1. Mäßigkeit.

Diese ist mit der streng geregelten Versorgung bereits zum Gegenstande

der Erziehung gemacht. Die Nahrung darf nie übermäßig zugeführt

werden, gieriges und hastiges Essen ist zu verhindern, Alkohol und

manches andere auszuschließen. Auch in anderen Dingen ist Mäßigkeit

und etwas Abhärtung anzugewöhnen. Kinder sollen in allem mit Geduld

warten, bis sie an die Reihe kommen, Arbeit, Lernen und Spiel sollen

entsprechend abwechseln und ein rasches Übergehen von dem einen zum

andern, die sofortige Hingabe an das jetzt Vorliegende eingeübt werden.

Das Verlangen nach Dingen, die ihnen nicht ohnehin geboten werden, ist

zu unterdrücken, nichts darf man sich abtrotzen lassen; will man ab

und zu besonderen Wünschen Gehör geben, so sind Tage und Stunden zu

bestimmen, wo sie vorgebracht werden und im Falle der Ablehnung wäre

die Wiederholung oder Eigensinn strafbar. Was das Essen anbelangt, so

kann man Kinder beobachten, die im frühsten Alter über die Sättigung

nicht hinausgehen und einen Rest übrig lassen, wenn ihnen gleich nicht

allzuviel vorgesetzt worden ist. Verweichlichung im Nachtlager, der

Kleidung, planloses Herumlungern oder untätiges Ausruhen darf man nicht

dulden.

Der Kollektivismus und die soziale Monarchie · 第 107 / 152 题