Die Haupttugend, zu welcher der junge Mensch erzogen werden soll, ist
Hilfsbereitschaft, der Wille, jedem in Gefahren und Leiden beizustehen,
wo die staatliche Fürsorge fehlt oder zu spät käme. Ein Teil des
Unterrichts wird der Kenntnis und Übung solcher Hilfe gewidmet sein,
welche man zu leisten am wahrscheinlichsten wird in die Lage kommen. Es
handelt sich nicht nur um den guten Willen, sondern um das Geschick und
das Urteil, wie in vorkommenden Fällen zu helfen sei. Die Bedürftigkeit
der Mitmenschen in jener vernünftigen Ordnung ist viel geringer als in
der heutigen Ordnung der Dinge, darum werden es viel geringere Übel
sein, welche uns veranlassen werden, anderen beizuspringen, zumeist
solche, die heute kaum beachtet werden.