Da es wünschenswert ist, daß das ganze Volk ohne Ausnahme einen
gleichmäßigen Elementarunterricht und Erziehung empfange, ohne irgend
eine Bevorzugung oder Zurücksetzung, soweit nicht die Eltern durch
ihre eigene Bemühung, Unterrichts- und Erziehungsarbeit ihre Kinder
mehr fördern, und nachdem es den Anschein hat, als ob die Kinder der
Personen, die in den Städten und der Hauptstadt angesiedelt sind, einen
Vorzug genössen oder zu anderen Vergnügungen Gelegenheit hätten und vom
Landleben ihrerseits ausgeschlossen wären, so ist es von Belang, hier
einige Worte darüber zu sagen.
Jene Eltern in den Städten, die erziehungspflichtige Kinder haben,
werden am besten ihre Wohnungen an der Peripherie angewiesen erhalten,
wo die Städte ans Freie stoßen und mit den nächstgelegenen Dörfern
zusammengrenzen. Erziehungs- und Lehrpersonen werden dieselben sein
wie in den Dörfern, Lehrmittel ebenfalls, das Zusammenkommen dieser
Kinder mit den Dorfkindern, die Spaziergänge und Ausflüge in der freien
Landschaft, die Berührung mit den landwirtschaftlichen Anstalten wird
ihnen gleichfalls geboten werden, so daß sie keine andere Erziehung
empfangen als die anderen Kinder.
Eine Ausnahme bilden vielleicht die Kinder der monarchischen Familie
und des hohen Adels, welchen man die Erziehung im Hause und mehr
abgeschlossen von der übrigen Bevölkerung wird sichern wollen. Es
scheint das zum Teil nicht unbegründet, weil dieser Teil der Jugend
eine viel mannigfaltigere Ausbildung in einheimischen und fremden
Sprachen empfangen soll, die manche Änderung in der Erziehung und im
Lehrplane nötig machen könnte. Auch wird bei ihnen das Hauptgewicht
auf gesellige Talente zu legen sein. Aber trotzdem wird man erwägen, ob
nicht auch solche Kinder ihren Unterricht und die Erziehung wenigstens
bis zum 12. Jahre mit den anderen Kindern auf dem Lande empfangen
sollten.
i) Ethische Erziehung.
Obwohl die ethische Erziehung von der physischen und intellektuellen
nicht zu trennen ist, so soll darüber doch noch einiges besonders
bemerkt werden. Den hier entwickelten Gesichtspunkten gemäß wird eben
auch die materielle Versorgung der Kinder und ihre intellektuelle
Erziehung einzurichten sein.