch verfolgen. Die

genannten Zeitungen müssen wahrscheinlich Nachrichten erhalten haben,

die sie einen Ausbruch von Unruhen im Weichselgebiet befürchten lassen,

und so bemühen sie sich denn, den Sinn, die Ursache der Bewegung, deren

Folgen sie augenscheinlich fürchten, im voraus zu entstellen. Dieses

Verfahren ist nicht neu. Bekanntlich ist es auch 1863 von den Polen und

deren westlichen Freunden angewandt worden. Diese Erinnerung allein

zwingt schon, sich einzugestehen, daß die beiden Artikel nicht

bedeutungslos sind und eine gewisse geheime Verbindung mit den früheren

Artikeln der Magyarenpresse haben müssen: über die Neigung der Polen zu

den Türken und ihren geheimen Wunsch, Rußlands Lage durch revolutionäre

Agitation in unserem Westen zu verschlimmern. Auffallend ist dabei, daß

diese beiden Artikel mit der Nachricht von der Kandidatur des Kardinals

Ledochowski für den Papststuhl zusammentreffen. Wir gehören nicht, sagt

‚Die Stimme‘, zu jenen, die so gern eine übertriebene Bedeutung allen

phantastischen Kombinationen zuschreiben, an die sich die Feinde

Rußlands klammern, in der Hoffnung, einen für uns günstigen Ausgang des

jetzigen Krieges zu verhindern. In diesem Fall aber scheint uns die

Sache doch zu ernst zu sein, als daß man eine so bedeutsame Tatsache,

wie das unerwartete und scheinbar durch nichts veranlaßte Erscheinen der

Artikel des ‚Dziennik Polski‘ und der ‚Morning Post‘ zweifellos ist,

übersehen könnte.“

Also gibt es vielleicht auch bei uns etwas, das einem Zweig der

klerikalen Verschwörung ähnlich sieht. Man bedenke nur das Unsinnige der

Nachricht von der Kandidatur Ledochowskis, der natürlich Pole ist – denn

nur der leichtsinnige Kopf eines polnischen Agitators kann ernstlich

glauben, daß das Konklave, das sich aus so feinen Köpfen zusammensetzt,

fähig sein könnte, sich dermaßen zu verirren, d. h. Ledochowski zu

wählen, der sich als Papst doch nur mit der Wiederherstellung seines

Polens beschäftigen würde, nicht aber mit der römischen universalen

Herrschaft der Päpste! Aber abgesehen davon sind die Zweige der

klerikalen Verschwörung in Rußland doch nur zu ersichtlich. Die „Neue

Zeit“ fügt noch hinzu:

„Die zurzeit so hartnäckige Polemik des ‚Journal de St.-Petersbourg‘ mit

den italienischen klerikalen Zeitungen wegen der vermeintlichen

Unterdrückung des Katholizismus in Polen zeigt gewissermaßen, daß doch

Anzeichen irgendeiner Agitation in unseren westlichen Grenzgebieten

vorhanden sein müssen.“

Nun, ich glaube, daß es durchaus nicht nur „Anzeichen“ sind! Das scheint

vielmehr jene Partei zu sein, von der die „Moskauer Nachrichten“ sagen,

daß sie im Einverständnis mit den Feinden Rußlands handelt ... und der

„jede Offenbarung unseres Volksgeistes, sowie _jede Handlung unserer

Regierung in diesem Geiste verhaßt ist_, und die der russische

Patriotismus auf eine Stufe mit dem Nihilismus und der Revolution

stellt, – die Partei, die mit der denkbar schändlichsten Korrespondenz

die uns feindliche ausländische Presse nährt ...“

Ja, gerade die europäische Korrespondenz aus Rußland kann leicht, sehr

leicht ihr Werk sein. Dieses Frohlocken über Rußlands Mißerfolge und

dieses leichtsinnige Freudengeheul darüber, daß Rußland sich plötzlich,

wie sie sagen, als „schwach erweist: ohne Geld, mit schlechtem Heer, mit

unzufriedenem und schon murrendem Volke, mit einer Gesellschaft, die der

Nihilismus zersetzt,“ – all diese Kleinigkeiten tragen nur zu deutlich

die Merkmale ihrer bekannten Herkunft. Wie wäre es möglich, daß sich

nicht auch russische Federn fänden, die bereit wären, _all’unisono_ mit

den Klerikalen zu schreiben! Aber diese Korrespondenz kann, glaube ich,

trotzdem nicht von Russen geschrieben worden sein: das wäre denn doch

schon zu niederträchtig, zu abscheulich. Trotzdem lenken die Klerikalen,

und vielleicht sogar ohne besondere Mühe, die russischen Federn nach

ihrem Willen. Vielleicht überreden sie sie weder, noch lassen sie sich

sonstwie auf mittelbare oder unmittelbare Unterhandlungen mit ihnen ein;

denn diese gewandten liberalen Federn gehören _zuweilen_ den ehrlichsten

Leuten an, die, wenn sie das nackte Angebot eines Klerikalen hörten, ihn

vielleicht ohne weiteres die Treppe hinunterbefördern würden. Dafür aber

weiß der Klerikale, wenigstens der, der sich bei uns ein wenig umgesehen

hat, daß er zu solchen Leuten überhaupt nicht zu gehen braucht, daß die

gewandte russische Feder ihm ganz umsonst alles schreiben wird, einzig,

weil sie denkt – o ihr meine Lieben! –, es sei ehrlich und es sei

liberal! Die gewandte Feder, zum Beispiel, empört sich über die

Klerikalen, die in Frankreich Mac-Mahon umgarnen, und schreibt drohende

Artikel gegen sie. Währenddessen aber bringt sie es fertig, den

russischen Römisch-Klerikalen bei uns nicht nur nicht zu bemerken,

sondern sie stimmt womöglich noch mit ihm in allem vollkommen überein.

Wahrhaftig, solche Russen gibt es! Und diese schlauen Römisch-Klerikalen

wundern sich gewiß nicht wenig über sie. „Was das ihnen doch für ein

Vergnügen macht, sich immer zwischen die Stühle zu setzen,“ denken sie

wohl kopfschüttelnd bei sich. „Und wie uneigennützig dabei! Ja, ja, man

muß in allem bis zum Schluß liberal sein. Da schreiben sie nun, daß

Rußland nicht einmal das _Recht_ habe, die Slawen zu befreien! Herrgott!

das wäre ja mit Hunderttausend noch zu wenig bezahlt! Und immer, immer

wieder zwischen die Stühle; allaugenblicklich, allaugenblicklich! Daß es

ihnen nicht endlich weh tut! ...“

* * * * *

Zu Anfang des Sommers versuchten diese klerikalen Agitatoren sogar durch

die russischen Zeitungen eine Demonstration bei uns zu veranstalten. Die

Wölfe warfen sich in Schafspelze und begannen in einem Tone zu sprechen,

als ob sie Abgesandte der sämtlichen polnischen „Emigranten“ im Auslande

wären. Zuerst schlugen sie eine Aussöhnung vor: nehmt auch uns auf, hieß

es, wir sehen, daß die künftige Vereinigung aller Slawen keinem Zweifel

mehr unterliegt – und so wollen wir nicht zurückstehen. Sie sprachen

ungemein zärtlich und hoben ihre Gründe hervor:

„Wir haben,“ sagten sie, „Ingenieure, Chemiker, Techniker, Handwerker

usw. Viele von ihnen sind emigriert. Laßt sie zu euch!“ „Habt ihr etwa,“

fragt der Litauer, der in den „St. Petersburger Nachrichten“ einen

Artikel geschrieben hat, „keine Arbeit für jenen Kreis, der zuerst

Tengoborski für Rußland, Wolowski für Frankreich hervorgebracht hat? und

in den Künsten, die die Sitten und den Charakter veredeln, den

weltberühmten Bildhauer Brotzki und den Maler Mateiko? Solltet ihr

solche Leute wirklich nicht nötig haben? Und was ließe sich noch alles

von der Schar der Literaten, Publizisten, Fabrikanten und aller Art

Gewerbetreibender sagen! Könntet ihr die etwa auch nicht brauchen?“

(„Neue Zeit.“ Aus dem Artikel Kostomaroffs.)

Herr Kostomaroff hat darauf in der „Neuen Zeit“ als Russe geantwortet.

In klaren und treffenden Auseinandersetzungen weist er nach, daß dieser

ganze polnische Versöhnungsversuch für uns nur eine Falle ist, einzig zu

dem Zweck erdacht, uns nichts als Verräter zuzuführen, und daß der Pole

des Alten Polens Rußland und den Russen nun einmal instinktiv und

leidenschaftlich haßt. Kostomaroff gibt dabei durchaus zu, daß es auch

treffliche Polen gibt, Polen, die sogar mit einem Russen in Freundschaft

leben, ihm in der Not helfen, ja, ihn sogar retten können. Das ist

natürlich wahr. Doch sollte, wenn auch nach zwanzigjähriger

Freundschaft, dieser selbe Russe diesem selben trefflichen Polen

plötzlich in russischem Geiste seine politischen Überzeugungen in

betreff Alt-Polens darlegen, so würde dieser Pole sofort, im selben

Augenblick der offene oder geheime Feind seines russischen Freundes

werden, – und zwar fürs ganze Leben, bis übers Grab hinaus, würde

unversöhnlich und maßlos in seiner Feindschaft sein! Letzteres hat

Kostomaroff vergessen hinzuzufügen.

Dieser ganze „Aussöhnungsversuch“ im Sommer, der sogar russische

Anhänger und in Kostomaroff einen so mächtigen Opponenten gefunden hat –

ist zweifellos auf klerikale Umtriebe zurückzuführen: er war einfach

eine Abzweigung der europäischen klerikalen Verschwörung. Oh, diese

Polen Alt-Polens versichern natürlich, daß sie keineswegs klerikal, noch

papistisch, noch römisch seien, und daß wir dieses schon längst von

ihnen wissen müßten. Man stelle sich jedoch nur einmal vor, daß

Alt-Polen, daß all diese polnischen Emigranten, sich _nicht_ an den

Papst halten sollten! Wie lächerlich die bloße Vorstellung schon ist!

Die Polen sollten nicht zum Vatikan halten, sie, die so genau seine

Macht zu schätzen verstehen und immer verstanden haben!? Der Vatikan ist

doch Alt-Polen niemals untreu geworden, sondern hat im Gegenteil immer

alle seine Pläne, mochten sie noch so phantastisch sein, aus allen

Kräften unterstützt, auch wenn die anderen Reiche längst nichts mehr von

ihnen wissen wollten! Dieser sommerliche Versöhnungsvorschlag ward

gerade in der Zeit gemacht, als die ganze polnische Emigration gegen

Rußland arbeitete, als die polnischen Legionen gegründet wurden, als die

emigrierten Aristokraten in Konstantinopel mit großen Geldsummen –

versteht sich, nicht ihren eigenen – erschienen. Dieser ganze

Versöhnungsvorschlag war nichts als eine einzige Hinterlist, wie

Kostomaroff sehr richtig bemerkt. Übrigens: sie bieten uns ihre

Gelehrten, Techniker, Künstler an und sagen: „Nehmt sie auf, habt ihr

sie denn etwa nicht nötig?“ Diese Polen halten uns wohl für ein wildes

Volk und scheinen nicht zu ahnen, daß wir alles, was sie uns da

anbieten, vielleicht selber besser haben. Doch nichts für ungut, und vor

allen Dingen: warum kommen sie denn nicht? Wir haben mehrere talentvolle

Polen gehabt, und Rußland hat sie geachtet und verehrt und sie nicht im

geringsten vor den Russen zurückgesetzt. So kommt doch! Wozu soll man

sich da noch besonders verabreden? Versöhnt euch und ergebt euch, doch

wißt, daß Alt-Polen niemals mehr aufleben wird. Es gibt ein neues Polen,

ein vom Zaren befreites, ein auferstehendes, eines, das fraglos dasselbe

Schicksal erwarten kann, das einmal allen slawischen Völkern gemeinsam

beschieden sein wird, wenn das Slawentum sich befreit und in Europa

aufersteht. Doch ein Alt-Polen wird es niemals mehr geben, kann es neben

Rußland nie mehr geben. Sein Ideal war, in der slawischen Welt an die

Stelle Rußlands zu treten. Sonderbar, daß der polnische Journalist nur

von den Gelehrten und Künstlern spricht. Aber die Führer der Emigranten,

die Aristokraten? Man stelle sich doch bloß das Bild vor: Rußland würde

den schmeichlerischen Worten Gehör geben und sich zur Versöhnung bereit

erklären, und da kämen diese dann und fragten hochmütig: „Wie lauten

eure Bedingungen?“ Denn wenn man uns vorschlägt, die Emigranten nach

Rußland kommen zu lassen, die nun aber zunächst nicht kommen, so heißt

das doch offenbar, daß sie _Bedingungen erwarten_. Und nun stelle man

sich vor, daß Rußland sie plötzlich als ein Etwas anerkennt und sich auf

derartige Unterhandlungen einläßt! Und da würden sie denn nach Rußland

zurückkehren, und die Magnaten würden sofort auftrotzen und bedeutende

Posten und Auszeichnungen verlangen; und darauf würde sich das Geschrei

erheben, daß wir sie betrogen hätten, und schließlich würde es zu einem

neuen polnischen Aufstande kommen ... Und in diese Falle sollte Rußland

hineingehen! Solch eine Dummheit sollte es begehen!

Die Polen haben natürlich selber nicht geglaubt, daß sie mit diesem

ungeschickten Vorschlag Rußland fangen könnten; doch rechneten sie wohl

auf die russischen Parteigänger, die ja immer noch so gutmütig und

reinen Herzens sind. Daß hinter allem aber die Machenschaft des Klerus

steckt, daß das Ganze ein klerikaler Schritt nach Rußland ist – darüber

kann kein Zweifel mehr bestehen. Es fragt sich nur: wozu dieser Schritt?

– Nun, haben die Klerikalen es etwa nicht nötig, die Lage zu sondieren,

die Gedanken zu verwirren, ihre eigentlichen Unternehmungen und

Absichten zu verbergen, russische Parteigänger zu werben, Russisch-Polen

aufzuwiegeln usw.? Als ob diese Klerikalen nicht überall ihre

Berechnungen hätten!

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